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Totengebet

Kriminalroman

(21)
Ein Mord, eine geheimnisvolle junge Frau in Tel Aviv und Anwalt Joachim Vernau im Visier eines gnadenlosen Killers.
Berlin, 2015. Anwalt Vernau erwacht im Krankenhaus und kann sich an nichts mehr erinnern. Dafür ist er der Held von Berlin: In einer U-Bahnstation hat er mehrere Männer in die Flucht geschlagen, die einen älteren Herrn bedrängt haben. Aber wer ist die junge Frau mit dem Davidstern, die seitdem durch seine Erinnerung geistert? Und was hat sie mit den schrecklichen Morden zu tun, die sich wenig später ereignen? Als Vernau der schönen Unbekannten zu nahe kommt, wendet sich das Blatt: plötzlich steht er unter Mordverdacht. In letzter Sekunde kann er das Land verlassen, sein Ziel: Tel Aviv. In der brodelnden Metropole am Mittelmeer sucht er nach dem einzigen Menschen, der ihn entlasten kann – und wird hinabgezogen in den Strudel eines vergessenen Verbrechens, das sich vor über dreissig Jahren in einem Kibbuz in Israel ereignet hat ...
Rezension
"'Totengebet' ist der grosse Belastungstest einer Figur. Vor allem aber ein richtig guter Kriminalroman."
Portrait
Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz kein Kopierschutz (enthält ein Wasserzeichen) i
Seitenzahl 448, (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.02.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783641166502
Verlag Goldmann
Verkaufsrang 7.061
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
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Ein Sommer 1987 im Kibbuz und seine Folgen
von einer Kundin/einem Kunden am 10.03.2016

Der neue 5. Fall um den Berliner Rechtsanwalt Vernau ist heikel. So treffen deutsche und israelische Kulturen und Vergangenheit aufeinander. Elisabeth Herrmann hat auf ihren Reisen nach Israel viel über Land und Kultur erlebt und bringt diese Erfahrungen gekonnt in diesem Krimi zum Ausdruck. Vernau erwacht im Krankenhaus. Er... Der neue 5. Fall um den Berliner Rechtsanwalt Vernau ist heikel. So treffen deutsche und israelische Kulturen und Vergangenheit aufeinander. Elisabeth Herrmann hat auf ihren Reisen nach Israel viel über Land und Kultur erlebt und bringt diese Erfahrungen gekonnt in diesem Krimi zum Ausdruck. Vernau erwacht im Krankenhaus. Er leidet unter vollständiger Amnesie. Dafür ist er der Held von Berlin: Als in einer U-Bahnstation ein älterer Herr bedrängt wurde, bewies er Zivilcourage und es gelang ihm, die Täter in die Flucht zu schlagen. Ihn aber plagt nur ein einziger Gedanke: Wer ist diese junge Frau mit dem Davidstern, die ihm nicht aus dem Kopf geht? Er muss sie finden! Ob das gelingt, lesen Sie selbst. Dann passieren in seiner unmittelbaren Umgebung Morde. Vernau steht unter Mordverdacht. Hat die Unbekannte damit zu tun? Vernau bleibt nur eine Möglichkeit: die Flucht nach Tel Aviv. In der israelischen Stadt am Mittelmeer macht er sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Einer Vergangenheit des Jahres 1987, als er in einem Kibbuz names Jechida lebte. Verzweifelt sucht er nach dem einzigen Menschen, der ihn entlasten kann. Doch die längst vergessen geglaubten Verbrechen holen die Realität ein. Neugierig gemacht hat mich überraschenderweise bereits der Prolog: Die Geschichte beginnt im Oktober 1987 in Haifa. Am Bahnhof wartet ein schwangeres 17-jähriges Mädchen auf ihren deutschen Freund. Mit ihm will sie über Zypern nach Deutschland reisen. Doch er kommt nicht... . Mit einem Zeitsprung von 29 Jahren beginnt dann der eigentliche Krimi im Berlin des Jahres 2015. Gleich zu Beginn fragt man sich, was hat Vernau mit diesem Mädchen zu tun? Dies Geheimis und noch viele mehr werden dann nach und nach auf verschiedenen Ebenen gelöst. Der Autorin gelingt es der komplexen Story die nötige Spannung zu verleihen. Als Leser rätselt man eifrig mit, will wissen was denn nun damals im Kibbuz geschehen ist und wie alles mit den Morden von heute zusammenhängt. Spannend bis zur letzten Seite! Gern empfehle ich diese Fortsetzung mit dem sympatischen Vernau (verfilmt mit Jan Josef Liefers) weiter!

