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Der Krieg hat kein weibliches Gesicht

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„Ganze Züge voller Frauen gingen an die Front“, erinnert sich eine ehemalige Rotarmistin im Gespräch mit Swetlana Alexijewitsch. „Es waren nicht mehr genug Männer da. Sie waren gefallen. Lagen unter der Erde oder waren in Gefangenschaft.“ Die Frauen waren „bereit, für die Heimat zu sterben. So waren wir erzogen.“ Sie waren nicht nur Ärztinnen und Krankenschwestern, sondern auch Fliegerinnen, weibliche Scharfschützen und Panzersoldaten. Und sie waren jung: „Ich war noch so klein, als ich an die Front ging“, erzählt eine ehemalige Scharfschützin, „dass ich im Krieg noch gewachsen bin.“ Und sie waren für ihr Leben traumatisiert. Sie erzählen der Autorin vom Tod und vom Töten, von Blut, Dreck und Läusen, von Kriegsverbrechen, von Verwundungen, Schmerzen, Hunger und miserabler Ausrüstung – und wie man sie vergessen hat, als es nach dem Krieg darum ging, die „Helden“ zu feiern.

Das erschütternde Dokument einer ausgeblendeten Seite des Zweiten Weltkriegs: Rund eine Million Frauen haben in der Roten Armee gekämpft. Swetlana Alexijewitsch lässt sie zu Wort kommen.
Portrait
Swetlana Alexijewitsch, 1948 in der Ukraine geboren und in Weissrussland aufgewachsen, lebt heute in Minsk. Ihre Werke, in ihrer Heimat verboten, wurden in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Sie wurde vielfach ausgezeichnet, 1998 mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung und 2013 mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. 2015 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 359
Erscheinungsdatum 08.08.2015
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-46605-6
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 19/11,8/2,7 cm
Gewicht 332 g
Auflage 4
Übersetzer Ganna-Maria Braungardt
Verkaufsrang 38.572
Buch (Taschenbuch)
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von einer Kundin/einem Kunden am 11.12.2018
Bewertet: anderes Format

Alexijewitsch zeigt mit ihrem Buch hier den Krieg aus weiblicher Sicht. Für mich ein wahnsinnig interessantes, erschütterndes und wichtiges Werk. Sehr lesenswert!