Die Hauptstadt

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis 2017

(32)
Der grosse europäische Roman | Deutscher Buchpreis 2017
In Brüssel laufen die Fäden zusammen – und ein Schwein durch die Strassen.
Fenia Xenopoulou, Beamtin in der Generaldirektion Kultur der Europäischen Kommission, steht vor einer schwierigen Aufgabe. Sie soll das Image der Kommission aufpolieren. Aber wie? Sie beauftragt den Referenten Martin Susman, eine Idee zu entwickeln. Die Idee nimmt Gestalt an – die Gestalt eines Gespensts aus der Geschichte, das für Unruhe in den EU-Institutionen sorgt. David de Vriend dämmert in einem Altenheim gegenüber dem Brüsseler Friedhof seinem Tod entgegen. Als Kind ist er von einem Deportationszug gesprungen, der seine Eltern in den Tod führte. Nun soll er bezeugen, was er im Begriff ist zu vergessen. Auch Kommissar Brunfaut steht vor einer schwierigen Aufgabe. Er muss aus politischen Gründen einen Mordfall auf sich beruhen lassen; ≫zu den Akten legen≪ wäre zu viel gesagt, denn die sind unauffindbar. Und Alois Erhart, Emeritus der Volkswirtschaft, soll in einem Think-Tank der Kommission vor den Denkbeauftragten aller Länder Worte sprechen, die seine letzten sein könnten. In seinem neuen Roman spannt Robert Menasse einen weiten Bogen zwischen den Zeiten, den Nationen, dem Unausweichlichen und der Ironie des Schicksals, zwischen kleinlicher Bürokratie und grossen Gefühlen. Und was macht Brüssel? Es sucht einen Namen – für das Schwein, das durch die Strassen läuft. Und David de Vriend bekommt ein Begräbnis, das stillschweigend zum Begräbnis einer ganzen Epoche wird: der Epoche der Scham.
Portrait
Robert Menasse wurde 1954 in Wien geboren und ist auch dort aufgewachsen. Er studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte im Jahr 1980 mit einer Arbeit über den »Typus des Aussenseiters im Literaturbetrieb«. Menasse lehrte anschliessend sechs Jahre - zunächst als Lektor für österreichische Literatur, dann als Gastdozent am Institut für Literaturtheorie - an der Universität São Paulo. Dort hielt er vor allem Lehrveranstaltungen über philosophische und ästhetische Theorien ab, u.a. über: Hegel, Lukács, Benjamin und Adorno. Seit seiner Rückkehr aus Brasilien 1988 lebt Robert Menasse als Literat und kulturkritischer Essayist hauptsächlich in Wien.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 459
Erscheinungsdatum 11.09.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42758-3
Verlag Suhrkamp Verlag AG
Maße (L/B/H) 20,5/12,8/3,2 cm
Gewicht 541 g
Auflage 9
Verkaufsrang 5.872
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
32 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 20.04.2018
Bewertet: anderes Format

Ein würdiger Empfänger des Deutschen Buchpreises! Der ironische Ton mildert etwas das Erschrecken über die sich selbst ausbremsende Bürokratie der EU.

Die Hauptstadt von Robert Menasse
von einer Kundin/einem Kunden aus Dortmund am 06.03.2018
Bewertet: eBook (ePUB)

Mir gefällt die Geschichte und erzählweise dieses Buchs. Empfehlenswert. Wer bisher keine Vorstellung von der Arbeitsweise der EU-Bürokratie hat, hier wird liebevoll ein Bild entworfen, das die hohen Kosten leicht und flockig erklärt. Der Mensch unterwirft sich den Regeln, oder wird entsorgt.

von einer Kundin/einem Kunden am 21.02.2018
Bewertet: anderes Format

Zurecht erhielt Menasse für diesen Roman den ?Deutschen Buchpreis 2017?! Ein Stil, der an Poesie und Anmut, aber auch an philosophischer Tiefe nicht zu überbieten ist!