Warenkorb
if (typeof merkur !== 'undefined') { $(document).ready(merkur.config('COOKIECONSENT').init); }

Kains Opfer

Roman

Rabbi-Klein-Krimis Band 1

Als ein Mitglied seiner Gemeinde ermordet wird, ist Rabbi Klein bestürzt. Dann bittet ihn Kommissarin Bänziger von der Stadtpolizei Zürich um Übersetzung einiger hebräischer E-Mails des Toten. Da ahnt sie noch nicht, dass es mit Rabbi Klein nicht ganz einfach wird. Denn der macht sich Sorgen um seine Juden in der Gemeinde, und als er die Rede zur Trauerfeier vorbereitet und über den Brudermord Kains und die Prüfung Hiobs nachdenkt, beginnt er zu ahnen, dass er wichtigen Hinweisen zum Verbrechen auf der Spur ist. Heimlich beginnt der sympathisch unperfekte Rabbi zu ermitteln – ein unbeirrter Wahrheitssucher, dessen Mut den Leser unweigerlich mitfiebern lässt.
Rezension
"Der Roman erzählt uns viel über eine Welt, in die Nicht-Juden oft nur wenig Einblick erhalten, und leistet damit das, was ein guter Krimi kann: uns viel mehr zu erzählen als einfach nur eine Kriminalstory." Ferdinand Quante, WDR5 Bücher, 09.08.2014

"Bodenheimer verzahnt die zwei Komplexe - Bibelauslegung und Aufklärung des Mordes - raffiniert und virtuos." Roman Bucheli, Neue Zürcher Zeitung, 25.10.2014
Portrait
Alfred Bodenheimer, geboren 1965 in Basel, erhielt eine traditionelle jüdische Ausbildung und betrieb Talmudstudien in Israel und den USA. In Basel studierte er Germanistik und Geschichte und promovierte 1993 mit einer Arbeit über die Emigration von Else Lasker-Schüler nach Palästina. Nach Forschungs- und Lehrtätigkeiten in Israel und an der Universität Luzern und einer Habilitation an der Universität Genf kam er 2003 als Professor für Jüdische Literatur- und Religionsgeschichte an die Universität Basel zurück. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, darunter Studien über Moses und den Ewigen Juden, jüdische Narrative und Traditionsvermittlung.
… weiterlesen
  • Artikelbild-0
In den Warenkorb

Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 28.07.2014
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-312-00628-1
Verlag Nagel & Kimche
Maße (L/B/H) 21.1/12.8/2.5 cm
Gewicht 355 g
Auflage 3. Auflage
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
Fr. 26.90
Fr. 26.90
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
zzgl. Versandkosten
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen,  Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i
Versandfertig innert 1 - 2 Werktagen
Kostenlose Lieferung ab Fr.  30 i
In den Warenkorb
Vielen Dank für Ihr Feedback!
Entschuldigung, beim Absenden Ihres Feedbacks ist ein Fehler passiert. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihr Feedback zur Seite
Haben Sie alle relevanten Informationen erhalten?
Ihr Feedback ist anonym. Wir nutzen es, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Wenn Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kundenservice wenden.

Weitere Bände von Rabbi-Klein-Krimis

mehr

Kundenbewertungen

Durchschnitt
3 Bewertungen
Übersicht
2
1
0
0
0

Mehr als ein Krimi
von einer Kundin/einem Kunden aus obergösgen am 20.12.2015

Spannend und lesenswert - vor allem gegen Ende, wenn dem Rabbi alles entgleitet, wird es "bibelnah", weil nicht alles aufgeht, vieles hätte anders herauskommen können, manches mehrdeutig wird. Wie Hiob, wie Kain, wird auch Rabbi Klein nicht einfach gut oder schlecht... Wie würden unsere, wie seine, Geschichte in der Tora weiterg... Spannend und lesenswert - vor allem gegen Ende, wenn dem Rabbi alles entgleitet, wird es "bibelnah", weil nicht alles aufgeht, vieles hätte anders herauskommen können, manches mehrdeutig wird. Wie Hiob, wie Kain, wird auch Rabbi Klein nicht einfach gut oder schlecht... Wie würden unsere, wie seine, Geschichte in der Tora weitergeschrieben?

