Kollaps - Das Imperium der Ströme 1

Roman

(5)
Der Auftakt von John Scalzis neuer, bisher grösster Science-Fiction-Serie.
Die Menschheit hat sich in der ganzen Galaxis ausgebreitet und ein gewaltiges Sternenreich errichtet – ein ebenso mächtiges wie fragiles Gefüge aus Planeten und Raumstationen, die alle aufeinander angewiesen sind, um zu überleben. Extra-dimensionale Sternenstrassen halten dieses Imperium zusammen, sogenannte 'Ströme', auf denen Raumschiffe in kürzester Zeit Lichtjahre zurücklegen können.
Doch dieses feingesponnene Netz scheint gefährdet. Und nur drei Menschen können den endgültigen Zusammenbruch verhindern: Lady Kiva Lagos, die junge Erbin eines mächtigen Handelshauses; Cardenia Wu-Patrick, die als Imperatox Grayland II. das schwere Erbe ihres Vaters antritt; und der Wissenschaftler Marce Claremont, der die gefährliche Reise ins Zentrum der Galaxis unternimmt, um die Imperiatox zu warnen.
Die Zukunft der Galaxis liegt ihren Händen.
'John Scalzi ist der unterhaltsamste und zugänglichste SF-Autor unserer Zeit.' Joe Hill
Rezension
[...] der beste Science-Fiction-Roman des Jahres. Klaus N. Frick Perry Rhodan 20180116
Portrait
John Scalzi (* 1969) gehört zu den weltweit erfolgreichsten SF-Autoren, seine Bücher wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt. Er wurde, unter anderem, mit dem Hugo Award (USA), dem Seiun-Preis (Japan), dem Geffen Award (Israel) und dem Kurd-Lasswitz-Preis (Deutschland) ausgezeichnet.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Paperback
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 05.10.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-29966-9
Verlag Fischer TOR
Maße (L/B/H) 216/135/40 mm
Gewicht 565
Originaltitel The Collapsing Empire
Auflage 1
Übersetzer Bernhard Kempen
Buch (Paperback)
Fr. 22.90
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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Meine erstes Highlight 2018
von Julia Lotz aus Aßlar am 11.02.2018

Mit Kollaps habe ich zunächst nur einen interessanten und spannenden Sci-Fi Titel erwartet. Bekommen habe ich den grandiosen Auftakt einer hoffentlich sehr langen Reihe und damit gleich mein erstes Lesehighlight 2018. Die Welt in Kollaps ist ein großes Imperium, dass sich über verschiedene Planeten und Galaxien erstreckt und von... Mit Kollaps habe ich zunächst nur einen interessanten und spannenden Sci-Fi Titel erwartet. Bekommen habe ich den grandiosen Auftakt einer hoffentlich sehr langen Reihe und damit gleich mein erstes Lesehighlight 2018. Die Welt in Kollaps ist ein großes Imperium, dass sich über verschiedene Planeten und Galaxien erstreckt und von einem zentralen Punkt aus von der sogenannten Imperatox regiert wird. Das Imerium ist nur möglich, da es die sogenannten Ströme gibt, die von Planet zu Planet führen. Durch diese ist ein schnelles Reisen und somit auch der Austausch von Informationen und Waren möglich. Und genau dieses Imperium wird zu Beginn unserer Geschichte durch die Erkenntnis eines Wissenschaftlers bedroht, der herausfindet, dass genau diese überlebenswichitigen Ströme zerfallen werden. Wir begleiten die gesamte Geschichte aus drei Perspektiven. Die der Imperatox, einer jungen Händlertochter und die des Sohns des oben schon erwähnten Wissenschaftlers. Diese drei Perspektiven und somit auch deren drei Leben sind eng miteinander verknüpft und ich kann gar nicht sagen, wen ich am liebsten habe. Die Geschichte selbst ist zwar Sci-Fi durch und durch. Allerdings auch sehr politisch. Wer große Weltraumschlachten erwartet der ist - zumindest bisher - falsch. Das war für mich überhaupt nicht schlimm denn zum einen liebe ich diese politischen Konflikte, zum anderen geben diese der Geschichte eine enorme Spannung und erwarten uns mit vielen unerwarteten Wendungen. Besonders durch die Entwicklung am Ende des Buches freue ich mich sehr auf die kommenden Bände und hoffe, dass wir nicht zu lange warten müssen. Besonders beeindruckt hat mich tatsächlich der Schreibstil John Scalzis. Er ist super angenehm zu lesen und zeitgleich nicht zu einfach aber dafür wunderschön. Für mich entwickelt er sich gerade mit Kollaps glaube ich zu den besten Sci-Fi Autoren. Besonders toll fand ich die teilweise sehr derbe Sprache, die perfekt zur Handlung passt und dem Buch etwas Eigenes gab. Ein wenig erinnerte sie mich an Nevernight und auch da war ich schon sehr begeistert. Kollaps ist für mich ein absolutes Highlight und der vielversprechende Auftakt zu einer neuen Reihe. Nebend dem absolut tollen Schreibstil konnte mich John Scalzi besonders durch die toll gezeichneten Charaktere und die spannende politische Story beeindrucken.

