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Meine Bewertungen

Niedliche Fortsetzung, wenn auch nicht ganz so gut wie Band 1

Marcs Bücherecke , am 21.03.2019

Der erste Band um Emmi und ihr außergewöhnliches Fabelwesen Einschwein hat uns allen ganz gut gefallen, weshalb es auch nicht lange dauern durfte, bis der zweite Teil jetzt bei uns eingezogen ist und in gemeinsamen (Vor-)Lesestunden direkt verschlungen werden musste.
Was uns positiv aufgefallen ist, ist die wirkliche Anknüpfung an das Geschehen aus dem ersten Band, da es meistens in Büchern für diese Zielgruppe so ist, dass jeder Band für sich genommen werden könnte.

Emmis und Einschweins Freundschaft ist richtig eng geworden und die zwei wirken regelrecht wie ein Herz und eine Seele.

Die Handlung nimmt für ein Kinderbuch recht schnell und stark an Tempo auf und wusste auch uns Eltern in seinen Bann zu nehmen.

Gestört hat uns aber schon Einiges: Angefangen bei der Tatsache, dass Herr Bockel nach den Geschehen in Band 1 anscheinend vollkommen ohne Strafe davon gekommen ist und auch die Tatsache, dass sich niemand über den Tausch der Fabelwesen zu wundern scheint, obwohl dies doch eigentlich unmöglich sein soll, passte in unseren Augen nicht ins Gesamtschema des Universums, dass Anna Böhm hier geschaffen hat.

Fazit:

Es gibt wirklich bessere Kinderbücher als dieses hier, aber auch weitaus Schlechtere, weshalb ich mir relativ sicher bin, dass auch Band 3 früher oder später den Weg in unser Kinderzimmer finden wird.

Im Herzen ein Held! / Emmi & Einschwein Bd. 2 - Anna Böhm
Im Herzen ein Held! / Emmi & Einschwein Bd. 2
von Anna Böhm
(4)
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 18.90

Ich weiß nicht, was ich sagen soll

Marcs Bücherecke , am 18.03.2019

Dieses Buch hat geschafft, was schon seit vielen vielen Jahren kein Buch mehr geschafft hat: ich bin sprachlos!
Dieser Roman ist das, was ich ein kleines Meisterwerk nennen würde! Authentisch geschrieben und es kommt das Gefühl auf, dass die Autorin ihre Geschichte - ihre selbst geschaffene Welt - bis zur letzten Seite bzw bis in den letzten Winkel erdacht hat.

Das Buch ist nicht nur aus Marys Sicht, sondern von Mary geschrieben worden, was vor allen Dingen durch vorhandene Rechtschreibfehler und fehlende Anführungszeichen noch deutlicher wird, lernt sie im Laufe der Geschichte, die sie niederschreibt, doch erst Lesen und Schreiben.

Die Charaktere wirken gerade durch ihre Darstellungsart dermaßen authentisch, dass es kaum vorstellbar ist, dass sie nur fiktiv sein sollen.

Die Handlung als Solche braucht ein wenig um in Fahrt zu kommen, was in diesem Falle aber von Vorteil ist, um die verschiedenen Personenkonstellationen greifbarer zu machen.

Das Ende hat mich vollends aus den Socken gehauen, weshalb ich offiziell hier nun eine Warnung ausspreche!
Taschentücher bereithalten.

Fazit:

Wäre es nicht noch so verhältnismäßig früh im Jahr, würde ich dieses Buch gerne als mein Highlight des Jahres aufstellen.
Eines ist aber sicher: es hat sich ganz tief in mein Leserherz geschlichen und so schnell werde ich es nicht mehr rauslassen.

Die Farbe von Milch - Nell Leyshon
Die Farbe von Milch
von Nell Leyshon
(67)
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 25.90

Eine Erzählung in der Erzählung

Marcs Bücherecke , am 13.03.2019

Es ist für mich das erste Buch von Capus und es hat mich direkt von den Socken gehauen: Allein die Idee, WIE die Geschichte erzählt wird, habe ich so noch nicht gelesen.
Auch, wenn man auf den ersten Blick meinen könnte, das die Rahmenhandlung um Max und Tina unwichtig sei, ist mir im Laufe der Geschichte doch aufgefallen, dass Tina irgendwie "meinen Part" in der Handlung eingenommen hat.
Immer, wenn ich gerade anfing die Richtung des Geschehens zu hinterfragen, tat Tina exakt dies.

