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Tage der Toten

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie International 2011 (1. Platz)

(63)
Mit grossem Tatendrang hat sich der US-Drogenfahnder Art Keller daran gemacht, in die Strukturen der mexikanischen Drogenmafia einzudringen – mit Erfolg. So viel Erfolg, dass die Drogendepots reihenweise auffliegen und die Narcotraficantes die Jagd auf ihn eröffnen.
Nachdem sein Mitarbeiter von den Gangstern zu Tode gefoltert wurde, schwört Art Keller Rache und startet einen gnadenlosen, blutigen Feldzug gegen die Drogenbarone. Zu spät bemerkt er, dass er sich damit neue Feinde macht – und die sitzen in Washington.
Was als „Iran-Contra-Affäre“ in die Geschichte einging, erlebt Keller als gigantisches Drogen-, Geldwäsche- und Waffengeschäft. Vor die Wahl gestellt, seiner Regierung zu dienen oder seinem Gewissen zu folgen, trifft er eine einsame Entscheidung – und stösst dabei auf unverhoffte Verbündete.
»Das Buch des Jahrzents.« Lee Child
»Ein Epos wie Der Pate.« Andrew Vachss
»Vom ersten, herzzerreissenden Satz an war ich süchtig nach diesem Buch.« Ken Bruen
»Winslow ist einfach der Hammer.« James Ellroy
Portrait

Don Winslow wurde 1953 in der Nacht zu Halloween in New York geboren. Seine Kindheit und Jugend verbrachte er in South Kingstown, Rhode Island, einer Kleinstadt am Atlantik. Sein Vater, der ihm Geschichten von seiner Zeit bei der Marine erzählte, beflügelte seine Fantasie und erweckte in ihm den Wunsch, eines Tages Schriftsteller zu werden.

Schon früh kam Winslow mit den Themen und Figuren in Berührung, die später eine so prominente Rolle in seinen Büchern spielen sollten. Einige Mafiagrössen des Patriarca-Syndikats lebten in seiner Nachbarschaft, und seine eigene Grossmutter arbeitete Ende der 60er für den berüchtigten Mafiaboss Carlos Marcello, den mutmasslichen Drahtzieher des Kennedy-Attentats, der den späteren Autor mehrere Male zu sich einlud.

Nach seinem Schulabschluss kehrte Don Winslow in seine Geburtsstadt New York zurück. Bevor er mit dem Schreiben begann, verdiente er sein Geld unter anderem als Kinobetreiber, als Fremdenführer auf afrikanischen Safaris und chinesischen Teerouten, als Unternehmensberater und immer wieder als Privatdetektiv.

Auch als Schriftsteller ist Don Winslow unermüdlich. Jeden Morgen um fünf setzt er sich an den Schreibtisch. Mittags läuft er sieben Meilen, in Gedanken immer noch bei seinen Figuren, um dann am Nachmittag weiterzuarbeiten. Dabei schreibt er mindestens an zwei Büchern gleichzeitig. Schreibblockaden kennt er nicht, im Gegenteil: Winslow sagt von sich, dass er bislang nur fünf Tage durchgehalten habe, ohne zu schreiben. Es ist eine Sucht, die bis heute ein Werk hervorgebracht hat, dessen Qualität, Vielseitigkeit und Spannung Don Winslow zu einem der ganz Grossen des zeitgenössischen Krimis machen.

Don Winslow wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Deutschen Krimi Preis (International) 2011 für Tage der Toten. Für die New York Times zählt Don Winslow zu einem der ganz Grossen amerikanischen Krimi-Autoren.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 689
Erscheinungsdatum 16.04.2012
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46340-6
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 215/135/38 mm
Gewicht 485
Originaltitel The Power of the Dog
Auflage 10
Verkaufsrang 12.498
Buch (Taschenbuch)
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Das Buch von Don Winslow geht weit über einen Thriller hinaus, es ist Literatur über den Drogenkrieg in Mexico mit den Verbindungen der USA, Verstrickungen mit Mafia und CIA.
Harte Realität, zuweilen brutal, realistisch, dann wieder von grosser Poesie und menschlicher Wärme. Art Keller, der Drogenfahnder, die junge Nora, die zur Edelhure
Das Buch von Don Winslow geht weit über einen Thriller hinaus, es ist Literatur über den Drogenkrieg in Mexico mit den Verbindungen der USA, Verstrickungen mit Mafia und CIA.
Harte Realität, zuweilen brutal, realistisch, dann wieder von grosser Poesie und menschlicher Wärme. Art Keller, der Drogenfahnder, die junge Nora, die zur Edelhure gemacht wird und ihre Macht ausspielt über Jahre, die mexikanischen Drogenbarone, gut gezeichnete Charaktere, historisch alles sehr gut recherchiert, zeigt es die ganze Gewalt, die in Mexiko seit Jahren viele Menschen hat sterben lassen, wovon man aber nicht viel in der Zeitung liest.
Wenn man sich durch die knapp 700 Seiten gelesen hat, mit manchen Erholungspausen ob der Gewalt, bleibt man tief beeindruckt zurück.
Der Krimi, Thriller, Roman des letzten Herbstes! Hallt lange in einem nach, auch jetzt nach Wochen des Abstands. Lesen Sie ihn, trauen Sie sich, auch wenn es absolut keine leichte Lektüre ist.

