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Unheimliche Geschichten

(20)

Zum Sterben schön - der Poe für das 21. Jahrhundert


Poes Werk war von Anfang an eine Provokation, das Modische, Unoriginäre war ihm verhasst. Das puritanische Amerika strafte ihn dafür mit übler Nachrede und Vergessen. Erst in Frankreich fand er posthum geistiges Exil, als niemand geringeres als Baudelaire ihn in den Rang setzte, der ihm gebührt, seine Werke in fünf Bänden übersetzte und kommentierte. Mit ebendieser Poe-Ausgabe von Charles Baudelaire beginnt die literarische Moderne. Andreas Nohl überträgt sie ins Deutsche und zeigt Poe, den grossen Pionier, im Zeitalter von Copy & Paste und Epigonen auf der Höhe seiner Kunst.

Der vorliegende erste Band trägt den Titel Unheimliche Geschichten: Poes unvergleichliche Erzählungen – von den Detektivgeschichten wie »Doppelmord in der Rue Morgue« über »Der Gold-Skarabäus« bis hin zu den Grotesken und den visionären Traumbildnissen wie »Ein Sturz in den Malstrøm« – bezeichnen bis heute die Höhepunkte ihrer Gattung, wenn sie sie nicht überhaupt erst begründet haben. Poe steht keineswegs in der Tradition der gothic tales, die von der Romantisierung der Angst leben – denn er hat das Gegenteil getan: Er hat der Angst alles Schauerlich- Beschauliche genommen und ihre zuckenden Herzmuskeln blossgelegt. „Wenn jeder, der seine Einfälle Poe verdankt“, so Arthur Conan Doyle, „den zehnten Teil seiner Einnahmen opfern müsste, könnte diesem ein Denkmal errichtet werden, das grösser ist als die Pyramiden…“

Enthalten sind: ›Der Doppelmord in der Rue Morgue‹, ›Der entwendete Brief‹, ›Der Gold-Skarabäus‹, ›Ente einer Ballonfahrt‹, ›Das beispiellose Abenteuer eines gewissen Hans Pfaall‹, ›»Manuskript in Flasche gefunden«‹, ›Ein Sturz in den Malstrøm‹, ›Die Fakten im Fall von M. Valdemar‹, ›Mesmerische Offenbarung‹, ›Eine Geschichte aus den Ragged Mountains‹, ›Morella‹, ›Ligeia‹ und ›Metzengerstein‹

Texte von Charles Baudelaire über Edgar Allan Poe und seine Erzählungen vervollständigen den Band.

Bibliophile Ausstattung: Transparenter Schutzumschlag, farbige Zwischenblätter, Lesebändchen. So wird diese Poe-Ausgabe zum Sterben schön.

Rezension
»Kongeniale deutsche Übersetzung von Andreas Nohl.«
Moments (Oberösterreich) Februar 2017
Portrait

Edgar Allan Poe, geboren 1809 in Boston als Sohn von Schauspielern, gilt als eigenwilligste und faszinierendste Dichterpersönlichkeit im Amerika des 19. Jahrhunderts. Sein kurzes, aber bewegtes Leben, das 1849 in Baltimore unter geheimnisvollen Umständen ein Ende fand, wurde schon bald zur Legende.

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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Herausgeber Charles Baudelaire
Kopierschutz Ja
Seitenzahl 424 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 07.04.2017
Sprache Deutsch
EAN 9783423432153
Verlag Dtv
Dateigröße 825 KB
Übersetzer Andreas Nohl
eBook
Fr. 28.90
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
20 Bewertungen
Übersicht
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Düster und perfekt
von einer Kundin/einem Kunden am 03.07.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Lacombes Stil ist unverwechselbar, er hat aber schon sehr unterschiedliche Genres illustriert. Die schauerlichen Geschichten von Poe rückt er mit seinen Bildern jedoch in's perfekte (düstere) Licht!

von einer Kundin/einem Kunden am 05.04.2018
Bewertet: anderes Format

Lacombe ist ein enorm talentierter Illustrator, wunderschön, wie er Poes Werke mit seinen Bildern untermalt! Ein hinreißendes Buch für jeden, der sich gerne ein bisschen gruselt.

Die moderne Literatur beginnt hier!
von einer Kundin/einem Kunden am 23.05.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Als Edgar Allan Poe Mitte des 19. Jahrhunderts seine ersten Erzählungen im puritanischen Amerika veröffentlichte, war ihm kein großer Erfolg beschieden. Er wurde gehasst, verleumdet und bestenfalls ignoriert. In Europa sah es besser aus, vor allem als sich ein Schriftsteller mit ähnlichem Ego seines Werkes annahm: Charles Baudelaire! Manisch,... Als Edgar Allan Poe Mitte des 19. Jahrhunderts seine ersten Erzählungen im puritanischen Amerika veröffentlichte, war ihm kein großer Erfolg beschieden. Er wurde gehasst, verleumdet und bestenfalls ignoriert. In Europa sah es besser aus, vor allem als sich ein Schriftsteller mit ähnlichem Ego seines Werkes annahm: Charles Baudelaire! Manisch, dem Alkohol mehr als nicht abhold, ein Riese des Wortes und der Dichtung, der einen gleichen Geist sofort erkannte - und der Poes Werke in 5 Bänden übersetzte, kommentierte und veröffentlichte. Der dtv-Verlag hat jetzt den ersten Band der Poe / Baudelaire-Ausgabe neu übersetzen lassen ( meisterlich von Andreas Nohl ), und mit jeder Seite beim lesen erkennt man das ganze Genie Poes! "Der Mord in der Rue Morgue" oder "Der entwendete Brief" erstrahlen hell in neuem Glanz - und man begreift: Die moderne Literatur beginnt hier!