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Versorgt und vergessen

Ehemalige Verdingkinder erzählen

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In diesem Buch sprechen vierzig Zeitzeuginnen und Zeitzeugen über ihr Schicksal als Verding- und Pflegekinder. Sie sind das Sprachrohr für Hunderttausende von Leidensgenossen, die über Jahrhunderte als billige Arbeitskräfte ausgebeutet, geschlagen und nicht selten sexuell missbraucht wurden.Ein wichtiger Beitrag für die längst fällige Aufarbeitung eines dunklen Kapitels der Schweizer Sozialgeschichte.

Im 19. und 20. Jahrhundert wurden in der Schweiz Hunderttausende Kinder fremdplatziert, viele davon ´verdingt´. Das heisst, sie mussten bereits im Kindesalter für ihren Lebensunterhalt arbeiten.
Im Rahmen des Forschungsprojektes ´Verdingkinder, Schwabengänger, Spazzacamini und andere Formen der Fremdplatzierung und Kinderarbeit in der Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert´ wurden in den letzten vier Jahren zahlreiche Gespräche mit ehemaligen Verdingkindern geführt. Der Erinnerungszeitraum erstreckt sich von ca. 1900 bis 1970. Die Gespräche widerspiegeln beinahe ein Jahrhundert schweizerischer Sozialgeschichte aus der Perspektive einer mehrheitlich armen Gesellschaftsschicht. Die Kurzporträts illustrieren auch die ärmlichen Lebensbedingungen, in denen viele Schweizerinnen und Schweizer noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein lebten.
In diesem Buch sind vierzig Lebensgeschichten ehemaliger Verdingkinder versammelt. Sie werden ergänzt durch Texte zu den Themenblöcken: Historische Erinnerungsforschung, Armut, Gesetzliche Entwicklung, Fremdplatzierung und ihre Gründe, Schule, Widerstand – Flucht – Glück, Entwurzelung – Isolation – Schweigen, Diskriminierung, Gewalt und ihre Folgen.
Das Buch ist ein wichtiger Beitrag für die längst fällige Aufarbeitung eines dunklen Kapitels der Schweizer Sozialgeschichte.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Herausgeber Marco Leuenberger, Loretta Seglias
Seitenzahl 319
Erscheinungsdatum 15.10.2008
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-85869-382-2
Verlag Rotpunktverlag
Maße (L/B/H) 20,3/13,9/2,5 cm
Gewicht 407 g
Abbildungen 30 schwarz-weiße Fotos
Auflage 1. Auflage 15.10.2008
Fotografen Paul Senn
Verkaufsrang 5.735
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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vergessene Geschichte
von Petra Kaiser am 27.05.2013

Die Geschichten erschüttern, keine Frage. Noch mehr erschüttern mich die sozialen Zustände ganz generell. Bei Verdingkindern kam es offen zum Vorschein, wenigstens heute. Die anderen "normalen" Mittelschicht- Familien, welche mit vielen Kindern an der Armutsgrenze lebten, werden heute so oft als die gute alte Zeit vorgehalten. Das Buch sollte... Die Geschichten erschüttern, keine Frage. Noch mehr erschüttern mich die sozialen Zustände ganz generell. Bei Verdingkindern kam es offen zum Vorschein, wenigstens heute. Die anderen "normalen" Mittelschicht- Familien, welche mit vielen Kindern an der Armutsgrenze lebten, werden heute so oft als die gute alte Zeit vorgehalten. Das Buch sollte Pflicht sein, für jeden, der heute in einer Abstimmung sich gegen Projekte und Unterstützungen für Familien ausspricht.

Erschüttert ...
von einer Kundin/einem Kunden aus Bern am 01.05.2009

... lese ich eine Lebensgeschichte nach der anderen und bin zunehmend entsetzt über den ungeheuren Machtmissbrauch der Behörden, darüber, was Schweizer anderen Schweizern angetan haben, wie Frustrationen an den Schwächsten ausgelassen wurden; und als Stadtbewohnerin frage ich mich ernsthaft, ob solche Zustände auf dem Land vereinzelt noch vorliegen, wo... ... lese ich eine Lebensgeschichte nach der anderen und bin zunehmend entsetzt über den ungeheuren Machtmissbrauch der Behörden, darüber, was Schweizer anderen Schweizern angetan haben, wie Frustrationen an den Schwächsten ausgelassen wurden; und als Stadtbewohnerin frage ich mich ernsthaft, ob solche Zustände auf dem Land vereinzelt noch vorliegen, wo doch Einfluss alle zum Schweigen bringen kann; ich kann nur meine Hochachtung für die Überlebenden zum Ausdruck bringen, die den Mut aufgebracht haben, ihre Geschichte zu erzählen und sich auf diesem Wege eine Stimme verschafft haben. Ich hoffe, dass dieser abscheuliche Teil der neueren Schweizer Geschichte auch auf dem Lehrplan der Schulen auftaucht, wenn das noch nicht der Fall sein sollte.