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Kundenbewertungen


Durchschnitt
63 Bewertungen
Übersicht
57
5
0
1
0

Episch!
von einer Kundin/einem Kunden am 25.05.2013

Der US-Drogenfander Art Keller steigt Anfang der Siebziger in den "war on drugs" ein und tatsächlich, ein Krieg ist es. Über Jahre kämpft Keller gegen die mexikanische Drogenmafia in all ihren Ausprägungen, manchmal auch gegen die Politik (die eigene und die mexikanische) und manchmal auch gegen Windmühlen. Als sein Partner grausam... Der US-Drogenfander Art Keller steigt Anfang der Siebziger in den "war on drugs" ein und tatsächlich, ein Krieg ist es. Über Jahre kämpft Keller gegen die mexikanische Drogenmafia in all ihren Ausprägungen, manchmal auch gegen die Politik (die eigene und die mexikanische) und manchmal auch gegen Windmühlen. Als sein Partner grausam gefoltert und getötet wird, wird der Krieg zu Kellers persönlicher Vendetta! Doch unschuldig ist niemand in Don Winslows Epos. Tief taucht man ein in die Mafia- und Ermittlerstrukturen, in die Politik, die Armut, die Gewalt und das Seelenleben der Figuren. Das ganze erzählt Winslow in epischer Breite über Jahrzehnte hinweg, mit spannungsgeladener Wucht, gleich einem Faustschlag ins Gesicht. Ein Meisterwerk!

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1 0
blutiger Drogenkrieg
von einer Kundin/einem Kunden am 13.12.2012

Dass in Mexiko seit Jahrzehnten ein blutiger Drogenkrieg geführt wird ist ja bekannt, aber so nahe dran wie in diesem Buch war man noch nie. Richard Nixon hat den Krieg gegen die Drogen Anfang der Siebziger ausgerufen und Art Keller, die Hauptfigur dieses Romans, führt ihn an vorderster Front in... Dass in Mexiko seit Jahrzehnten ein blutiger Drogenkrieg geführt wird ist ja bekannt, aber so nahe dran wie in diesem Buch war man noch nie. Richard Nixon hat den Krieg gegen die Drogen Anfang der Siebziger ausgerufen und Art Keller, die Hauptfigur dieses Romans, führt ihn an vorderster Front in Mexiko, Kolumbien und den USA. Es ist ein langer und schmutziger Krieg, der viele Milliarden Dollar kostet und Tausende Tote fordert. 30 Jahre umspannt das Buch und wenn es nach 700 Seiten endet, ist da wenig Hoffnung und der Drogenkrieg geht - wie in der Wirklichkeit - weiter und weiter und weiter. Winslow erzählt in einem atemberaubenden Tempo. Dabei ist seine Sprache knapp und präzise. Die Dialoge sind stark und schnell. Einfach ein großartiges Buch - jedoch nichts für schwache Nerven.

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2 1
Spannend, rasant und authentisch" Ein absolutes MUSS für Thrillerfans!
von Zeit der Buecher am 21.08.2016

