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Tiere denken

Vom Recht der Tiere und den Grenzen des Menschen

(10)
Basierend auf dem 1997 erschienenen Titel „Noahs Erbe“ – von den Lesern lange erwartet.



Wie sollen wir mit Tieren umgehen? Wir lieben und wir hassen, wir verzärteln und wir essen sie. Doch ist unser Umgang mit Tieren richtig und moralisch vertretbar? Richard David Precht untersucht mit Scharfsinn, Witz und Kenntnisreichtum quer durch alle Disziplinen die Strukturen unserer Denkmodelle. Ist der Mensch nicht auch ein Tier – und was trennt ihn dann von anderen Tieren? Welche Konsequenzen hat das für uns? Precht schlägt einen grossen Bogen von der Evolution und Verhaltensforschung über Religion und Philosophie bis zur Rechtsprechung und zu unserem Verhalten im Alltag. Dürfen wir Tiere jagen und essen, sie in Käfige sperren und für Experimente benutzen? Am Ende dieses Streifzugs steht eine aufrüttelnde Bilanz. Ein Buch, das uns dazu anregt, Tiere neu zu denken und unser Verhalten zu ändern!




Rezension
"Fazit: eine gute und gut lesbare Übersicht mit einer erfrischend realistischen Perspektive." Philosophie Magazin
Portrait
Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg sowie Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Seit seinem sensationellen Erfolg mit »Wer bin ich – und wenn ja, wie viele?« waren alle seine Bücher zu philosophischen oder gesellschaftspolitischen Themen grosse Bestseller und wurden in mehr als vierzig Sprachen übersetzt. Seit 2012 moderiert er die Philosophiesendung »Precht« im ZDF.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 512
Erscheinungsdatum 17.10.2016
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-31441-6
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 221/150/43 mm
Gewicht 700
Abbildungen schwarz-weiss Illustrationen
Verkaufsrang 2.597
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 34.90
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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Für Menschen, die sich trauen, über den Tellerrand zu blicken
von einer Kundin/einem Kunden aus Landau am 27.11.2016

Richard David Precht legt mit "Tiere denken" ein weiteres Buch vor, das die LeserInnen dazu bewegt, eigene Grenzen zu erkennen und über den eigenen Tellerrand zu blicken. Das Buch eignet sich sowohl für Veganer als auch für LeserInnen, die bewusst Fleisch kaufen und essen. Die wissenschaftlichen Analysen des Autors... Richard David Precht legt mit "Tiere denken" ein weiteres Buch vor, das die LeserInnen dazu bewegt, eigene Grenzen zu erkennen und über den eigenen Tellerrand zu blicken. Das Buch eignet sich sowohl für Veganer als auch für LeserInnen, die bewusst Fleisch kaufen und essen. Die wissenschaftlichen Analysen des Autors sind fachkundig aufbereitet, und seine treffenden, klaren Interpretationen zeugen davon, dass es sich hier um einen Autor handelt, der höchst sensibel und empathisch auf ein gesellschaftliches Problem aufmerksam machen möchte, welches die meisten Menschen trotz hoher Aktualität immer noch gern beiseite schieben. Es ist ein Genuss, dieses Buch zu lesen und den eigenen Horizont so zu erweitern, dass man sich bei aller Überheblichkeit wundert, wie klein dieser doch ursprünglich ist/war.

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Für Menschen, die über ihren Schnitzelrand blicken möchten
von einer Kundin/einem Kunden am 21.04.2017

Der Mensch soll sich das Tier untertan machen. Aber wieso eigentlich? Und muss er das wirklich? In diesem philosophischen Werk erläutert Richard David Precht die Herkunft des Gedankens, der Mensch sei mehr wert als das Tier. Dieses Buch ist nicht nur für Vegetarier, sondern für alle denen das... Der Mensch soll sich das Tier untertan machen. Aber wieso eigentlich? Und muss er das wirklich? In diesem philosophischen Werk erläutert Richard David Precht die Herkunft des Gedankens, der Mensch sei mehr wert als das Tier. Dieses Buch ist nicht nur für Vegetarier, sondern für alle denen das Leben und vor allem das der Tiere am Herzen liegt. Denn das Tier ist nicht schon seit der Steinzeit "nur" Nahrungsmittel, diese Entwicklung ist modernen Ursprungs. Und das versucht er nun auch dem Nicht-Philosophen ein Stückchen näher zu bringen.