Die Liebesgeschichte um Jakob und Marie war wirklich süß: Die Liebenden, die sich gegen Alles stellen müssen, da ihnen von allen Richtungen Steine in den Weg gelegt werden. Dennoch hatte ich keinerlei Zweifel daran, dass die Beiden letztenendes zusammen sein würden: Ob ich recht hatte, muss der Leser natürlich selbst herausfinden.

Capus' Schreibstil habe ich als wirklich fantasttisch wahrgenommen. Fließend und bildhaft ohne zu sehr in eine metaphorische Rhetorik zu rutschen.

Fazit:

Wer auf der Suche nach einem guten bis sehr guten Buch ist, um sich ein paar Stündchen um die Ohren zu hauen (das Buch ist mit knapp 200 Seiten sehr schnell gelesen), ist hier genau richtig.

Königskinder - Alex Capus
Königskinder
von Alex Capus
(132)
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 28.90

Neben der "unendlichen Geschichte" wohl sein bekanntestes Werk

Marcs Bücherecke , am 06.03.2019

Dieses Buch gilt als eines der Meisterwerke der Kinder- und Jugendliteratur und habe ihn dann nun als erwachsene Frau endlich auch mal gelesen.
Dass Michael Ende ein Meister seines Faches war, steht wohl außer Frage, dennoch haben mich bei der Lektüre dieses Buches ein paar Kleinigkeiten gestört.
Momo ist ein junges Mädchen und dennoch findet es im ganzen Buch niemand (beziehungsweise eine Ausnahme ist mir aufgefallen) seltsam, dass sie vollkommen alleine lebt. Nicht einmal das Angebot sie bei jemandem wohnen zu lassen, ist irgendwo aufgegriffen worden.
Logiklücken bezüglich der unterschiedlich ablaufenden Zeit (Manche Sparen schon Zeit - andere ja nicht) habe ich bewusst als zu-kompliziert-um-es-wirklich-zu-erfassen abgelegt.
Die Geschichte um die Grauen Herren hat Einiges an Spannung zu bieten und weiß mit seiner Metaphorik wahrhaft zu überzeugen.
Gegen Ende wurde mir die Geschichte ein wenig zu schnell, läuft der "große Showdown" doch innerhalb weniger Seiten ab.

Fazit:

Ein spannender Roman für Kinder und Jugendliche, der in seiner Metaphorik auch uns Erwachsene mehr zum Nachdenken anregen sollte.

Momo - Michael Ende
Momo
von Michael Ende
(55)
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 24.90

Der Widerspenstigen Zähmung

Marcs Bücherecke , am 25.02.2019

Dass in mir ein kleiner Shakespeare-Fan steckt, dürfte langsam wohl bekannt sein: Mit Der Widerspenstigen Zähmung habe ich nun auch meine erste Komödie von ihm gelesen.
Leider hat dieses Stück mir nicht so gut gefallen, wie andere Stücke von ihm. Bitte nicht falsch verstehen: auch dieses Werk ist für sich ein kleines Meisterstück und ich konnte auch einige Mal grinsen, wenn nicht sogar laut loslachen, aber der Funke ist nicht so ganz auf mich übergesprungen, wie beispielsweise bei König Leah.

Die Charaktere wirken auf mich recht überspitzt, was in diesem Zusammenhang aber wiklich gelungen ist, handelt es sich bei diesem Stück doch um eine recht verwirrdende Komödie.

Im Großen und Ganzen hatte ich viel Spaß bei der Lektüre dieses Stückes und freue mich darauf, im Sommer eine Vorstellung besuchen zu dürfen.

Shakespeare: Widerspenst. Zähmung - William Shakespeare
Shakespeare: Widerspenst. Zähmung
von William Shakespeare
(1)
Schulbuch (Taschenbuch)
Fr. 3.40

