Kampf der Kulturen

Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert

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Der amerikanische Politikwissenschaftler Samuel P. Huntington stellt in seinem Buch die Frage nach den weltpolitischen Entwicklungen im 21. Jahrhundert. Statt eines harmonischen Zusammenwachsens in einer zunehmend vernetzten Welt sieht er neue Konflikte globalen Ausmasses entstehen: Konflikte zwischen den Kulturen. Die Weltpolitik des 21. Jahrhunderts wird nicht mehr von Auseinandersetzungen ideologischer oder wirtschaftlicher Natur bestimmt sein, so Huntingtons These, sondern vom Konflikt zwischen Völkern und Volksgruppen unterschiedlicher kultureller Zugehörigkeit. Der Faktor Kultur wird folglich in der internationalen Politik massiv an Bedeutung gewinnen. Mit „Clash of Civilisations“ hat Huntington eine neue Formel für die künftige Weltordnung formuliert. Provokant, spannend und international heftig diskutiert – ein Muss für jeden politisch interessierten Leser.

Rezension
"Ein eminent interessantes Buch ... Viele Phänomene der Gegenwart und wahrscheinlich auch der Zukunft werden auf einleuchtende Weise untersucht und beschrieben." Neue Zürcher Zeitung
Portrait
Samuel P. Huntington war Professor für Politikwissenschaft und Leiter des John-M.-Olin-Instituts für Strategische Studien an der Universität Harvard. Darüber hinaus arbeitete der Mitbegründer der Zeitschrift »Foreign Affairs« als Berater des US-Aussenministeriums. Huntington veröffentlichte circa 100 wissenschaftliche Artikel und knapp ein Dutzend, z.T. wegweisende Bücher wie »The Soldier and the State« und »American Politics«. »The Clash of Civilizations and the Remaking of World Order« wurde in 26 Sprachen übersetzt. Samuel P. Huntington starb im Dezember 2008 im Alter von 81 Jahren.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband Taschenbuch
Seitenzahl 581
Erscheinungsdatum 01.05.2002
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-15190-5
Verlag Goldmann
Maße (L/B/H) 18,6/12,7/4,7 cm
Gewicht 451 g
Originaltitel Clash of Civilizations
Abbildungen mit 9 Abbildungen und 6 Karten 18,5 cm
Übersetzer Holger Fliessbach
Buch (Taschenbuch)
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Kundenbewertungen

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von Asti am 29.08.2010

Ein Klassiker der Polit-Literatur! Bereits lange vor den Geschehnissen des 11. September legt Huntington dar, dass die Risse der Weltpolitik im 21. Jahrhundert nicht mehr wie seit dem Hochmittelalter entlang von Nationalstaaten zu finden sind, sondern dass kulturelle, ethnische wie religiöse Aspekte die zentralen Konfliktpotentiale der künftigen Weltpolitik sein... Ein Klassiker der Polit-Literatur! Bereits lange vor den Geschehnissen des 11. September legt Huntington dar, dass die Risse der Weltpolitik im 21. Jahrhundert nicht mehr wie seit dem Hochmittelalter entlang von Nationalstaaten zu finden sind, sondern dass kulturelle, ethnische wie religiöse Aspekte die zentralen Konfliktpotentiale der künftigen Weltpolitik sein werden. Inhaltlich schön dargestellt, natürlich auch ohne Zweifel ein "muss man gelesen haben".

Vorschlag für eine Neue Weltordnung
von Mario Pf. aus Oberösterreich am 10.09.2008

