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Taipeh

Roman

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Paul, 25, lebt als Schriftsteller im New Yorker Stadtteil Williamsburg, und sein Leben dreht sich im Kreis. Phasen, in denen er nichts anderes tut, als seine Internetpräsenz in Endlosschleife zu aktualisieren, wechseln sich mit exzessiven Liebesabenteuern und Drogenexperimenten ab. Im Dauerrausch der Existenz treibt er nach Taipeh, zu den Wurzeln seiner Familie, und in die Arme von Erin, mit der er die vielleicht ungewöhnlichste Liebesbeziehung der Literaturgeschichte eingeht.
Pauls Odyssee ist ein Irrweg zu sich selbst, die beispielhafte Suche eines hochmodernen Menschen nach Wahrheit und Aufrichtigkeit, von der Tao Lin mit buddhistischer Ruhe und Konzentration erzählt. In seinem faszinierenden autobiografischen Roman, mit dem er in den USA zum gefeierten Literaturstar wurde, fängt er die vage Angst, den Verdruss und die Liebesunfähigkeit einer Generation ein, die die Welt hauptsächlich gefiltert durch soziale Netzwerke und leistungssteigernde Medikamente wahrnimmt. Wie nebenbei entstehen so Einsichten von existenzieller Wucht und ergreifender Tiefe.
Rezension
"Grandios."
INTERVIEW

"Kraftvolles Generationenportrait des jungen New Yorker Literaturstars."
JOY

"Man kommt um 'Taipeh' als Phänomen nicht herum."
Moritz Scheper, DIE ZEIT

„Flirrendes, kluges, grossartig befremdliches Romankunstwerk. [...] Knausgards letztlich unerfüllbare Sehnsucht nach analoger Wahrheit auf der einen Seite, Tao Lins letztlich unerfüllbare Sehnsucht nach digitaler Wahrheit auf der anderen. So balancieren wir durch das Jahrzehnt.“
Florian Kessel, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

„Unschärfe, die sich zugleich um äusserste Genauigkeit bemüht, ist eines der Stilmerkmale Tao Lins.“
Martin Ebel, TAGESANZEIGER

„Bericht einer tiefgekühlten Existenz, der konsequent jede Beschönigung meidet, dass es eine Wucht ist […] ein Werk von greller Grossstadt-Gegenwärtigkeit […] erinnert in seiner Detailschärfe, in der er alltägliche Erfahrungen ausstellt, an den Norweger Karl Ove Knausgard.“
Martin Oehlen, KÖLNER STADT-ANZEIGER

"'Taipeh' führt ins Innerste der Leere und zeigt, wie man daraus eine Erfolgsgeschichte machen kann."
BERNER ZEITUNG

"Ein ums andere Mal schlichtweg fulminant."
Oliver Pfohlmann, LITERATURKRITIK.de

"'Taipei' ist nicht Tao Lins erster Roman, aber er ist sein Ticket in den New Yorker Literatur-Olymp."
20 MINUTEN

"Tao Lins Meisterwerk 'Taipeh' ist eine hochsensible und verzweifelt romantische Erkundung unsere heutige Beziehungslosigkeit."
ZEIT ONLINE

„Tao Lin wird von Kritikern als eine der wichtigsten, wenn nicht gar die Stimme seiner Generation gehandelt."
DIE LITERARISCHE WELT

„Bei der Gestaltung des existentiellen Hintergrunds, des Lebensgefühls, zeigt sich die Verwandtschaft Tao Lins mit Samuel Beckett.“
Carsten Hueck, ORF

„Tao Lin überspitzt kunstvoll die vermeintliche Relevanz des Faktischen.“
Mareike Ilsemann, WDR3

