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Wovon wir träumten

Ungekürzte Lesung

(21)
»Auf dem Schiff waren die meisten von uns Jungfrauen.« So beginnt die berührende Geschichte
einer Gruppe junger Frauen, die Anfang des 20. Jahrhunderts als picture brides
von Japan nach Kalifornien reisen, um japanische Einwanderer zu heiraten. Bis zu ihrer Ankunft
kennen sie ihre zukünftigen Männer nur von Fotos, und auch sonst haben sie äusserst vage Vorstellungen von Amerika …
Portrait
Julie Otsuka, geboren 1962 in Kalifornien, war Guggenheim-Stipendiatin und wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet. "Wovon wir träumten" erhielt 2012 den PEN /Faulkner Award und wurde von der Presse hymnisch gefeiert.

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Beschreibung

Produktdetails


Medium CD
Sprecher Ulrike Hübschmann
Anzahl 4
Erscheinungsdatum 06.03.2014
Sprache Deutsch
EAN 9783869741758
Verlag Steinbach Sprechende Bücher
Spieldauer 243 Minuten
Hörbuch (CD)
Fr. 17.90
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„wenn der Widerhall leiser Töne lange nachklingt“

Sandra Wittwer, Buchhandlung Winterthur

Julie Otsuka kommt aus Amerika. “Wovon wir träumten” ist ihr erster auf deutsch erschienener Roman. Das Buch erhielt 2012 den Pen/Faulkner Award und wird zur Zeit von der Presse hochgejubelt.

Ist dieser Trubel um das Buch gerechtfertigt? Er ist! Zu Beginn der Lektüre habe ich mich noch gefragt, was die Autorin auf 150 spärlichen Seiten Grosses erzählen kann und ich wurde überwältigt von ihrer Sprache und den leisen Tönen dazwischen. Erzählt wird die Geschichte von einer Gruppe Japanerinnen, die aus ihrer Heimat aufbrechen nach Amerika, dem gelobten Land. In der Hand halten sie ein Foto ihres zukünftigen Mannes. Doch die Realität ist hart, das Land fremd und die Männer nicht so wie erwartet. Erzählt wird die Geschichte in der ungewöhnlichen wir-Form und verleiht dem Roman Tiefe und Raum. Ich habe das Buch sprichwörtlich wie in einem Rausch gelesen, so viele Bilder hat die Autorin in so wenigen Worten in mir herauf beschworen.

“Wovon wir träumten” erhält einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal und ich danke Julie Otsuka für dieses grossartige Werk.
Julie Otsuka kommt aus Amerika. “Wovon wir träumten” ist ihr erster auf deutsch erschienener Roman. Das Buch erhielt 2012 den Pen/Faulkner Award und wird zur Zeit von der Presse hochgejubelt.

Ist dieser Trubel um das Buch gerechtfertigt? Er ist! Zu Beginn der Lektüre habe ich mich noch gefragt, was die Autorin auf 150 spärlichen Seiten Grosses erzählen kann und ich wurde überwältigt von ihrer Sprache und den leisen Tönen dazwischen. Erzählt wird die Geschichte von einer Gruppe Japanerinnen, die aus ihrer Heimat aufbrechen nach Amerika, dem gelobten Land. In der Hand halten sie ein Foto ihres zukünftigen Mannes. Doch die Realität ist hart, das Land fremd und die Männer nicht so wie erwartet. Erzählt wird die Geschichte in der ungewöhnlichen wir-Form und verleiht dem Roman Tiefe und Raum. Ich habe das Buch sprichwörtlich wie in einem Rausch gelesen, so viele Bilder hat die Autorin in so wenigen Worten in mir herauf beschworen.

“Wovon wir träumten” erhält einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal und ich danke Julie Otsuka für dieses grossartige Werk.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
21 Bewertungen
Übersicht
13
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1
0
0

Wenn Träume, Schäume sind ...
von Sharon Baker von sharonbakerliest aus Mönchengladbach am 04.12.2017
Bewertet: gebundene Ausgabe

