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Romeo und Romy

Roman. Originalausgabe

(37)

Romy könnte eine grosse Schauspielerin sein, aber niemand sieht sie, denn sie ist nur die Souffleuse. Aber auch das nicht lange, denn nach einem harmlosen Flirt mit Hauptdarsteller Ben, dessen einzige schauspielerische Glanzleistung sein Auftritt als »Frischedoktor« in einem Waschmittelspot ist, wird sie gefeuert. Und Ben kurz nach ihr. Romy kehrt zurück in ihr winziges Dorf, um dort ihr Erbe anzutreten. Hier leben nur noch Alte. Und die haben sich in den Kopf gesetzt, rasch das Zeitliche zu segnen, denn auf dem Friedhof sind nur noch zwei Plätze frei. Wer da zu spät kommt, muss auf den Friedhof ins Nachbardorf. Und da gibt es - wie jeder weiss - nur Idioten. Romy schmiedet einen tollkühnen Plan: Sie will mit den Alten ein elisabethanisches Theater bauen. Aus der gammeligen Scheune hinter ihrem Hof. Und mit ihnen Romeo und Julia auf die Bühne bringen. Sie haben kein Geld, keine Erfahrung, aber einen Star: Der »Frischedoktor« soll Regie führen! Ben ist begeistert: Regisseur! Das könnte unter Umständen der erste Job werden, den er nicht voll gegen die Wand fährt ... Bestsellerautor Andreas Izquierdo (Das Glücksbüro, Der Club der Traumtänzer) erzählt in seinem neuen Roman Romeo & Romy, wie ein Mauerblümchen seine Schüchternheit überwindet, gegen alle Widerstände seinem Traum folgt und damit nicht nur ein ganzes Dorf zu neuem Leben erweckt, sondern auch die grosse Liebe und eine Heimat findet.

Rezension
"Mit den Büchern von Andreas Izquierdo bekommt man das perfekte Lesevergnügen in die Hand. Nicht anders ist es mit Romeo & Romy."
Susann Fleischer, literaturmarkt.info 02.05.2016
Portrait

Andreas Izquierdo, geboren 1968, ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Er veröffentlichte u. a. den Roman König von Albanien (2007), der mit dem Sir-Walter-Scott-Preis für den besten historischen Roman des Jahres ausgezeichnet wurde, sowie den Roman Apocalypsia (2010), der den Lovelybooks-Leserpreis in Silber für das beste Buch 2010 erhielt und zum Buch des Jahres bei Vorab-lesen.de gewählt wurde. Zuletzt erschienen von ihm die Bestseller Das Glücksbüro (2013) und Der Club der Traumtänzer (2014).

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Paperback
Seitenzahl 491
Erscheinungsdatum 11.04.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-458-36141-1
Verlag Insel Verlag
Maße (L/B/H) 209/134/35 mm
Gewicht 557
Auflage 2. Auflage
Buch (Paperback)
Fr. 21.90
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
37 Bewertungen
Übersicht
18
15
3
0
1

