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Warschauer Verstrickungen

Teodor Szacki ermittelt

Teodor-Szacki-Reihe 1

(5)
Weil einem Mann ein Bratspiess durchs Auge ins Hirn getrieben wurde, muss Staatsanwalt Szacki – gross, schlank, eisgraue Haare, nicht uneitel – den heiligen Sonntag opfern und die Ermittlungen aufnehmen. Der Tote war Teil einer Therapiegruppe, und, da sind sich alle einig, der unglücklichste Mensch auf dieser an Unglücklichen nicht armen Welt. Der Mörder wird wohl trotzdem nicht gerade ein Wohltäter sein. Zur Lösung des Falls muss sich Szacki durch ein Dickicht aus Korruption und politischen Verstrickungen kämpfen. Und sein Engagement stösst nicht gerade auf Gegenliebe…
Rezension
"Doch es ist Miloszewski trotzdem ein spannender Roman gelungen, der, wie von ihm beabsichtigt, nicht nur unterhält, sondern auch von einer Gesellschaft und ihren vielen historischen, politischen und mentalen Verstrickungen erzählt.", Deutschlandfunk "Büchermarkt", Marta Kijowska, 17.02.2016
Portrait
Zygmunt Miloszewski, geboren 1976 und früher Journalist bei Newsweek Polen, gehört in die erste Reihe der osteuropäischen Autoren, die gerade die internationale Krimiszene aufmischen.
Friedrich Griese, geboren 1940, lebt in Michelstadt im Odenwald . Vor allem mit Sachbüchern aus dem Polnischen, Französischen und Italienischen hat er sich einen Namen gemacht.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 448
Erscheinungsdatum 13.07.2015
Serie Teodor-Szacki-Reihe 1
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8333-1010-2
Verlag Berliner Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 189/121/37 mm
Gewicht 408
Originaltitel Uwiklanie
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Kundenbewertungen


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Ein interessanter Krimi aus Warschau
von Silke Schröder aus Hannover am 19.07.2015

In Polen übernehmen die Staatsanwälte die Ermittlungen, die Kriminalpolizei hat, anders als in Deutschland, nur eine untergeordnete Rolle bei der Aufklärung eines Verbrechens. Und so spielt der Warschauer Staatsanwalt Teodor Szacki die entscheidende Rolle bei den Ermittlungen im Mordfall Henryk Telak. Zygmunt Miloszewski gibt in seinem 2007 erschienen Krimi... In Polen übernehmen die Staatsanwälte die Ermittlungen, die Kriminalpolizei hat, anders als in Deutschland, nur eine untergeordnete Rolle bei der Aufklärung eines Verbrechens. Und so spielt der Warschauer Staatsanwalt Teodor Szacki die entscheidende Rolle bei den Ermittlungen im Mordfall Henryk Telak. Zygmunt Miloszewski gibt in seinem 2007 erschienen Krimi interessante Einblicke in das alltägliche Leben in der polnischen Hauptstadt Warschau und in die Arbeit der dortigen Staatsanwaltschaft, die viel mit Korruption zu kämpfen hat - in der Gesellschaft wie in den eigenen Reihen. Seinen Held, den Staatsanwaltschaft Teodor Szacki, stellt er als echten Macho dar, der beharrlich an seinem Fall arbeitet und sich ebenso beharrlich um eine Freundin bemüht, da seine Frau ihm nicht mehr so attraktiv erscheint. Zwar haben die Ermittlungen um die therapeutischen Familienaufstellungen einige Längen, doch gelingt dem polnischen Autor Zygmunt Miloszewski mit “Warschauer Verstrickungen” trotzdem ein interessanter Krimi mit spannenden Einblicken in die polnische Gesellschaft.

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Spannend!!
von Doris O. am 12.08.2015

Der Autor erhielt für dieses Buch die höchste polnische Auszeichnung für Krimiliteratur. Zum Inhalt: In einem Kloster in Warschau wird ein Teilnehmer tot gefunden. Der Mörder kann nur einer der dort gewesenen Patienten gewesen sein, da das Gebäude nur für diese „Gruppentherapie“ vorgesehen war. Sehr spannend und gut konstruierter... Der Autor erhielt für dieses Buch die höchste polnische Auszeichnung für Krimiliteratur. Zum Inhalt: In einem Kloster in Warschau wird ein Teilnehmer tot gefunden. Der Mörder kann nur einer der dort gewesenen Patienten gewesen sein, da das Gebäude nur für diese „Gruppentherapie“ vorgesehen war. Sehr spannend und gut konstruierter Krimi.