Solides Werk mit einigen Parallelen

Marcs Bücherecke , am 22.01.2019

Was soll ich sagen? Stephen King lässt mich in letzter Zeit leider immer ein wenig sprachlos zurück, was in diesen Fällen leider nicht positiv gemeint ist. Nur die Tatsache, dass ich weiß, dass er wahre Hammerwerke schon auf den Markt hat werfen können, bringt mich dazu seinen Büchern immer und immer wieder neue Chancen zu geben.
Beim Outsider habe ich es nicht bereut, wobei ich erwähnen muss, dass sich auch keine wirkliche Freude einstellen wollte.
King geht auch in diesem Werk seinen gewohnt grausamen Weg: die Beschreibung des Leichenfundorts beziehungsweise die des Zustands des toten Jungen konnten mir einige Schauer über den Rücken jagen.
Das große Rätsel wie jemand zur selben Zeit an verschiedenen Orten sein kann, hat auch mich die ersten Seiten gänzlich am Ball bleiben lassen.
Jetzt folgt allerdings mein großes ABER:
Die sich doch recht schnell einstellende Lösung ist für King-Leser einfach nur vorhersehbar. Auch die immer mehr auftretenden Parallelen zu Kings Meisterwerk "ES" wurden mit voranschreitender Geschichte immer mehr - nur so viel: Das Ende spielt in einem unterirdischen Tunnelsystem.
Hinzu kommt noch, dass der "Showdown" für mich ein bisschen übers Knie gebrochen wirkte.
Positives Goodie für Fans: ein Charakter aus der "Mr. Mercedes"-Trilogie steigt gegen Mitte des Buches ein und übernimmt einen wichtigen Part.

Fazit:

Wenn auch nicht sein bestes Buch, habe ich es nicht bereut, den Outsider gelesen zu haben.

Der Outsider - Stephen King
Der Outsider
von Stephen King
(34)
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 39.90

Solider Roman aus der Feder der Wanderhurenschöpfer

Marcs Bücherecke , am 15.01.2018

Auch, wenn ich mich selbst sicher nicht als einen "Fan der ersten Stunde" von Iny Lorentz bezeichnen würde, freue ich mich doch, dass regelmäßig neue Bücher, des Autorenduos auf den deutschen Buchmarkt "geworfen" werden.
Damals war die "Wanderhure" mein Einstieg in dieses vielseitige Genre, das ich bis heute immer mehr zu schätzen gelernt habe.
Auch hier liegt erneut ein Buch vor, dass einen gut und sanft unterhält, aber nicht zu viel Aufmerksamkeit beim Lesen fordert. bei dem "Mädchen aus Apulien" handelt es sich um eine seichte Geschichte, die zur Zeit Friedrichs II. angesiedelt ist.
Mit Pandolfina ist es den Autoren erneut gelungen eine starke, weibliche Persönlichkeit zu erschaffen, die versucht in dieser - von Männern geführten Welt - ihren Platz zu finden.
Leider ist die Geschichte für Fans von Iny Lorentz sehr vorhersehbar, orientieren sie sich doch stark an ihrem eingefahrenen Thema: Frau trifft Herrschaftsperson - Herrschaftsperson und Frau freunden sich an - Herrschaftsperson wird schon alles richten...
Die übrigen Charaktere, gerade der Handlungsbogen um die Familie Löwenstein, kam zwar nicht unbedingt zu kurz, ging aber doch ziemlich unter, wenn man die doch tragende Rolle ebendieser bedengt.

Dennoch muss ich sagen, dass dieses Buch für einige schöne und unterhaltsame Stunden bei mir gesorgt hat und ich es nicht bereu, dieses Buch gelesen zu haben.

Fazit:

Wenn auch nicht atemberaubend, ist dieses Buch ein wahrlich gelungener Roman, der sich auch gut als Einstieg in das historische Genre nutzen lässt.

Viel Spaß beim Lesen!

Bis bald!

Das Mädchen aus Apulien - Iny Lorentz
Das Mädchen aus Apulien
von Iny Lorentz
(6)
Buch (Taschenbuch)
Fr. 14.90