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Macht Tiere glücklich - werdet Veganer!
von einer Kundin/einem Kunden aus Kaiserslautern am 08.11.2016

Eigentlich wollte ich von Precht kein Buch mehr lesen: Zu viel "Aua" und zu wenig "Aha". Dann lag „Tiere denken“ auf meinem Geburtstagstisch. So wurde Lesen zur Pflicht – aber einmal mehr nicht zum Vergnügen: Wieder „prechtig“ viele Fehler und Provokationen! Ärgerlich die Fehler bei der Einordnung des Menschen in... Eigentlich wollte ich von Precht kein Buch mehr lesen: Zu viel "Aua" und zu wenig "Aha". Dann lag „Tiere denken“ auf meinem Geburtstagstisch. So wurde Lesen zur Pflicht – aber einmal mehr nicht zum Vergnügen: Wieder „prechtig“ viele Fehler und Provokationen! Ärgerlich die Fehler bei der Einordnung des Menschen in das System der Lebewesen: Die Überfamilie ist falsch geschrieben, die Familie der Hominidae fehlt und die Unterfamilie ist bei Precht gleich zweifach vorhanden (S. 47). Von Schlamperei zeugt, dass Precht das Gehirnvolumen in Gramm angibt (S. 69); und falsch ist die Aussage über die Abstammung der Kraken: Sie gehören zu den Tintenschnecken und stammen von den einschaligen Schnecken ab und nicht von den zweischaligen Muscheln (S. 61). Für diese Fehler darf er aber nicht seinen „schlechten Biologieunterricht“ verantwortlich machen, der ihm zudem seinen Traum zerstörte, Zoodirektor zu werden (S. 12). Prechts Beschreibung des Liebesspiels eines Kraken zeugt zwar von viel Phantasie, ist aber wegen der Verwendung von vielen Anthropomorphismen falsch: Da sind drei Penisse und drei Klitoris „im Spiel“, die von drei Herzen versorgt und von neun Gehirnen gesteuert werden. Dass Precht den Kraken deswegen bewundernd zum „vollendetsten Lebewesen der Natur“ erklärt, lässt tief blicken (S. 61). Der Biologe bewundert den Kraken wegen seines perfekten Linsenauges, das – im Gegensatz zu dem des Menschen – keinen „blinden Fleck“ aufweist. Im übrigen geht es Precht wie Faust: Nachdem Mephisto Faust den Kopf verdreht hat, sieht er „Helenen in jedem Weibe“. Bei Precht ist es ein „veganer Geist“, der ihn fortan einen mit Würde begabten Menschen in jedem Tier sehen lässt. Folgerichtig fordert er die Biologen auf, die Anthropologie in eine „Anthrozoologie“ umzuschreiben (S. 22). Den Juden, Christen und Muslimen empfiehlt er, sich von ihren Religionen abzuwenden, weil diese den Tieren die ihnen gebührende Würde verweigern. Und Jesus? Gab es den überhaupt? „Keine historische Quelle der Zeit erwähnt ihn auch nur am Rande“, schreibt Precht (S. 183). Ein befreundeter Theologe empfiehlt Precht, bei Tacitus und Sueton z. B. nachzuschlagen. Um die Würde des Tieres zu schützen, so Precht, müssen zudem alle Zoos und Zirkusse abgeschafft werden; Tierversuche, die Jägerei und die Massentierhaltung sowieso. Mit der aktuell praktizierten Massentierhaltung kann niemand zufrieden sein. An einem Mangel an Gesetzen, Richtlinien und Vorschriften liegt es nicht. Es bleiben zu viele Verstöße unentdeckt und unbestraft. Am besten ist es, so Precht, man verzichtet auf fleischliche Kost, wird Veganer und lebt dann auch gesünder (S. 302). Letzteres ist eine Mär! Dazu Folgendes: Precht hält sich, wie er schreibt, ein Kaninchen als Haustier. Es ist ein Pflanzenfresser und hat einen langen Darm. Meine Familie hielt sich einen Hund. Er ist wie die Katze ein Fleischfresser (Ordnung: „Carnivora“!) und hat einen kurzen Darm. Für uns Menschen ist die Mischkost die richtige Ernährung und nicht eine ausschließlich pflanzliche. Der für die Verdauung pflanzlicher Produkte ursprünglich vorhandene Darmteil ist zu einem rudimentären Organ, dem Wurmfortsatz, geschrumpft, und das unwiederbringlich. Ja, dann die „prechtig“ vielen Seiten! Muss ein Philosoph, um Anerkennung zu finden, möglichst viele Seiten füllen? In den Naturwissenschaften ist das „Sich-kurz-fassen“ eine Tugend! Noch ein Hinweis, gerichtet an die Veganer: Sie sollten bedenken, dass für ihr „täglich Brot“ zigtausend Lebewesen ihr Leben lassen müssen! Bei der Herstellung von Mehl werden die in den Getreidekörnern enthaltenen Embryonen samt ihrem Nährgewebe rigoros zerquetscht! Ihnen wird auf diese Weise die Chance genommen, durch Keimen jemals das Licht der Welt zu erblicken ...

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