Handlung Art Keller ist DEA Agent im Kampf gegen die großen Drogenbosse Mexikos. Mit aller Macht versucht er in die Strukturen der Drogenmafia einzudringen. Mit der Bekanntschaft zu Miguél Angel Barrera und seinem Neffen Adán gelingt ihm dies schließlich sogar, sodass immer mehr Drogendepots auffliegen und Art Keller eine... Handlung Art Keller ist DEA Agent im Kampf gegen die großen Drogenbosse Mexikos. Mit aller Macht versucht er in die Strukturen der Drogenmafia einzudringen. Mit der Bekanntschaft zu Miguél Angel Barrera und seinem Neffen Adán gelingt ihm dies schließlich sogar, sodass immer mehr Drogendepots auffliegen und Art Keller eine immer größer werdende Bedrohung für die Kartelle darstellt und die Narcos die Jagd auf ihn eröffnen. Als schließlich sein Kollege und Freund von Kartellmitgliedern zu Tode gefoltert wird, nimmt der Krieg gegen die Drogen persönliche Züge an, denn Keller startet einen gnadenlosen Rachefeldzug. Dabei macht er sich nicht nur in Mexiko, sondern auch in Washington immer neue Feinde. Art Keller vor dem Hintergrund der ?Iran-Contra-Affäre?! Cover Auch wenn das jetzt komisch klingen mag, doch das Cover empfinde ich für einen Thriller recht unspektakulär. Nicht uninteressant oder schlecht gewählt, vielmehr habe ich hier eher das Gefühl, dass das Cover unter der Masse an Thrillern nur nicht sonderlich herausstechen würde. Charaktere Vielseitige und ebenso vielschichtige Charaktere erwarten einen auf den über 600 Seiten. Dabei trifft der Leser nicht nur auf unterschiedliche Drogenbosse, (korrupte) Polizisten und Geheimagenten, sondern auch auf eine Vielzahl an weiteren Figuren. Besonders gefallen hat mir dabei, dass jeder einzelne Charakter dabei sorgsam ausgearbeitet wurde, authentisch wirkte und mich als Leser mit seiner Hintergrundgeschichte überzeugen konnte. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die meisten Charaktere realen Personen aus dem Drogengeschäft nachempfunden sind und die Parallelen mithilfe einiger Recherchen (für ?Uninformierte?) sehr deutlich sind. Protagonist ist der wohl etwas exzentrische DEA-Agent Art Keller, welcher im Laufe der Handlung diesen Charakterzug wohl noch perfektioniert. Mit schonungsloser und unerbittlicher Härte und Genauigkeit führt der ehemalige Vietnam-Veteran den Kampf gegen die Narcos und deren Kartelle, in welchen immer mehr auch persönliche Beweggründe mit einfließen. Ob man ihn als Sympathieträger bezeichnen würde liegt sicherlich im Ermessen des Lesers und ist Geschmackssache, doch kann ich mir für diesen Thriller keinen besseren Protagonisten vorstellen, der zusätzlich mit seiner ?Leck mich? Einstellung sein Ding durchzieht wie kein anderer. Als Antagonisten erwartet den Leser der zu Beginn des Buches noch sehr junge und unerfahrene Adán Barrera, welcher dem berüchtigten Chapo Guzmán nachempfunden sein soll. Den Leser erwartet hier ein sehr komplexer Charakter, der es einem schwer macht nur in schwarz-weiß Schattierungen zu klassifizieren und die (dunklen) Grautöne beherrscht wie kein anderer. Schreibstil Don Winslows Schreibstil ist schonungslos, direkt und brutal. Gewöhnt man sich erst an die Tatsache, dass die Handlung im Präsenz geschrieben ist, was bei mir ganze zwei Seiten dauerte, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung ist in mehrere Teile untergliedert, welche jeweils ein großes ?Ereignis? aus der Geschichte des Drogenhandels thematisieren. Zusätzlich sind diese zudem in einzelne Kapitel unterteilt, welche über prägnante und passende Überschriften verfügen und zusätzlich mit Zitaten aus Songs oder ähnlichem eingeleitet werden. Mein Fazit Don Winslows ?Tage der Toten? ist ein Buch, welches ich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Schonungslos und ehrlich berichtet er über die verschiedenen Facetten des Drogenkriegs mit dem Fokus auf dem mexikanischen/amerikanischen Konflikt und die Korruption bis in die höchsten Regierungskreise beider Nationen. Beginnend in den 80er Jahren erhält der Leser einen Einblick in die schwellenden Konflikte, welche sich spinnennetzartig zu einer rasanten Handlung aufbauen und den Leser vor dem Hintergrund realer Gegebenheiten nicht mehr loslassen. Die Charaktere sind, wie schon erwähnt, unglaublich vielseitig und entsprechen nicht immer dem Klischee, wie man es in diesem Zusammenhang erwarten würde. Die Handlung erstreckt sich über mehrere Jahre, sodass sich die Charaktere in Persönlichkeit und Vorgehen grundlegend entwickeln. Zudem erlebt der Leser die verschiedenen Handlungen aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Charaktere, sodass dasselbe Ereignis aus differenten Perspektiven beleuchtet wird. Dem Leser wird hier ein athmosphärisch rasanter Thriller vor dem Hintergrund des komplexen Drogenkriegs geboten, welchen man nicht mehr aus der Hand legen kann. Absolut und uneingeschränkt zu empfehlen. Mein erstes Buch von Don Winslow und garantiert nicht mein letztes! Volle 5/5 Punkten und gehört zu meinen Lesehighlights in diesem Jahr!

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