Witzig und bezaubernd
von einer Kundin/einem Kunden am 12.06.2017

Romy wollte eigentlich immer nur Schauspielerin werden. Ihr größter Traum ist es, einmal vor ganz großem Publikum die Julia in Shakespeares „Romeo und Julia“ zu spielen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihr, denn bisher hat es nur für eine Tätigkeit als Souffleuse gereicht. Schuld daran ist... Romy wollte eigentlich immer nur Schauspielerin werden. Ihr größter Traum ist es, einmal vor ganz großem Publikum die Julia in Shakespeares „Romeo und Julia“ zu spielen. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihr, denn bisher hat es nur für eine Tätigkeit als Souffleuse gereicht. Schuld daran ist Romys Lampenfieber, denn Talent hat sie allemal. Eines Abends bekommt sie mitten in einer Theateraufführung, in der sie gerade als Souffleuse arbeitet, einen schockierenden Anruf: Ihre geliebte Großmutter ist gestorben, die Großmutter, die sie aufgezogen hat. Völlig aus der Bahn geworfen kann Romy ihren Job nicht zu Ende ausführen, was die gesamte Aufführung den Bach runtergehen lässt. Das Ergebnis: Romy wird gefeuert und muss geknickt in ihr Heimatdorf im tiefsten Sachsen zurückkehren. In diesem Dorf sind schon alle Einwohner mindestens 70+. Romy nennt sie alle liebevoll ihre „Alten“, denn sie kennt sie schon seit ihrer Geburt. Ihre „Alten“ haben Romy mit aufgezogen und sie hat zu allen ein besonderes Verhältnis. Leider herrscht unter den Einwohnern großer Verdruss. Denn auf dem Friedhof ihres geliebten Dorfes sind nur noch zwei Gräber frei und niemand der „Alten“ will im Nachbarsort begraben werden, denn dort liegen nur „Idioten“. Somit versuchen sie auf verschrobene Art und Weise, jeden Tag ums Leben zu kommen. Das kann Romy sich nicht länger mitansehen. Sie beschließt, die Scheune, die sie von ihrer Großmutter geerbt hat, in ein elisabethanisches Theater umzubauen und mit ihren „Alten“ Romeo und Julia aufzuführen. Schon lange habe ich beim Lesen eines Romans nicht mehr so gelacht. Die Geschichte ist so witzig geschrieben, dass ich viele Passagen mehrmals lesen musste. So viele schrullige und sympathische Charaktere habe ich selten in einem Roman kennengelernt. Ich habe mich mit Romy, Ben und den „Alten“ gefreut, mit ihnen getrauert, habe gelacht und geweint. Dieses Buch beinhaltet so viel mehr, als man zu Anfang vielleicht vom Titel erwartet. Das Buch geht weit über einen Liebesroman hinaus. Es beinhaltet gescheiterte Lebensträume, unerreichbare Sehnsüchte, auf Missverständnissen aufgebaute Fehden, spannende Wendungen, sehr viel schwarzen Humor und einen besonderen Umgang mit dem Tod. Ihren Höhepunkt erreicht die Geschichte zweifellos mit dem Auftauchen von Ben. Wie er als Außenstehender in dem Dorf eintrifft, gar nicht so genau weiß, was er dort eigentlich soll und letztendlich auch mit dem Herzen ankommt, war für mich besonders schön zu lesen. Dieses Buch ist für jeden empfehlenswert, der beim Lesen alle Emotionen durchleben will.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Dieser Roman ist Balsam für Herz und Seele.
von Liane Marth / LimaKatze am 28.09.2016