Ein Gruselschocker der Extra-Klasse

Marcs Bücherecke , am 11.03.2016

Dämmerhöhe - Lautlos ist ein Buch, welches mich in vielerlei Hinsicht sprachlos zurückgelassen hat: Auch, wenn ich sagen muss und auch möchte, dass die Geschichte wirklich sehr sehr spannend ist und ich dieses Buch innerhalb von eineinhalb Stunden weggelesen hatte, ich mit einigen Dingen eindeutig nicht zufrieden bin. Dieses Buch ist laut Angaben des Verlages für Jugendliche ab elf Jahren gedacht, dafür aber wirklich äußerst brutal. Es fließt mehr als nur einmal ordentlich Blut und auch die Begegnungen mit dem "Mädchen" sind sehr gruselig beschrieben. Ich fände hier eine höhere Altersempfehlung angemessen. Allerdings kann ich sonst nur noch positives feststellen. Der Schreibstil ist der Altersgruppe angemessen und sehr bild- und lebhaft. Auch mir als Erwachsenem haben die Beschreibungen der verschiedenen Szenarien mehr als nur einmal einen Schauer über den Rücken gejagt. Gerade die Szenen, in denen das "Mädchen" in Erscheinung tritt, strahlten eine gruselige Authentizität auf, wie ich sie bei einem Jugendbuch noch nie wahrgenommen habe. Die Charaktere waren für die Kürze des Buches sehr gut ausgearbeitet, auch, wenn ich mir gewünscht hätte, dass gerade Annas Gefühlswelt noch ein wenig detaillierter abgehandelt worden wäre. Auch das Ende war mehr als nur gelungen und ließ den Leser mit einigen offenen Fragen zurück, die Spaß auf mehr machen und mich schon sehnlichst auf die Fortsetzung warten lassen, die bereits diesen Monat (März 2016) erscheinen wird.

Fazit:

Ein Gruselschocker für Teenager, den auch Erwachsene mit einer Gänsehaut lesen können.

Viel Spaß beim Lesen!

Bis bald!

Lautlos / Dämmerhöhe Bd. 1 - Marta Hlin Magnadottir, Birgitta Elin Hassell
Lautlos / Dämmerhöhe Bd. 1
von Marta Hlin Magnadottir
(5)
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 12.90

Der Beginn einer Erfolgsstory, die die Welt eroberte

Marcs Bücherecke , am 10.03.2016

Ich muss gestehen, dass ich ohne große Erwartungen an dieses Buch herangetreten bin und positiv überrascht war, und auch immer noch bin, wie sehr ich in der Geschichte gefangen war. Eigentlich wollte ich lediglich "kurz mal schauen", was alle Welt eigentlich an diesem Buch zu finden scheint.

Doch leider sind mir bei Anna Todds Erstlingswerk auch einige Dinge negativ aufgefallen: Tessa und Hardin. Noch nie, wirklich niemals in meinem Leben habe ich ein Buch gelesen, bei dem ich so oft dachte: "Ach, komm. Nerv' nich'!". Sowohl Tessa als auch Hardin legen ein Verhalten an den Tag, dass ich, müsste ich diese Personen real erleben und dulden, schon mehrmals komplett aus der Haut gefahren wäre. Hardin ist launischer als ein paarungsbereites Lama, das mit Hormonen präpariert wurde und gleichzeitzig aber bestimmender in seiner Art als ein Präsident auf Adrenalin. Tessa kann sich nicht entscheiden, ob die bieder und konservativ oder doch liebe die versaute Studentin sein möchte. Immerhin betrügt sie ihren Festen Freund. Dieses hin und her passiert pro Kapitel mindestens 100 Mal! Auch, die Tatsache, dass die Charaktere leider recht selten so agieren, wie es in meinen Augen konsequent gewesen wäre. Besonders erwähnenswert finde ich hier aber, dass es für einen erotischen Roman sehr lange gedauert hatte, bis "es" passierte

Und dies meine ich eigentlich sogar positiv. Denn die Handlung als solche empfand ich als, ja doch: nett. Ich habe schon weitaus schlechtere Geschichten gesehen. Und auch, wenn der Sex in diesem Buch natürlich eine große Rolle spielt, drehte es sich hauptsächlich doch um die Beziehung zwischen Hardin und Tessa. Auch, wenn diese beiden mir zwischenzeitlich gehörig auf den Zeiger gingen, haben sie mich doch für sich eingenommen und dafür gesorgt, dass ich unbedingt wissen möchte, wie es mit meinem "Lieblings-Terrorpärchen" weitergeht.

Wirklich gut, fand ich Anna Todds Art und Weise, wie sie diese Geschichte an den Mann gebracht hat: Ihr Schreibstil war zwar bestimmt nicht das, was man literarisch wertvoll bezeichnen würde aber ungeheuer flüssig und einfach leicht wegzulesen.

Fazit:

Auch, wenn ich es wirklich nicht gedacht hatte, ist das Projekt After Passion mehr als geglückt und hat mir Lust auf mehr gemacht.

Viel Spaß beim Lesen!

Bis bald!