Würdiger Nachfolger
von einer Kundin/einem Kunden am 04.09.2014

Rabbi Klein aus Zürich kann getrost als würdiger Nachfolger von Rabbi Kemelmann in die jüdische Krimiliterarur eingehen. So wie einstmals sein weiser Kollege aus dem fernen New York, löst auch Klein den vorliegenden Fall mit Hilfe der Thora. Zwar nicht ausschließlich, denn ein gutes Scherflein dazu trägt auch seine Frau, und Kri... Rabbi Klein aus Zürich kann getrost als würdiger Nachfolger von Rabbi Kemelmann in die jüdische Krimiliterarur eingehen. So wie einstmals sein weiser Kollege aus dem fernen New York, löst auch Klein den vorliegenden Fall mit Hilfe der Thora. Zwar nicht ausschließlich, denn ein gutes Scherflein dazu trägt auch seine Frau, und Kriminalkommissarin Bänziger bei. Die wiederum hauptsächlich an des Rabbis Engagement Schuld trägt, weil sie ihn um die Übersetzung einiger hebräischer Briefe bittet, welche bei einem mysteriösen Todesfall in der kleinen jüdischen Gemeinde auftauchen. Tja, und dann ist er mitten drin in den Ermittlungen, denn er möchte seine Gemeinde beschützend und vor Ungemach behüten.

Filigraner „Fall“ in jüdischer Gemeinde
von Michael Lehmann-Pape am 19.08.2014

Von Beginn an zieht zunächst die elegante, klare, Bilder und Emotionen bestens transportierende Sprache Bodenheimers in angenehmster Weise den Leser mitten hinein in diesen Kriminalfall. Und zudem in das ganz alltägliche „Rabbinatsleben“ und damit in das Leben der liberalen jüdischen Gemeinde in Zürich, deren Rabbi Gabriel Kle... Von Beginn an zieht zunächst die elegante, klare, Bilder und Emotionen bestens transportierende Sprache Bodenheimers in angenehmster Weise den Leser mitten hinein in diesen Kriminalfall. Und zudem in das ganz alltägliche „Rabbinatsleben“ und damit in das Leben der liberalen jüdischen Gemeinde in Zürich, deren Rabbi Gabriel Klein seit Jahren ist. Ganz abseits vielleicht noch gängiger Vorurteile gegen einen „staub-trockenen“ Stil von Professoren, bietet Bodenheim einen sehr lebendigen Erzählfluss, während dessen er immer wieder auf sehr natürliche (und nicht belehrende) Weise so manche Besonderheiten der jüdischen Weltsicht (und ihrer Unterschiede untereinander) plastisch vor Augen führt. Selbst vor verzwickteren Fragen der talmudischen Textauslegung schreckt Bodenheim dabei nicht zurück und zeigt auch an diesen Stelle sein großes Talent, in verständlichen Worten den Leser mit hinein zu nehmen in solche Fragen. Ohne dabei den Leser zu verwirren, noch entscheidende Fragen (Kain und Abel, Opfer, ein mögliches, ganz neues Verständnis vom Wort „schlichter Mann“ in Bezug auf Hiob und einiges mehr) in ihrer Tiefendimension zu verwässern. Hier setzt bereits die Eingangsfrage, warum die Bibel in innerem ersten Wort mit dem „zweiten“ Buchstaben des hebräischen Alphabets beginnt statt, wie eigentlich zu erwarten wäre, mit dem ersten Buchstaben dieses Aplphabets, den Beginn einer gut lesbaren, anregenden und informativen Lektüre, die sich um den Tod eines Lehrers einer liberalen jüdischen Schule in Zürich dreht. Letztlich wird der gesamte Fall von Totschlag, der Rabbi Kleins Eingreifen erst auslöst, mehr und mehr mit der jüdischen Lebensweise und in bestimmten Gruppen geltenden Werten viel zu tun haben. „Herr Rabbiner, sie stellen immer die eine Frage zu viel“, maßregelt die ermittelnde Kommissarin an einer Stelle den recherchierenden Klein. Doch er kann nicht anders. Sein Pflichtgefühl, sein langsames Erkennen, was mit diesem Tod des Lehrers alles im Hintergrund mitschwingen könnte, lassen ihm keine Ruhe. Ein Fall, der ihn vor entscheidende Gewissensfragen mit führen wird und in dem, außer seiner geliebten Frau, wenig andere ihn zu unterstützen vermögen. Doch hartnäckig ist er, der Rabbi. Liberal und „modern“, was Bodenheim am Vergleich mit einer orthodoxen jüdischen Haltung in Israel aufweist, um an dieser Stelle zugleich dem Leser einen fast spielerischen Überblick über die unterschiedlichen Strömungen innerhalb der jüdischen Tradition und des jüdischen Lebens in Europa und Israel mit auf den Weg zu geben. In Verbindung mit den immer dramatischer sich entpuppenden Umständen des Todesfalles ergibt sich so eine sehr informative, hervorragend konzipierte, fundierte und dabei noch überaus unterhaltsame Lektüre, die (eher ungewollt) zu einer Zeit den Weg auf den Markt findet, in der eine Hinwendung und ein tieferes Verständnis des „modernen jüdischen Lebens“ angesichts all der „alten Parolen“ wichtig ist. Eine sehr empfehlenswerte Lektüre