*** KLAPPENTEXT: Keinen Job, keinen Freund, keine Perspektive - das ist die nicht gerade erfreuliche Bilanz, als Romy in ihr winziges Dorf im schönsten Nirgendwo heimkehrt. Als Schauspielerin gescheitert, umgeben von schrulligen Alten, fasst sie einen tollkühnen Plan: Sie wird aus ihrer Scheune ein elisabethanisches Theater bauen, und Romeo &... *** KLAPPENTEXT: Keinen Job, keinen Freund, keine Perspektive - das ist die nicht gerade erfreuliche Bilanz, als Romy in ihr winziges Dorf im schönsten Nirgendwo heimkehrt. Als Schauspielerin gescheitert, umgeben von schrulligen Alten, fasst sie einen tollkühnen Plan: Sie wird aus ihrer Scheune ein elisabethanisches Theater bauen, und Romeo & Julia aufführen. Mit den Alten aus ihrem Dorf. Sie haben kein Geld, keine Erfahrung, aber einen Star: Ben, Herzensbrecher und liebenswerter Dilettant, dessen größter Erfolg ein Waschmittelspot war. ... *** ZUM INHALT: „Sie atmete ein. Sie atmete aus. Es war nicht nur die klare frische Luft, die so vertraut die Haut streichelte, es war, als spürte sie neben den Häuschen, Sträßchen und Gärten auch die, die hier schon immer gewohnt hatten. Sie hörte ihre Stimmen, ihr Gelächter, ihr Gemecker und ihr Seufzen wie ein immerwährendes Flüstern alter Geschichten, die das Laub rascheln ließen oder wie Pollen im Sonnenlicht tanzten. Erinnerungen. … Heimat war nicht das, was man sah, sondern das, was andere niemals sehen würden.“ (Seite 35) Manchmal kommt eben alles zusammen. Erst erfährt Romy, dass ihre Großmutter plötzlich und unerwartet verstorben ist, und dann verliert sie auch noch ihren Job beim Theater. Romy kehrt daraufhin in ihr kleines Heimatdorf zurück und zieht in das Haus ihrer Großmutter. Die Trauer sitzt tief, denn schließlich war es Oma Lene, die sie nach dem Tod der Mutter mit viel Liebe großgezogen hatte. Den Vater hatte sie nie gesehen, über ihn hüllt man sich im Dorf in Schweigen. Im Grunde war seinerzeit die ganze Dorfgemeinschaft für Romy wie eine große Familie, in der sie wohlbehütet aufgewachsen ist. All das ist lange her und als Romy in ihr Dorf zurückkehrt, sind alle ein Stückchen älter geworden. Sie erkennt die ehemals so starken Menschen kaum wieder. Jeglicher Lebenswille scheint in eine gewisse Apathie übergegangen zu sein. Das einzige Interesse besteht eigentlich nur noch darin, wer wohl die letzten beiden Plätze auf dem Dorffriedhof bekommen wird, da keiner der Dörfler auf dem Friedhof im Nachbarort begraben sein möchte. Um genau diese Plätze wird allerdings teilweise mit harten Bandagen gekämpft, soll heißen, zur Not versucht man halt dem natürlichen Verlauf der Dinge ein wenig nachzuhelfen. Als Romy dies erkennt, ist sie entsetzt. Sie muss ihre geliebten Alten unbedingt aus dieser Lethargie herausholen und von diesem aberwitzigen Vorhaben abhalten, dem Schicksal zuvorkommen zu wollen. Geboren aus dem Wunsch eine berühmte Schauspielerin zu werden, fasst Romy einen wagemutigen Plan. Sie will aus ihrer Hofscheune ein elisabethanisches Theater bauen, und die Dorfbewohner sollen nach der Fertigstellung die Darsteller sein. Der gutaussehende Ben, ein Schauspieler mit wenig Talent und dafür umso mehr Starallüren, soll das Zugpferd sein, welches hoffentlich das nötige Publikum anlocken wird. Es gibt allerdings ein recht spezielles Problem bei der Sache: Ben war eigentlich schuld daran, dass Romy ihren Job als Souffleuse verlor. Außerdem glauben die Dorfbewohner, dass die junge Frau bereits eine vielgefragte Schauspielerin ist. Das Bauamt hat zum Theaterbau dann leider auch noch ein Wörtchen mitzureden, und, und, und. Probleme über Probleme. Nun heißt es zusammenhalten, denn bei Romys Projekt sind nicht nur Köpfchen und kräftige Arme, sondern auch das Herz gefragt. … *** MEIN FAZIT: Dieses Buch ist wirklich Balsam für Herz und Seele. Vordergründig liest man einen locker geschriebenen und humorvollen Unterhaltungsroman mit einer Liebesgeschichte. Doch im Hintergrund birgt „Romeo und Romy“ viele Botschaften, die zum Nachdenken anregen, auch in Bezug auf das eigene Älterwerden. Alt werden oder alt sein muss eben nicht zwangsläufig bedeuten, dass man sich auf ein Abstellgleis begibt und das Leben an sich vorbeiziehen lässt. Manchmal braucht es zwar einen Anstubser von außen, aber vor allem braucht es den eigenen Willen, um Dinge zu ändern oder neue Aufgaben anzupacken. Und in echter Gemeinschaft fällt zudem vieles leichter. Die herzerwärmende Handlung und die vom Autor liebevoll gezeichneten Protagonisten machen während der Lektüre viel Freude. Ich habe mich beispielsweise köstlich amüsiert, wenn die alten Damen regelrecht um Bens Gunst buhlten, und es war wunderbar zu verfolgen, wie Romy nach und nach wieder Leben in das Dorf und seine Bewohner einhauchte. Freundschaft und Zusammenhalt sind die großen Themen im Buch, ebenso wie die Bedeutung von Heimat, Familie und Geborgenheit. Aber es gibt auch traurige Momente im Handlungsverlauf, denn ein hoher Einsatz fordert mitunter seinen Preis. Und wenn es um einen besonders guten Freund geht, müssen in Ausnahmefällen sogar mal dorfeigene Grundregeln auf den Kopf gestellt werden. Für mich war dieser erfrischende und vielseitige Roman von Andreas Izquierdo eine Leseerfahrung, die mich absolut überzeugt und begeistert hat. Wenn man am Ende einer Geschichte das Gefühl hat, man hätte die Menschen darin gerne noch ein Stück begleitet, hat ein Autor wohl alles richtig gemacht. Im Endergebnis gibt es von mir eine klare Leseempfehlung und volle fünf Sterne!

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Ein ehrgeiziges Projekt
von einer Kundin/einem Kunden am 19.06.2016

Großartig ! Wir befinden Irgendwo im Nirgendwo in der Mitte Deutschlands. Die am Theater gescheiterte Schauspielerin Romy fährt zur Beerdigung ihrer Tante und muss mit Schrecken feststellen das es unter den alten Leuten zum Volkssport geworden ist einen der letzten Plätze auf dem Dorffriedhof zu ergattern. Wird Sie es... Großartig ! Wir befinden Irgendwo im Nirgendwo in der Mitte Deutschlands. Die am Theater gescheiterte Schauspielerin Romy fährt zur Beerdigung ihrer Tante und muss mit Schrecken feststellen das es unter den alten Leuten zum Volkssport geworden ist einen der letzten Plätze auf dem Dorffriedhof zu ergattern. Wird Sie es schaffen den Volkssport zu beenden und so ganz nebenbei ihre Rolle im Leben zu finden ? Lassen Sie sich überraschen …..

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