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Der Feind im Schatten / Kommissar Wallander Bd.10

Wallanders letzter Fall. Roman

Kommissar Wallander 10

(72)
Dieser neue Wallander-Thriller führt direkt in den Kalten Krieg und in die schwedische Nachkriegsgeschichte. Hakan von Enke, ehemaliger U-Boot-Kommandant und zukünftiger Schwiegervater von Wallanders Tochter Linda, gewährt dem Kommissar brisante Einblicke in eine politische Affäre: Fremde U-Boote drangen in den achtziger Jahren mehrfach in schwedische Hoheitsgewässer ein, wurden aber nie identifiziert. Von Enke hat dazu jahrelang recherchiert und glaubt sich einer Lösung nahe. Doch dann verschwindet er spurlos, und als kurz darauf auch noch Enkes Ehefrau als vermisst gilt, steckt Wallander bereits mitten in den Ermittlungen... Der neue Bestseller des Krimi-Autors aus Schweden.
Rezension
Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 10.05.10
Nun endlich, der letzte Fall des Kurt Wallander. Und man sollte den Aufdruck Roman wörtlich nehmen und keinen Kriminalroman erwarten. Denn von einem guten Krimi ist dieses Buch weit entfernt. Das Buch dreht sich vor allem um Wallander, Wallander und Wallander. Zwischendrin hat Mankell dann noch eine kleine und dann durchaus ambitionierte Krimihandlung angesiedelt. Aber das reicht nicht, um dieses letzte Buch des in Deutschland sehr beliebten Kommissars zu feiern. Es gab vier Krimis - Die falsche Fährte, Die fünfte Frau, Mittsommermord, Die Brandmauer - aus der Wallander-Reihe, die überragend waren. Aber die restlichen fünf waren nur Mittelmass. Der Feind im Schatten reiht sich hier nun in der Mitte dieser beiden Gruppen ein. Für Wallander-Fans natürlich ein Muss-Buch, aber für Leser die einen sehr guten Kriminalroman erwarten, ist dieses Buch eine herbe Enttäuschung. Das Ende bedeutet dann vergessen.
Portrait

Henning Mankell, geboren 1948 in Härjedalen, Schweden, lebte als Theaterregisseur und Autor in Schweden und in Maputo (Mosambik). Seine Romane um Kommissar Wallander sind internationale Bestseller, u.a. Die fünfte Frau (1998) und Mittsommermord (2000). Zuletzt erschienen bei Zsolnay die Romane Daisy Sisters (2009) und Erinnerung an einen schmutzigen Engel (2012), die Krimis Der Chinese (2008), Der Feind im Schatten (2010) und Mord im Herbst (2013) sowie das Porträt Mankell über Mankell der dänischen Journalistin Kirsten Jacobsen. In seinem letzten und sehr persönlichen Buch Treibsand. Was es heisst, ein Mensch zu sein setzt er sich mit seiner schweren Krebserkrankung auseinander, der er am 5. Oktober 2015 erlegen ist. 2016 ist mit Die schwedischen Gummistiefel sein letzter grosser Roman erschienen.

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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 589
Erscheinungsdatum 30.04.2010
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-552-05496-7
Reihe Wallander 11
Verlag Zsolnay
Maße (L/B/H) 22/14/4,7 cm
Gewicht 730 g
Originaltitel Den orolige mannen
Auflage 4
Übersetzer Wolfgang Butt
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 37.90
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Buchhändler-Empfehlungen

„Eines seiner besten Bücher.“

Sabine von Prince, Buchhandlung Basel

Kurt Wallander ist wieder da. Er ist älter geworden, sechzig, bedächtiger und auf sein vergangenes Leben zurückblickend. Auf das Glück über seine Tochter Linda, die jetzt auch Mutter geworden ist. Es taucht wieder seine Ex-Frau Mona auf, die immer noch mit Alkoholproblemen kämpft.

Im Verlauf des Buches kommt auch noch Baiba, seine letzte grosse Liebe vorbei, aber nur um Abschied zu nehmen, da sie an Krebs erkrankt ist und dann stirbt. Wallander hat sich einen Kindheitstraum erfüllt und ist aufs Land gezogen in einen alten Bauernhof, einen Hund hat er sich auch zugelegt.

Wallander wird zum 75. Geburtstag von Hakan von Enke eingeladen, der Vater von Hans, dem Kindsvater von Linda. Dieser erzählt etwas aus seiner Vergangenheit als U-Boot-Kapiän zur Zeit des Kalten Krieges. Danach verschwindet er spurlos. Wallander sucht ihn, seine Frau verschwindet ein paar Wochen später und wird tot aufgefunden. Sie soll Spionin für Russland gewesen sein. Sie ist der Schlüssel. Er findet Hakan, der erzählt ihm, das er seine Frau verdächtigte. Kurt Wallander versucht alle Widersprüche zu verstehen, auf seine eigene Art sucht er die Lösung.