Anfang des 20. Jahrhunderts machen sich viele japanische Frauen auf den Weg nach Amerika, um dort japanische Einwanderer zu heiraten. Sie kennen ihre Ehemänner nicht und auch diese Männer haben sich ihre Frauen über einen Heiratsvermittler ausgesucht. Unter den Frauen herrscht ein großes Bangen auf der Überfahrt, aber auch... Anfang des 20. Jahrhunderts machen sich viele japanische Frauen auf den Weg nach Amerika, um dort japanische Einwanderer zu heiraten. Sie kennen ihre Ehemänner nicht und auch diese Männer haben sich ihre Frauen über einen Heiratsvermittler ausgesucht. Unter den Frauen herrscht ein großes Bangen auf der Überfahrt, aber auch die Hoffnung auf ein gutes Leben. Ihre Ankunft ist ernüchternd, denn ihre Männer sehen selten, wie die auf dem Foto aus und statt Wohlstand, erwartet sie harte Arbeit. Welche Schicksale werden sie erwarten? Wird es besser werden? Oder hat die Zukunft noch schlimmer Dinge mit ihnen vor? Wovon wir träumten, hatte mich damals angesprochen, einmal wegen des wunderschönen Buchcovers und auch weil das Thema Japan eine Rolle spielte. Aber war ich damals wirklich darauf vorbereitet, dass dieses Büchlein über Epochen geht und das Schicksal vieler Frauen wiedergibt? Ich glaube nicht wirklich, obwohl es ja klar und deutlich auf dem Buchrücken steht, hatte ich irgendwie eine andere Vorstellung. Nun habe ich es Jahre später endlich zur Hand genommen und gelesen. Ich glaube, was sofort beim Lesen auffällt, ist die gewählte Sprache der Autorin. Sie gibt nicht einer Frau eine Stimme, sondern allen, wie in einem kleinen Mikrokosmos kommt jede zu Wort, ohne wirklich zu sprechen. Die Autorin fängt ziemlich gelungen jedes Schicksal ein und gibt ihren Kapiteln immer ein übergreifendes Thema, wie, die Überfahrt, die Ankunft, das Einleben, Kinder und so weiter. Dabei erzählt sie nicht nur das Geschehene, sondern zählt endlos jedes Schicksal der Frauen auf. Was mich am Anfang allerdings unglaublich beeindruckte, wirkte bei mir mit jeder Seite abstumpfender, denn wenn man nur noch Schlechtes und Grausames liest, kann man es selber nicht mehr ertragen und verschließt sein Inneres. So konnte ich nicht jedes Schicksal tragen und ratterte nur noch die Zeilen bis Kapitelende runter. Es ist unglaublich schmerzvoll, was diese Zeit mit den Frauen gemacht hat. Was mich immer wieder noch schockt und wütend macht, ist die historische Geschichte von Amerika. Der Befreiungsstaat, wo träume wahr werden und man alles Erreichen kann und dann erfährt man, was sie mit ihren eigenen Einwanderern gemacht haben. Natürlich wird dieses Thema schön ruhig gehalten und die Vorwürfe auf andere Nationen gerichtet, ohne sich selbst an die Nase zu packen. Deshalb finde ich solche Bücher gut und fand diesen Leidensweg einer ganzen Generation wichtig, auch wenn die Schicksale nicht leicht zu verdauen sind. Diese Frauen wurden von ihren Träumen bitter enttäuscht und mussten einen schweren Leidensweg gehen. Durch ihre Traditionen geprägt fiel ihnen der Anschluss und das Leben in der neuen Welt schwer, selbst ihre Kinder verleugneten später ihre Herkunft und trotzdem haben sie ihr Schicksal ertragen und sind ihren Weg durch viele schwere Hürden gegangen, um dann doch leise zu verschwinden. Eine unglaublich mutige, aber auch traurige und berührende Geschichte.

Wovon wir träumten
von einer Kundin/einem Kunden aus Nürnberg am 28.11.2017
Bewertet: Taschenbuch

Ein zutiefst bewegendes Buch. Unzählige Schicksale, anonym, vergessen. Die Autorin lässt im Leser ein Gefühl von Identitätslosigkeit entstehen und einen schalen Beigeschmack zurück. Das mussten diese Frauen ertragen? Wie enttäuscht und desillusioniert sie gewesen sein mussten. Dieses Buch und das Schicksal so vieler Japanerinnen hat mich sehr berührt und... Ein zutiefst bewegendes Buch. Unzählige Schicksale, anonym, vergessen. Die Autorin lässt im Leser ein Gefühl von Identitätslosigkeit entstehen und einen schalen Beigeschmack zurück. Das mussten diese Frauen ertragen? Wie enttäuscht und desillusioniert sie gewesen sein mussten. Dieses Buch und das Schicksal so vieler Japanerinnen hat mich sehr berührt und nachdenklich gestimmt. Ein sehr besonderes Buch!

Wertvoll
von einer Kundin/einem Kunden am 02.07.2016
Bewertet: Taschenbuch

Julie Otsuka erzählt von einer Gruppe Japanerinnen, die auf der Suche nach einem besseren Schicksal sind als jenes, das ihre Eltern ereilte. Sie begeben sich mit einem Schiff nach Amerika, wo sie ihre zukünftigen Ehemänner zum ersten Mal sehen und schließlich mit ihnen wohnen werden, doch die Wünsche, Erwartungen... Julie Otsuka erzählt von einer Gruppe Japanerinnen, die auf der Suche nach einem besseren Schicksal sind als jenes, das ihre Eltern ereilte. Sie begeben sich mit einem Schiff nach Amerika, wo sie ihre zukünftigen Ehemänner zum ersten Mal sehen und schließlich mit ihnen wohnen werden, doch die Wünsche, Erwartungen und folgende Enttäuschungen sind hoch. Obwohl dieses Büchlein gerade mal 160 Seiten umfasst, ist es der Autorin hervorragend gelungen, der Geschichte Tiefe und jeder Protagonistin eine Stimme zu geben. Wunderbar einfühlsam.



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