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Vernau: Freund der Toten - Top recherchiert, fesselnd und intelligent komplex
von Nisnis aus Dortmund am 28.03.2016

Anwalt Joachim Vernau wird in Berlin brutal überfallen. Als er im Krankenhaus erwacht, kann er sich nur noch an eine schöne junge Frau erinnern, die eine Kette mit einem Davidstern um den Hals trug. Bald darauf wird Vernau beschuldigt, den Juden Rudolph Scholl ermordet zu haben. Vernaus Recherchen führen... Anwalt Joachim Vernau wird in Berlin brutal überfallen. Als er im Krankenhaus erwacht, kann er sich nur noch an eine schöne junge Frau erinnern, die eine Kette mit einem Davidstern um den Hals trug. Bald darauf wird Vernau beschuldigt, den Juden Rudolph Scholl ermordet zu haben. Vernaus Recherchen führen ihn in die Metropole Tel-Avivs, um die einzige Zeugin zu finden, die ihn entlasten könnte. Er taucht in seine dreißig Jahre zurückliegende Vergangenheit ein, in der er als Saisonarbeiter in Israel in einem Kibbuz lebte und arbeitete. Die Spuren führen ihn zu einem längst vergessenen Verbrechen und er gerät so ins Visier eines gnadenlosen Killers. Das Cover: Das Cover finde ich sehr anmutig und schön und im Nachhinein erkenne ich schemenhaft einen Kibbuz, der im Nebel liegt. Der Bezug zur Handlung ist durch den Nebel gegeben, denn die Geschichte hält den Leser sehr lange in einem dichten und nebeligen Schleier aus Fragen nach dem Täter gefangen. Die Autorin: Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg an der Lahn geboren. Sie machte Abitur auf dem Frankfurter Abendgymnasium und arbeitete nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman "Das Kindermädchen" ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis 2012. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin. Reflektionen: Die Geschichte beginnt mit einer traurigen und verzweifelten Situation für die junge Rebecca am Bahnsteig von Haifa / Israel. Rebecca wartet auf ihren Liebsten mit dem sie ihre Zukunft außerhalb des Kibbuz teilen möchte. Sie ist das erste Mal in ihrem Leben allein. Sie wartet Stunden. Ihre verzweifelten Tränen fließen. Und ich bin zutiefst berührt. 30 Jahre später erwacht Anwalt Vernau in einem Krankenhaus, nach dem er auf brutale Weise überfallen worden war. Seine einzige Erinnerung ist die an eine junge hübsche Frau. Sie erinnert ihn an Rebecca, die damals in dem Kibbuz zuhause war, in dem er als Saisonarbeiter gearbeitet hat. Vernau taucht tief in seine Vergangenheit ein und als er zu spüren bekommt, dass man ihn verdächtigt den Juden Rudolph Scholl ermordet zu haben, macht er sich auf den Weg nach Israel, um Rachel zu finden, die ihn als Zeugin des Überfalls entlasten könnte. Elisabeths Herrmanns Sprache und Schreibstil mag ich wirklich sehr. Sie schreibt schnörkellos, auf den Punkt und sehr harmonisch. Umgangssprachliches in ihrem Stil zu verwenden liegt ihr fern und dass schätze ich. Ihre genauen Recherchen in Israel, die ich zumindest teilweise vor Erscheinen dieses Kriminalromans auf Elisabeth Herrmanns Facebook Seite mitverfolgen konnte, fließen harmonisch und interessant in die Handlung ein, ohne sie zu überladen. Während