Die einschneidenste Erfahrung für Wallander ist jedoch, dass er vergesslich wird und Gedächtnislücken hat. Auf einmal weiss er nicht mehr, wo er ist, was er gerade gemacht hat. Er findet Hakan von Enke, er befindet sich wieder mitten im Kalten Krieg. Spionage für die USA. Aber am Schluss verliert er sich auch, es gelingt ihm noch alles aufzuschreiben, aber dann versinkt er zunehmend in seiner Krankheit Alzheimer.

Ein Buch über das Leben, seinen Verlauf, dass was vielen Menschen im Alter passiert. Ein Buch des Rückblicks.
"Der Feind im Schatten" steht einerseits für die stillen Mächte, die im Hintergrund operieren. Und andererseits für den "Schatten", den das Gedächtnis überfallen kann. Die Schatten, die schwer zu bekämpfen sind und einen hilflos machen.
Doch das Buch ist auch ein Buch der Hoffnung, dass das auch das Leben ausmacht in all seinen Facetten. Geburt, Liebe, Krankheit und Tod. Ein dichtes Buch, dass längst über einen Krimi im herkömmlichen Sinne hinausgeht und Henning Mankell wieder mal über sich hinauswachsen lässt. Eines seiner besten Bücher.
Kurt Wallander ist wieder da. Er ist älter geworden, sechzig, bedächtiger und auf sein vergangenes Leben zurückblickend. Auf das Glück über seine Tochter Linda, die jetzt auch Mutter geworden ist. Es taucht wieder seine Ex-Frau Mona auf, die immer noch mit Alkoholproblemen kämpft.

Im Verlauf des Buches kommt auch noch Baiba, seine letzte grosse Liebe vorbei, aber nur um Abschied zu nehmen, da sie an Krebs erkrankt ist und dann stirbt. Wallander hat sich einen Kindheitstraum erfüllt und ist aufs Land gezogen in einen alten Bauernhof, einen Hund hat er sich auch zugelegt.

Wallander wird zum 75. Geburtstag von Hakan von Enke eingeladen, der Vater von Hans, dem Kindsvater von Linda. Dieser erzählt etwas aus seiner Vergangenheit als U-Boot-Kapiän zur Zeit des Kalten Krieges. Danach verschwindet er spurlos. Wallander sucht ihn, seine Frau verschwindet ein paar Wochen später und wird tot aufgefunden. Sie soll Spionin für Russland gewesen sein. Sie ist der Schlüssel. Er findet Hakan, der erzählt ihm, das er seine Frau verdächtigte. Kurt Wallander versucht alle Widersprüche zu verstehen, auf seine eigene Art sucht er die Lösung.

Die einschneidenste Erfahrung für Wallander ist jedoch, dass er vergesslich wird und Gedächtnislücken hat. Auf einmal weiss er nicht mehr, wo er ist, was er gerade gemacht hat. Er findet Hakan von Enke, er befindet sich wieder mitten im Kalten Krieg. Spionage für die USA. Aber am Schluss verliert er sich auch, es gelingt ihm noch alles aufzuschreiben, aber dann versinkt er zunehmend in seiner Krankheit Alzheimer.

Ein Buch über das Leben, seinen Verlauf, dass was vielen Menschen im Alter passiert. Ein Buch des Rückblicks.
"Der Feind im Schatten" steht einerseits für die stillen Mächte, die im Hintergrund operieren. Und andererseits für den "Schatten", den das Gedächtnis überfallen kann. Die Schatten, die schwer zu bekämpfen sind und einen hilflos machen.
Doch das Buch ist auch ein Buch der Hoffnung, dass das auch das Leben ausmacht in all seinen Facetten. Geburt, Liebe, Krankheit und Tod. Ein dichtes Buch, dass längst über einen Krimi im herkömmlichen Sinne hinausgeht und Henning Mankell wieder mal über sich hinauswachsen lässt. Eines seiner besten Bücher.