After passion / After Bd.1 - Anna Todd
After passion / After Bd.1
von Anna Todd
(292)
Buch (Paperback)
Fr. 19.90

Eine Reise über das Meer, hinein in eine ungewisse Zukunft

Marcs Bücherecke , am 07.03.2016

Ich sollte wahrscheinlich hierzu erwähnen, dass es bei diesem Buch um den ersten Roman handelt, den ich von Jojo Moyes gelesen habe. Die Geschichte dreht sich, anders als im Klappentext angegeben, nicht nur um die ehemalige Krankenschwester Frances, die Geschichte begleitet auch die drei anderen Frauen, und späteren Kojenmitbewohner Frances', Avice, Jean und Margeret. Und jede dieser Frauen trägt ihren ganz individuellen Teil, dazu bei, dass diese Geschichte so wurde, wie sie wurde: Nämlich einfach herzergreifend! Diese vier Frauen verbindet Eines: Sie alle vier lassen ihre Heimat, Australien, hinter sich und begeben sich auf die abenteuerliche Überfahrt auf dem Flugzeugträger Victoria. Sie alle haben keine Ahnung, was sie in ihrer neuen Heimat England erwartet. Erschwerend hinzu kommt noch, dass es nicht gerade selten ist, dass Ehefrauen, sollten sie denn irgendwann mal in England ankommen, oft von ihren Männern nicht mehr erwünscht sind, und daher wieder zurückgeschickt werden. Einige Frauen erreicht diese Nachricht auch schon auf der Reise selbst, was auch bei unseren vier Hauptpersonen regelmäßig ungute Gefühle aufkommen lassen, sollten sie einen Brief von ihren Männern bekommen, der nicht erwartet wurde. Und genau hier, finde ich hat Moyes ein kleines Meisterwerk vollbracht. Die Geschichte und auch die Emotionen der vier Damen werden so authentisch beschrieben, dass ich nicht selten selbst das Gefühl hatte, eine Hiobsbotschaft zu erhalten. Das Damoklesschwert, dass ihre Zukunft nur in den Händen ihrer Männer liegt, die sie oftmals nur wenige Tage kannten, bevor sie sie ehelichten, lies mehr als einmal die Frauen an der großen Liebe zweifeln. Moyes bedient sich für dieses Buch einer wahren Begebenheit und setzt ihre Protagonistinnen hier ein. Das und die Tatsache, dass die Autorin den Leser mit ihrer bildhaften und mitreißenden Schreibart in die Geschichte entführt, sorgten bei mir für ein Gänsehaut Erlebnis der Extraklasse. Die Charaktere von Frances, Avice, Jean und Margaret könnten nicht unterschiedlicher sein und dennoch geht einem beim Lesen das Herz auf, wenn die vier beginnen ein Band der Freundschaft zu knüpfen. Frances' Geheimnis, welches sie (wie im Klappentext angekündigt) im Laufe der Überfahrt einholt, war leider für mich jetzt nicht wirklich überraschend und ein wenig vorhersehbar. Der Umgang der Mitreisenden aber mit dieser - für sie - unerwarteten Situation war aber ein weiterer Beweis für Moyes' ausgezeichnete Authenzität beim Schreiben. Kein Charakter wirkte überspitzt oder unrealistisch cool. Generell war die Charakterentwicklung ein Punkt, der mich von sich überzeugen konnte. Nicht viele Autoren bekommen es hin mehrere Protagonisten nebeinander auftreten zu lassen ohne, dass einer von ihnen zu kurz kommt, oder einfach nur unrealistisch wirkt. Die Charaktere in diesem Buch aber bleiben sich allesamt immer treu und reagieren so auf neue Situationen beziehungsweise Menschen, wie man es von ihnen erwartet hätte. Mit der Zeit sind mir einige der Charaktere so "ans Herz gewachsen", dass es mir schwer viel die letzten Seiten dieses Buches zu lesen, weil ich das Gefühl hatte mich auf ewig von ihnen verabschieden zu müssen.

Fazit:

Grandios! Bildgewaltig, spanndend und hochemotional. Taschentücher bereithalten!

Viel Spaß beim Lesen!

Bis bald!

8 von 8 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich.
Über uns der Himmel, unter uns das Meer - Jojo Moyes
Über uns der Himmel, unter uns das Meer
von Jojo Moyes
(61)
Buch (Paperback)
Fr. 21.90

 
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