ich die Geschichte spannend und fesselnd erzählt bekomme, lese ich interessiert über Historisches und fühle mich an geschichtliche Schauplätze versetzt. Am Ende des Buchs steht dem Leser ein Glossar zur Verfügung, in dem man jüdische- und israelische Wörter nachlesen kann. Das finde ich recht interessant und angenehm. Dieser Kriminalroman besitzt eine gleichmäßige Grundspannung. Spannungshöhepunkte entdeckte ich nicht so gewohnt zahlreich, wie in vorherigen Romanen der Autorin. In manchen Kapiteln empfand ich einige Längen, die mich aber nicht besonders störten. Mir fehlte wohl aber etwas mehr Tempo. In Totengebet entspringt die Spannung nicht durch das Verbrechen selbst, sondern durch die Handlungen und Geheimnisse der Figuren aus der weit zurückliegenden Vergangenheit. Erst am Ende des Buchs ist die Handlung so schlüssig, dass sie keine offenen Fragen zurück lässt. Letzte Wendungen überraschten mich, denn mehrere Figuren besaßen ein Motiv für das vergangene Verbrechen. Die Erzählstränge, hauptsächlich sind es Vernaus Erinnerungen, wechseln maßvoll von der Gegenwart in die Vergangenheit. Als Leser kann man die Perspektiven gut nachvollziehen und sie bereichern die authentische Handlung. In diesem Kriminalroman erhält die Figur Joachim Vernau eine weitere Perspektive. Ich genoss es in seine Vergangenheit einzutauchen, die von einer sehr sensiblen Seite Vernaus erzählt. Der feinfühligen Darstellung dieses Charakters setzte Elisabeth Herrmann Vernaus empfundene Wut und Verzweiflung herausragend entgegen, als er des Mordes beschuldigt wird. Als Leser weiß man natürlich dass er unschuldig ist und doch empfindet man Wut, wenn diese Figur zu Unrecht beschuldigt wird. Alle Protagonisten haben in diesem Roman ein eigenes Leben und eine eigene Sicht auf die Dinge der Vergangenheit. Fast jeder hat ein Motiv, das Verbrechen begangen zu haben und jeder hütet ein Geheimnis. Die vier Freunde, die damals in dem Kibbuz zusammen lebten und arbeiteten, sind sehr unterschiedliche Wege in die Zukunft gegangen. Meine Erwartungshaltung war recht hoch angesetzt und Totengebet wurde ihrer gerecht, wenn auch etwas anders als gewohnt. Es gab zwar ein paar Längen, die ich jedoch geduldig akzeptieren konnte. Mein Fazit: Totengebet ist ein fesselnder und komplexer Kriminalroman, mit einem maßvollem Hauch an Historie, der mich sehr interessiert hat lesen und genießen lassen. Im Vergleich zu Elisabeth Herrmanns vorherigen Romanen, ist hier das Tempo ab und zu etwas gedrosselt. Ich habe diesen Kriminalroman jedoch in vollen Zügen genossen und empfehle ihn denjenigen, die eine unblutige und komplexe Handlung lieben.

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spannender Einblick in die deutsch israelischen Verbindungen
von einer Kundin/einem Kunden am 26.07.2016
Bewertet: Einband: Klappenbroschur

Ein deutscher, leicht chaotischer,Anwalt auf den Spuren der Vergangenheit in Israel. Vieles hat sich verändert, aber die Spuren der 80er sind immer noch da. Persönliche Verstrickungen und auch späte Erklärungen . Sehr gut zu lesen und wieder mal grandios recherchiert.

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