„Mankell ist ein absoluter Könner“

Angelika Wegmüller, Buchhandlung Bern

Im neuen Wallander-Krimi aus der Feder des schwedischen Schriftstellers Henning Mankell wird der Leser wieder mit dem nun schon fast aus unserem Gedächtnis in die Geschichtsbücher verbannten Thema des Kalten Krieges konfrontiert.
Spione und Misstrauen erwachen wieder zum Leben als der zukünftige Schwiegervater von Kurt Wallanders Tochter Linda, ein ehemaliger Korvettenapitän, spurlos verschwindet. Eher wiederwillig beginnt Wallander mit Nachforschungen und stösst dabei auf ein immer verwirrender werdendes Netz aus Vermutungen, Anschuldigungen und Lügen. Der Verschwundene recherchierte über russische U-Boote, die in den Achzigern in schwedische Hoheitsgewässer eindrangen und einen seit jener Zeit noch nicht enttarnten Landesverräter. Jetzt muss Wallander sich mit der für ihn bisher völlig uninteressanten Situation Schwedens im Kräftemassen zwischen Nato und Warschauer Packt befassen, ist mehr und mehr fasziniert.
Als auch noch Lindas zukünftige Schwiegermutter verschwindet ist klar, nicht alle sind der Meinung, das der Kalte Krieg vorbei ist.
Auch dieser Roman ist sehr realitätsnah und packend geschrieben. Nicht nur mit kriminalistischen Fragen muss sich der melancholische Eigenbrödler auseinandersetzen, er begegnet immer wieder seiner Angst vor dem Alter und dem Tod.
Mankell ist ein absoluter Könner, wenn es darum geht für den Leser eine Welt zu erschaffen. Schon mit wenigen Sätzen kann er Figuren lebendig werden lassen, und dies tut er in einer Weise, dass man später meint, selbst die unwichtigste Nebenfigur selbst getroffen und mit ihr von Angesicht zu Angesicht gesprochen zu haben.
Wie wir es von Henning Mankell schon kennen beginnt der Roman einfach und in gemässigtem Tempo. Er steigert sich jedoch mit jeder Entwicklung der Geschichte und zum Schluss wünscht man sich, dass man Urlaub hat und das Buch in einem Zug fertig lesen kann.
Im neuen Wallander-Krimi aus der Feder des schwedischen Schriftstellers Henning Mankell wird der Leser wieder mit dem nun schon fast aus unserem Gedächtnis in die Geschichtsbücher verbannten Thema des Kalten Krieges konfrontiert.
Spione und Misstrauen erwachen wieder zum Leben als der zukünftige Schwiegervater von Kurt Wallanders Tochter Linda, ein ehemaliger Korvettenapitän, spurlos verschwindet. Eher wiederwillig beginnt Wallander mit Nachforschungen und stösst dabei auf ein immer verwirrender werdendes Netz aus Vermutungen, Anschuldigungen und Lügen. Der Verschwundene recherchierte über russische U-Boote, die in den Achzigern in schwedische Hoheitsgewässer eindrangen und einen seit jener Zeit noch nicht enttarnten Landesverräter. Jetzt muss Wallander sich mit der für ihn bisher völlig uninteressanten Situation Schwedens im Kräftemassen zwischen Nato und Warschauer Packt befassen, ist mehr und mehr fasziniert.
Als auch noch Lindas zukünftige Schwiegermutter verschwindet ist klar, nicht alle sind der Meinung, das der Kalte Krieg vorbei ist.
Auch dieser Roman ist sehr realitätsnah und packend geschrieben. Nicht nur mit kriminalistischen Fragen muss sich der melancholische Eigenbrödler auseinandersetzen, er begegnet immer wieder seiner Angst vor dem Alter und dem Tod.
Mankell ist ein absoluter Könner, wenn es darum geht für den Leser eine Welt zu erschaffen. Schon mit wenigen Sätzen kann er Figuren lebendig werden lassen, und dies tut er in einer Weise, dass man später meint, selbst die unwichtigste Nebenfigur selbst getroffen und mit ihr von Angesicht zu Angesicht gesprochen zu haben.
Wie wir es von Henning Mankell schon kennen beginnt der Roman einfach und in gemässigtem Tempo. Er steigert sich jedoch mit jeder Entwicklung der Geschichte und zum Schluss wünscht man sich, dass man Urlaub hat und das Buch in einem Zug fertig lesen kann.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
72 Bewertungen
Übersicht
51
17
2
2
0

von einer Kundin/einem Kunden am 16.07.2018
Bewertet: anderes Format

Hier bekommt eine verdiente Romanfigur ihre große letzte Bühne - brisant, düster und mit viel Spannung erzählt. Und ein wenig Melancholie schleicht sich dann doch ein beim Lesen.

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Ein toller Abschied für einen großen Charakter. Noch einmal zieht Mankell alle Register und am Ende verdrückt man ein Tränchen weil es vorbei ist. Spannend und melancholisch! Toll!

von einer Kundin/einem Kunden am 16.03.2016
Bewertet: anderes Format

Muss sein...trotz kleiner Schwächen und Längen!