„Mit „Taipeh“ hat Tao Lin auf vernichtend klare Art eine neue Lost Generation erschaffen, verloren für das Leben jenseits des Netzes und der chemischen Bewusstseinsveränderungen.“
BADISCHE ZEITUNG
Portrait
Tao Lin, geboren 1983, ist der It-Boy der New Yorker Literaturszene und die Galionsfigur der »New Sincerity«-Bewegung. Der Autor von sieben Büchern studierte Journalismus an der New York University und unterrichtete Literatur am New Yorker Sarah Lawrence College. Seine Texte erschienen unter anderem in The Believer, New York Observer und Vice. ›Taipeh‹, Tao Lins dritter Roman, verhalf ihm in den USA zum endgültigen Durchbruch und war eines der meistdiskutierten amerikanischen Bücher 2013. Bei DuMont erschien bisher ›Gute Laune‹ (2009).
www.taolin.info
www.twitter.com/tao_lin
www.facebook.com/kmartrealism
Stephan Kleiner, geboren 1975, lebt als freier Lektor und Übersetzer in München. Zu den von ihm übersetzten Autoren zählen T. C. Boyle, Keith Gessen, Chad Harbach, Michel Houellebecq und Hanya Yanagihara.
… weiterlesen

Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 288
Erscheinungsdatum 13.08.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-9766-7
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 215/146/30 mm
Gewicht 468
Originaltitel Taipei
Auflage 1. Auflage
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Kundenbewertungen


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(…) but I love and hate “Taipei.”
von einer Kundin/einem Kunden am 30.11.2014

Taipeh handelt von Paul, einem sehr mediengewandten jungen Schriftsteller aus Brooklyn, und nachdem ich mich über den Schriftsteller Tao Lin, ein bisschen schlau gemacht habe, kann ich sagen, dass er Paul wahrscheinlich ein bisschen ähnelt. Oder ähnelt Paul, Tao Lin? Das lasse ich jetzt einfach mal so dahingestellt. Paul... Taipeh handelt von Paul, einem sehr mediengewandten jungen Schriftsteller aus Brooklyn, und nachdem ich mich über den Schriftsteller Tao Lin, ein bisschen schlau gemacht habe, kann ich sagen, dass er Paul wahrscheinlich ein bisschen ähnelt. Oder ähnelt Paul, Tao Lin? Das lasse ich jetzt einfach mal so dahingestellt. Paul hat eine neue Freundin und mit dieser verbringt er seine Zeit auf Partys, vor dem Macbook und meistens sind die beiden dabei high. Sie schlucken Medikamente und Drogen, wie andere Wasser trinken und so schweben sie eher passiv und leer durch die ganze Handlung. Tao Lin schein so etwas wie ein Günstling der hiesigen und auch der amerikanischen Literatur- und Medienszene zu sein, und so hochgefeiert wie er wird, konnte ich ja gar nicht anders, als sein erstes auf Deutsch erschienenes Werk zu lesen. Kritiker die diesem Werk nun Langeweile und fehlenden Inhalt vorwerfen, kann ich eigentlich nichts entgegenbringen. Ja es ist langweilig, weil der Text äußerst monoton ist, (=im Klappentext heißt es, er erzählt mit buddhistischer Ruhe und Konzentration und dieser Vergleich ist gar nicht so weit hergeholt, wie ich finde) und der Fokus eben nicht auf dem Inhalt liegt. Klassische Elemente fehlen, es gibt keinen nennenswerten Plot, keinen Spannungsbogen und die Figuren machen keine dramatische Entwicklung durch, aber gerade in dieser akzentlosen und unaufgeregten Erzählung liegt eine Schönheit zu Grunde, die man erst erfährt, wenn man jenen Text aufmerksam liest. Ein dermaßen großes und breites Spektrum an Ausdruck und Assoziationen ist mir bisher noch nicht untergekommen und die wirklich langen und intelligenten Sätze, lassen mein literarisches Herz höher schlagen. An dieser Stelle auch ein Chapeau an den Übersetzer. Die schnell wechselnden Gedanken Pauls, und die Wiederholungen sind hier omnipräsent. Ständig hatte ich das Gefühl mich in Pauls Kopf zu befinden und seine Gedanken selbst zu hören, und dass obwohl ich mich überhaupt nicht mit ihm identifizieren kann. Der Romancier hat es dennoch geschafft, mich in Pauls Leben hineinversetzen zu können. In der New York Times erschien von Dwight Garner eine Rezension über Taipeh von Tao Lin, die ich mit Vergnügen gelesen habe und in dieser resümierte er darüber, dass er dieses Kunstwerk zugleich liebt und hasst. Dem kann ich folglich nicht mehr viel hinzufügen, auch wenn er und ich uns damit ein bisschen aus der Affäre ziehen, Taipeh anständig zu bewerten.

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