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Ulysses

Hörspiel. Ausgezeichnet mit dem Deutsche Hörbuchpreis 2013 als Bestes Hörbuch

(10)
Der unerhörteste Text der literarischen Moderne wird erstmals zum erlebbaren Hörereignis. Eine "spaßhaft-geschwätzige, allumfassende Chronik mit vielfältigstem Material", so charakterisierte ihn James Joyce. Als "obszön, unzüchtig, lasziv, nichtswürdig, anstößig und widerlich" verdammte ihn die New Yorker Gesellschaft zur Unterdrückung des Lasters 1920. Heute sind sich alle einig: Der Ulysses ist ein Klassiker, hochgelobt, sagenumwoben, akribisch dechiffriert - und ungelesen. Der 16. Juni 1904, der Tag an dem der Annoncenverkäufer Leopold Bloom seine Odyssee durch Redaktion, Friedhof, Pub, Bordell und viele weitere denkwürdige Orte Dublins antritt, ist der berühmteste Tag der Literaturgeschichte. Bearbeiter und Regisseur Klaus Buhlert verwandelt den unerhörtesten Text der literarischen Moderne in ein Hörereignis, das Rhythmus, Musik, Vielschichtigkeit und Humor von James Joyces Meisterwerk nun für viele erstmals hör- und verstehbar macht.

Die Luxusausgabe mit umfangreichem Booklet (23 CDs, Laufzeit: über 21 Stunden).
Portrait

James Joyce (1882 - 1941) gilt als einer der einflussreichsten Vertreter der literarischen Moderne in Europa. Wenige Autoren haben stärker auf das 20. Jahrhundert eingewirkt als der revolutionäre irische Sprachmagier. Besonders sein Erfindungsreichtum fasziniert: Wie kein Zweiter beherrschte Joyce das Spiel der Wortschöpfungen und poetischen Lautmalereien.

Corinna Harfouch, geboren 1954 in Thüringen, war einer der ganz großen Film- und Theater-Stars in der DDR. Nach der Wende galt ihr Ruhm im Westen zunächst: nichts. Innerhalb weniger Jahre machte sie jedoch Furore am Theater unter der Regie von Frank Castorf und in mehreren preisgekrönten Fernsehfilmen. Ihren Durchbruch als Kinodarstellerin hatte sie in dem Psychothriller "Solo für Klarinette", zuletzt sorgte ihre Darstellung von Magda Goebbels in "Der Untergang" für großes Aufsehen. Heute zählt Corinna Harfouch zu den ganz großen Film- und Theater-Stars in Deutschland.

Dietmar Bär, geboren 1961, ist ein bekannter Theater- und Filmschauspieler. Er hat seit 1997 als Kölner "Tatort"-Kommissar in über 30 Fällen ermittelt und wurde 2000 mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2012 erhielt er die Goldene Kamera als bester Deutscher Schauspieler. Dietmar Bär leiht seine Stimme nicht nur vielen Titeln von Håkan Nesser, sondern hat für den Hörverlag z. B. auch "Agent 6" von Tom Rob Smith gelesen.

Josef Bierbichler, geboren 1948, war schon auf zahlreichen deutschen Bühnen zu sehen. Die Zeitschrift "Theater heute" hat ihn dreimal zum Schauspieler des Jahres gewählt. Berühmt wurde Bierbichler nicht zuletzt durch sein Mitwirken in den Heimatfilmen von Herbert Achternbusch. Im Hörverlag ist er auch in der Hörspielversion von Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften. Remix" und in "Gilgamesh" von Raoul Schrott zu hören.

Eva Gosciejewicz, geboren 1967, studierte nach einer Ausbildung zur Modedesignerin Schauspielkunst in Wien. Nach Rollen am Münchner Residenztheater und an den Städtischen Bühnen Frankfurt war sie von 2001 bis 2007 am Bayerischen Staatsschauspiel engagiert. Seit der Saison 2007/08 ist Eva Gosciejewicz festes Ensemblemitglied beim Theater Bremen.

Jens Harzer, geboren 1972, wurde 2011 zum zweiten Mal von "Theater heute" zum Schauspieler des Jahres gewählt. Den Titel erhielt er unter anderem für seine Darstellung des Marquis Posa in Jette Steckels Inszenierung von "Don Carlos". Harzer ist vor allem auf Bühnen in Hamburg, München und Salzburg zu sehen. Seit der Spielzeit 2009/10 ist er festes Ensemblemitglied des Hamburger Thalia Theaters.

Birgit Minichmayr, geboren 1977, war lange am Wiener Burgtheater und spielt nun am Residenztheater in München. Die preisgekrönte Schauspielerin ist aber auch in der Filmwelt zuhause: Sie hatte Rollen in der Bestseller-Adaption "Das Parfüm" sowie in "Kirschblüten Hanami" von Doris Dörrie. 2009 wurde Minichmayr der Darstellerpreis der Berlinale für ihren Part in Maren Ades "Alle Anderen" verliehen.

Manfred Zapatka, geboren 1942 in Bremen, studierte an der Westfälischen Schauspielschule in Bochum. Nach ersten Engagements in Freiburg und Essen kam er 1972 an das Staatstheater Stuttgart unter der Intendanz von Claus Peymann. Über zwanzig Jahre war er an den Münchner Kammerspielen engagiert und spielte u. a. in Goethes "Clavigo" und "Torquato Tasso", Büchners "Dantons Tod" oder Shakespeares "Der Sturm". Seit den achtziger Jahren ist Zapatka auch im Fernsehen präsent. Herausragend war seine Darstellung des Altkanzlers Helmut Schmidt in Heinrich Breloers mehrfach ausgezeichnetem Doku-Drama "Todesspiel" (1997). Mit "Lola blau" von Georg Kreisler lieferte Zapatka 2003 sein Debüt als Theaterregisseur. Manfred Zapatka wirkte in zahlreichen Hörspielen mit, darunter Hermann Hesses "Der Steppenwolf", in Robert Musils "Der Mann ohne Eigenschaften. Remix", Frank Schätzings "Der Schwarm" sowie "Ulysses" von James Joyce. Für seine Lesung der "Ilias" wurde er 2009 mit dem deutschen Hörbuchpreis als bester Interpret ausgezeichnet.