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Theodor Szacki ermittelt
von Anneja aus Halle am 15.06.2017

Mein erster polnischer Krimi und ich bin mehr als überrascht, denn in Polen scheint so einiges anders zu sein als bei uns. Was wir als, fast schon normal, in Krimis bezeichnen würden, gibt es in unserem Nachbarstaat nicht. Sich da rein zu finden erfordert dabei sehr viel Aufmerksamkeit, denn... Mein erster polnischer Krimi und ich bin mehr als überrascht, denn in Polen scheint so einiges anders zu sein als bei uns. Was wir als, fast schon normal, in Krimis bezeichnen würden, gibt es in unserem Nachbarstaat nicht. Sich da rein zu finden erfordert dabei sehr viel Aufmerksamkeit, denn nicht nur die Gepflogenheiten sind gewöhnungsbedürftig sondern auch die Namen, welche für Laien teils unaussprechlich sind. Gelesen wurde er trotzdem und war am Ende doch recht gut. Während eines Therapie-Wochenendes wird ein Mann ermordet aufgefunden. Ein Bratspieß wurde ihm direkt ins Auge gerammt. Theodor Szacki, ein Staatsanwalt ,ermittelt. Dabei lernen wir nicht nur etwas über die polnische Kultur sondern auch über eine Therapie kennen, welche sich Familienaufstellung nennt. Die Suche nach dem Täter beginnt und führt Szacki nicht nur zu den Therapieteilnehmern sondern auch in das Netz des polnischen Geheimdienstes. Eine Geschichte voller Emotionen beginnt, in der man niemals weiß wer sein gegenüber wirklich ist. Die Geschichte spielt im Jahr 2005 und wir erhalten immer zu Kapitelbeginn, Informationen zum aktuellen Tag. Dies sind die aktuellen Geschehnisse in der Welt, der polnischen Regierung und die derzeitigen Wetterverhältnisse. Wer nicht mit der polnischen Kultur aufgewachsen ist oder sich für jene nicht direkt interessiert, wird allerdings leichte Probleme haben, den Verlauf dieser Neuigkeiten zu verstehen. Ich kenne eigentlich nur Kriminalromane in denen die Polizei die Hauptermittlungen durchführt. In Polen übernehmen dies anscheinend die Staatsanwälte, was erst einmal sehr verwirrt. Dazu kommt das Theodor Szacki, ein für mich sehr schwieriger und nicht immer sympatischer Charakter war. Zum einen wirkt er stark, zum anderen einfach nur schwach. Gespräche mit Verdächtigen oder Zeugen, sind für ihn kein Problem, mit seiner Frau zu reden ein Ding des Unmöglichen, dabei ärgert er sich in einem Atemzug über sämtliche Angewohnheiten von ihr. An sich scheint er aber ein sehr emotionaler Mensch zu sein, der über seine Handlungsschritte gut nachdenkt, eine der wenigen Eigenschaften die mir an ihm gefiel. Grundsätzlich gibt es keinen Charakter im Buch der auch nur ansatzweise glücklich ist. Jeder ist unzufrieden, rachlüstig oder überfordert. Dies macht das Buch nicht gerade spannender sondern zog es ehr in die Länge. Ich muss leider zu geben, das ich nach einer gewissen Seitenzahl, die Namen nur noch überflog, da es teilweise unmöglich war jene zu lesen oder gar auszusprechen. Dies machte es dann auch schwierig der Geschichte zu folgen, da einen Namen genannt werde, die man auch nach 200 gelesenen Seiten nicht zu ordnen konnte. Der Schreibstil war sehr angenehm und machte Spaß zu lesen. Leider fehlte es dem Buch hin und wieder an Spannung, was ich den vielen Nebengeschichten zusprechen würde. Der Fall bricht immer aus dem rotem Faden aus und verwirrt dadurch meist. Die Nebengeschichten waren einfach zu massig. Egal ob die Therapie, sein Familienleben + Probleme oder der polnische Geheimdienst, etwas weniger hätte dem Buch gut getan, so wirkte es überfüllt. Etwas, was mich zudem sehr irritierte, war der Umgang mit der Währung Zloty. Im Buch erfährt man immer wieder das Szacki und seine Frau zwar Staatsbedienstete sind, aber dafür nicht gerade gut bezahlt werden. Immer wieder liest man das nicht genug Geld übrig bleibt um mal Essen zu gehen oder ähnliches. Immer wieder fragte ich mich dann wie der Protagonist einen Einkaufskorb mit 2 Zloty Inhalt einfach stehen lassen konnte oder einer Fremden einfach mal 10 Zloty gibt. Ich kenne mich mit der Währung nicht aus und entnahm die Informationen, die das Buch mir gab, wunderte mich aber doch. An sich war das Buch interessant, da es einfach mal anders war, als das was ich bisher kannte. Leider sagten mir weder der Protagonist, noch sein Umfeld wirklich zu. Mehr über diese Art der Therapie zu erfahren, weckte mein Interesse wurde aber durch den Umstand, das der polnische Geheimdienst mit ins Spiel kam, sehr in den Hintergrund geschoben. Dieser war für mich einfach zuviel, für eine Geschichte. Traut euch ruhig mal an dieses Buch und bildet euch eure eigene Meinung, auch zum Land selbst.

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