Zusammen mit Nostradamus gesammelten Prophezeiungen war Samuel Philips Huntingtons "Kampf der Kulturen" eines jener Bücher, die im Zuge von 9/11 im unsicheren Klima des angebrochenen Jahrtausends Bestsellerstatus erlangten. Dabei wussten die wenigsten Leser dass Huntingtons Analyse der weltpolitischen Lage einem 1993 entstandenen Artikel für das hoch angesehene US-Magazin Foreign... Zusammen mit Nostradamus gesammelten Prophezeiungen war Samuel Philips Huntingtons "Kampf der Kulturen" eines jener Bücher, die im Zuge von 9/11 im unsicheren Klima des angebrochenen Jahrtausends Bestsellerstatus erlangten. Dabei wussten die wenigsten Leser dass Huntingtons Analyse der weltpolitischen Lage einem 1993 entstandenen Artikel für das hoch angesehene US-Magazin Foreign Affairs, dem konservativeren Gegenstück zur französischen Le Monde, entstammt. Als Reaktion auf das Feedback zu diesem Artikel begann Huntington seinen Artikel zum Buch auszubauen, die Theorien zu vertiefen und weil er ja als Berater des Außenministeriums galt, genoss das Buch sehr schnell große Anerkennung, wie es auch verteufelt wurde. Nun, Huntingtons Prophezeiungen haben sich bisher nicht erfüllt, die Stimmen welche US-Politikern und Thinktanks Kalten Krieg-Denkweisen vorwerfen sind lauter geworden. Ursprünglich schrieb Huntington von einem "Clash of Civilisations?", ließ dann aber das Fragezeichen wegfallen und in deutscher Lizenzübersetzung wurde aus dem Zusammenprall der Zivilisationen ein Kampf der Kulturen. Doch so sehr sich Huntingtons Artikel seit 1993 durch Buch und Übersetzung verändert hat, so sehr hat sich auch die Welt verändert. Der Kampf der Kulturen ist lange vor der Jahrtausendwende entstanden, lange vor steigenden Ölpreisen und Rohstoffverknappungsängsten, Huntington konnte das nicht wissen, seine Theorien gehen daher von einer Weltordnung aus, die von der Euphorie des Friedens nach dem Kalten Krieg getragen wird, in der die Nationen keine größeren Probleme haben, als ihre kulturelle Homogenität und Zivilisation durch andere Religionen bedroht zu sehen, denn an der Religion verläuft laut Huntington die Hauptverwerfung im Kampf der Kulturen. Rückblickend wirken Theorien, wie die Kernstaatenthese zwar ideal, um sich Achsen des Bösen zusammenzuschustern und den Irak als Hort der Al Qaida anzugreifen, doch hoffnungslos veraltet und in Cold-War-Denkmustern verhaftet. Die Aufteilung der Welt in nun regionale Machtzentren und deren Einflusssphären, mit Konflikten an Überschneidungszonen, mag da als ideales Beispiel dienen. Es ist nicht nur eine gewisse Naivität an Huntington, die von kulturellen und zivilisatorischen Standpunkten ein friedliches Zusammenleben von Menschen aus verschiedenen Regionen in Frage stellt, sondern auch die verschwiegene Implikation eines tiefgehenden WASP-Rassismus, der mitschwingt, aber erst in Huntingtons neuerem Werk "Who are we" zur Geltung kommt. Die USA sollen sich mehr an das kulturell und zivilisatorisch ähnliche Europa annähern, Europa jedoch die Führungskompetenzen der USA anerkennen und sich unterordnen. Im Falle der EU müsste das zu einem Ausschluss von Griechenland und Rumänien führen, da diese als mehrheitlich orthodoxe Staaten in einer Huntingtonschen Weltordnung keinen Platz in "Europa" hätten. Worte wie Überfremdung, ethnische Homogenisierung und Säuberung kennt Huntington anscheinend nicht, lässt Lesern aber die Möglichkeit offen, diese im Einklang mit seinen veralteten Theorien als legitim anzusehen. In den USA sieht Huntington die Ordnung durch die Zuwanderung der Latinos bedroht, dieser würden auf absehbare Zeit zur dominierenden ethnischen Gruppe im Lande werden und in seinem abschließenden fiktiven Szenario unterstellt er ihnen wenig diskret Unpatriotismus, liberale Denkweisen und Sezessionsabsichten, sollten sie Bundesstaaten durch Mehrheitsverhältnisse dominieren. Fazit: Veraltete Theorien, in irreführender Übersetzung, die schlicht und einfach zu sehr in Denkmustern des Kalten Krieges verhaftet sind. Dennoch ein Werk das man nicht nur gelesen, sondern auch darüber nachgedacht haben sollte.

Gut, aber nicht anerkannt.
von einer Kundin/einem Kunden aus Freiburg im Breisgau am 16.01.2007

Die Beschäftigung mit diesem Werk lohnt sich sehr, die Thesen sind interessant und man wird auch ein wenig in die Weltpolitik eingeführt. Allerdings muss man fairer Weise dazu sagen, dass Huntingtonm zwar ein anerkannter Wissenschaftler ist, dieses Werk allerdings aufgrund seiner spekulativen Aussagen und fehlernder Beweise bei Wissenschaftlern einhellig abgelehnt... Die Beschäftigung mit diesem Werk lohnt sich sehr, die Thesen sind interessant und man wird auch ein wenig in die Weltpolitik eingeführt. Allerdings muss man fairer Weise dazu sagen, dass Huntingtonm zwar ein anerkannter Wissenschaftler ist, dieses Werk allerdings aufgrund seiner spekulativen Aussagen und fehlernder Beweise bei Wissenschaftlern einhellig abgelehnt wird. Huntington selbst bestreitet die Mängel übrigens nicht, sondern räumt im Vorwort ein, dass dieses Werk nicht als wissenschaftliches Werk angesehen werden soll. Man kann deshalb davon ausgehen, dass ein erheblicher Teil seiner Thesen die er aufstellt nicht zutreffend sind, interessant ist die Lektüre aber allemal.



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