Der ehemalige Sohn

Roman

Sasha Filipenko

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Beschreibung

Eigentlich sollte der junge Franzisk Cello üben fürs Konservatorium, doch lieber geniesst er das Leben in Minsk. Auf dem Weg zu einem Rockkonzert verunfallt er schwer und fällt ins Koma. Alle, seine Eltern, seine Freundin, die Ärzte, geben ihn auf. Nur seine Grossmutter ist überzeugt, dass er eines Tages wieder die Augen öffnen wird. Und nach einem Jahrzehnt geschieht das auch. Aber Zisk erwacht in einem Land, das in der Zeit eingefroren scheint.

»Ein brillanter Roman, der die Fakten mit Humor unterspült.«
Peer Teuwsen / NZZ am Sonntag, Zürich

Produktdetails

Verkaufsrang 3085
Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 24.03.2021
Verlag Diogenes
Seitenzahl 320
Maße (L/B/H) 18.5/12.2/2.6 cm
Gewicht 326 g
Auflage 1. Auflage
Originaltitel Biwschij Sin
Übersetzer Ruth Altenhofer
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07156-6

Buchhändler-Empfehlungen

In Minsk verboten

Phoebe Schärer Koch, Buchhandlung 5400 Baden

Wie es sich lebt in Weissrussland beschreibt Sasha Filipenko in seinem neuen Roman. Franzisk besucht das Konservatorium in Minsk. An diesem verhängnisvollen Nachmittag schwänzt er die Schule um ein Konzert zu besuchen. Als das Wetter plötzlich umschlägt, kommt es zu einer Massenpanik, Franzisk verunfallt und fällt ins Koma. Hoffen am Anfang alle noch auf ein schnelles Wieder-Erwachen, glaubt mit der Zeit nur noch die Grossmutter, dass ihr Zisk wieder gesund werden wird. Sie pflegt ihn, spricht mit ihm und hält ihn auf dem Laufenden darüber, was in der Welt vor sich geht. Am Tag nach ihrem Tod erwacht Zisk aus dem Koma und findet sich in einer konservierten, unsicheren Welt wieder in der die Kinder im Hof Polizei und Demonstranten spielen. Wer verstehen möchte, wie es sich anfühlt in der Diktatur in Belarus zu leben muss dieses Buch lesen. Brandaktuell und schmerzhaft klar beschreibt Sasha Filipenko die Zustände, die zehntausende von Menschen auf die Strasse getrieben haben. Sasha Filipenko würde in seiner Heimat sofort verhaftet. Darum lebt er vorübergehend in der Schweiz.

Kundenbewertungen

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Ein wichtiges Stück Zeitgeschichte
von mari_liest am 14.09.2021

Filipenko schildert in seinem Roman die aufwühlende Geschichte eines Landes, das unter einem diktatorischen Regime leidet. So diktatorisch, dass sogar dieses Buch unter dem Ladentisch verkauft wird (erschien bereits 2014). … zu heutiger Zeit gelesen kann man sagen, dass die Situation nicht an Aktualität verloren hat. Die Geschi... Filipenko schildert in seinem Roman die aufwühlende Geschichte eines Landes, das unter einem diktatorischen Regime leidet. So diktatorisch, dass sogar dieses Buch unter dem Ladentisch verkauft wird (erschien bereits 2014). … zu heutiger Zeit gelesen kann man sagen, dass die Situation nicht an Aktualität verloren hat. Die Geschichte handelt von Franzisk, einem 16jährigen Belarussen, der während einer Massenpanik „unter die Räder“ der verängstigten Menschenmasse gerät und ins Koma fällt. Keiner glaubt an seine Genesung, nur seine Großmutter. Sie sitzt tagein, tagaus an seinem Bett. Nach unglaublichen zehn Jahren erwacht Zisk aus dem Koma und er muss nach und nach feststellen, dass sich nichts geändert hat. Der autoritäre Mann sitzt immer noch an der Regierungsspitze, Proteste gegen das Regime werden kurzerhand brutal niedergeschlagen, Personen der Opposition sogar ermordet. Filipenko hält die Konversationen im Buch kurz und knackig. Man kann gut an den Gedanken und Gefühlen der handelnden Personen teilhaben. Zynisch arbeitet er die politische Absurdität von Belarus (im 21. Jhdt.) in das Buch ein. Man hat beim Lesen das Gefühl, man steckt in einer immer wiederkehrenden Zeitschleife, ist eingefroren. Wie auch in seinem Roman „Rote Kreuze“ schafft Filipenko den Spagat perfekt Weltgeschichte in einer Geschichte zu beleuchten. Es führt uns bei weiterer Betrachtung auch vor Augen, wie untätig die westlicheren Regierungen sind und wie sie Mord, Verfolgung, Wahlmanipulation und die Unterdrückung von Menschenrechten dulden! Dieses Buch liefert wichtige Zeitgeschichte, auch wenn die Situation für die Belarussen trostlos und sicher unerträglich ist. Leseempfehlung! „Meine inständige Hoffnung ist, dass dieses Buch in meinem Land eines Tages nicht mehr aktuell sein wird.“ (Sasha Filipenko)

von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

Während die Lehrer das Schicksal des jungen Franzisk an der Schule entscheiden, wird er bei einem Unfall schwer verletzt und fällt ins Koma. Weder die Ärzte noch die Mutter und Freunde glauben daran, dass er je wieder gesund werden kann. Nur seine Oma gibt die Hoffnung nicht auf und bleibt hartnäckig jeden Tag bei ihrem Enkel. N... Während die Lehrer das Schicksal des jungen Franzisk an der Schule entscheiden, wird er bei einem Unfall schwer verletzt und fällt ins Koma. Weder die Ärzte noch die Mutter und Freunde glauben daran, dass er je wieder gesund werden kann. Nur seine Oma gibt die Hoffnung nicht auf und bleibt hartnäckig jeden Tag bei ihrem Enkel. Nach fast zehn Jahren erwacht Franzisk und muss lernen, wie sehr sich das Land verändert hat. Oder auch nicht. Eine erschütternde Wahrheit über das Land, dass nicht genannt werden soll. Ein unglaubliches Buch, nach all diesen Jahren so aktuell wie nie.

von einer Kundin/einem Kunden am 04.06.2021
Bewertet: anderes Format

Ein großartiger Roman, der eine schwierige Situation in Belarus mit unterschwelligem Humor beschreibt und wunderbare, im Gedächtnis bleibende Protagonisten beinhaltet.


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