Außerdem wirken mit: Anatol Aljinovic, Hendrik Arnst, Rufus Beck, Bibiana Beglau, Margit Bendokat, Klaus Buhlert, Leo Burkhardt, Alberto Fortuzzi, Judith Hofmann, Lyonel Hollaender, Jürgen Holtz, Franz Jährling, Wolfram Koch, Peter Kurth, Michael Lucke, Jacqueline Macaulay, Felix von Manteuffel, Hans-Werner Meyer, Mira Partecke, Milan Peschel, Maximilian von Pufendorf, Lars Rudolph, Mandy Rudski, Natali Seelig, Michel Stieblich, Ernst Stötzner, Anna Thalbach, Thomas Thieme, Graham Valentine, Stefan Wilkening, Werner Wölbern.

Zitat
"Und jedes der achtzehn Kapitel singt [...] anderts und riecht anders und knarzt anders."
… weiterlesen
Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Manfred Zapatka, Dietmar Bär, Corinna Harfouch, Jens Harzer, Thomas Thieme
Anzahl 23
Erscheinungsdatum 29.06.2012
Sprache Deutsch
EAN 9783867178464
Verlag DHV Der Hoerverlag
Spieldauer 1290 Minuten
Hörbuch (CD)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
10 Bewertungen
Übersicht
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Und wann fahren Sie nach Dublin?
von Odilie Pressberger aus Regensburg (Donau EKZ) am 11.06.2013

Falls Sie die kommentierte Romanausgabe aus dem Suhrkamp Verlag bereits besitzen, haben Sie mit diesem Hörbuch die perfekte Ergänzung dazu gefunden. Beides zusammen öffnet diesen Text auf so einleuchtende und großartige Art und Weise, daß ich sicherlich nie mehr den Satz hören werde:"Wie? Joyce? Ulysses? Der ist doch... Falls Sie die kommentierte Romanausgabe aus dem Suhrkamp Verlag bereits besitzen, haben Sie mit diesem Hörbuch die perfekte Ergänzung dazu gefunden. Beides zusammen öffnet diesen Text auf so einleuchtende und großartige Art und Weise, daß ich sicherlich nie mehr den Satz hören werde:"Wie? Joyce? Ulysses? Der ist doch so schwierig zu lesen!" Sondern nur noch:"Das waren jetzt aber richtig tolle Hör- und Lese-Wochen!! Und jetzt fahre ich nach Dublin!"

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Ja! Ja, ich will!
von Martin Gaiser aus Ulm am 16.06.2012

Klar, man spricht andauernd von Sensationen und Büchern, Filmen etc., die so unglaublich und überraschend sind, dass man meinen könnte, die alltägliche Welt böte nichts anderes mehr als solche Wunderdinge. Doch handelt es sich dabei ja meist um massenkompatible Superkracher. Hier nun liegt der Fall anders, es wurde nämlich... Klar, man spricht andauernd von Sensationen und Büchern, Filmen etc., die so unglaublich und überraschend sind, dass man meinen könnte, die alltägliche Welt böte nichts anderes mehr als solche Wunderdinge. Doch handelt es sich dabei ja meist um massenkompatible Superkracher. Hier nun liegt der Fall anders, es wurde nämlich versucht, quasi das Unmögliche möglich zu machen: einen sehr komplexen Text für ein größeres Publikum zugänglich zu machen. Und Klaus Buhlert und seiner großartigen Truppe um Manfred Zapatka, Dietmar Bär, Corinna Harfouch und Jens Harzer ist das bei Gott bravourös gelungen! Darauf ein Guinness - slainté!!!

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Der Ulysses
von Zitronenblau am 08.06.2009
Bewertet: gebundene Ausgabe

Was für ein Buch! Entstanden zwischen 1914 und 1921 gilt dieser Roman wahrscheinlich als der schwierigste jemals geschriebene. Es ist Bloomsday und der Protagonist Leopold Bloom durchstreift - vorbildlich an den Odysseus des homerischen Epos orientiert - Dublin an einem Tag vom Morgen bis in die Nacht. Hierbei werden... Was für ein Buch! Entstanden zwischen 1914 und 1921 gilt dieser Roman wahrscheinlich als der schwierigste jemals geschriebene. Es ist Bloomsday und der Protagonist Leopold Bloom durchstreift - vorbildlich an den Odysseus des homerischen Epos orientiert - Dublin an einem Tag vom Morgen bis in die Nacht. Hierbei werden zu verschiedener Zeit an verschiedenen Orten vor allem verschiedenen Themen bearbeitet. Joyce nutzt zum einen den Dialog, besonders aber den konsequenten inneren Monolog, was den Eindruck beim Lesenden vermittelt, man betrachte die Stadt durch die reinen Gedankenströme der jeweiligen Personen. Natürlich hat Joyce sich hier auch unsterblich gemacht, allein im Musik-Kapitel "Sirenen" werden wohl 150 Anspielungen auf musikalische Werke gemacht. Das Buch ist zweifelsfrei ein Meisterwerk, welches womöglich unbestürmbar bleibt - daher sollte man dieses Buch langsam lesen und vor allem versuchen, es zu genießen, denn es ist weder einfach noch für Jedermann...

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