Frecher unterhaltender Weltraumspaß ...
von Sharon Baker von sharonbakerliest aus Mönchengladbach am 22.12.2017

Die Zukunft sieht für die Galaxie nicht rosig aus, denn ein Umbruch steht bevor und der kann alles verändern. Die Menschheit ist über den ganzen Weltraum verteilt und um diese schnell zu durchstreifen benutzen die Raumschiffe sogenannte Ströme, ohne diese sind ganze Bereiche abgeschnitten und nicht mehr erreichbar. Dieses... Die Zukunft sieht für die Galaxie nicht rosig aus, denn ein Umbruch steht bevor und der kann alles verändern. Die Menschheit ist über den ganzen Weltraum verteilt und um diese schnell zu durchstreifen benutzen die Raumschiffe sogenannte Ströme, ohne diese sind ganze Bereiche abgeschnitten und nicht mehr erreichbar. Dieses System funktioniert schon ewig, aber ist es wirklich auf Dauer auch sicher? Die neu erwählte Imperatox muss sich der Wahrheit stellen und erkennen, dass alles auf einer Lüge aufgebaut ist. Lady Kiva von der Handelsgilde und der Wissenschaftler Marce Claremont machen sich vom Planeten Ende auf den Weg, um die Imperatox in Kenntnis zusetzen. Aber ist noch genügend Zeit? Werden die Ströme verschwinden? Und kann man ohne die Ströme überhaupt überleben? Als man mir von dieser Geschichte erzählte, dachte ich, ja, das klingt echt nicht schlecht. Dann hatte ich es in den Händen und das Cover, sprach mich gar nicht so an und ich grübelte, wollte ich das wirklich lesen und dann haut die Geschichte voll rein. Vorab vielleicht noch ein Wort zu meiner Science-Fiction Erfahrung, sie hält sich in Grenzen und ich habe auch noch nie was von John Scalzi gehört oder gelesen. Also kann ich das nicht wirklich beurteilen, aber der Typ schreibt, wie ihn der Schnabel gewachsen ist und das ist verdammt unterhaltend. Ihr ahnt es schon und ja mir hat es gut gefallen und was genau, erzähle ich euch nun. Der Prolog legt schon ziemlich spannend vor, und zwar mit einer Meuterei auf einem Schiff. Die Übernahme wird aber gestört durch einen ungeplantes Verlassen des Stroms, die Panik steht allen Crewmitgliedern ins Gesicht geschrieben und sogar die Übernahme des Schiffes tritt in Vergessenheit und es heißt, zurück in den Strom oder Tod. Da merkt man schon, du grüne Neune, was geht denn hier ab. Diese galaktische Autobahn hat es ja mächtig in sich und nicht jeder Planet ist so bewohnbar, wie wir es kennen und schwups landen wir im ersten Teil und lernen nach und nach alle Figuren kennen. Wir haben da eine junge Frau, Cardenia, die ein uneheliches Kind ist und nie für den Thron bestimmt war und doch in die Fußstapfen ihres Vaters treten muss. Die wichtigste Person in der Galaxis und keine Zeit für eine Vorbereitung. Cardenia ist aber klug, bedacht und fühlt sich dem gar nicht gewachsen und ist unglaublich einsam. Sie muss sich durch die ganzen Geflogenheiten und Intrigen kämpfen und wird mit einem Geheimnis konfrontiert, was ihre ganze Amtsperiode ein bestimmtes Ziel aufdrückt. Die nächste Person, die ich vorstellen möchte, ist Marce Claremont, sein Vater ist Graf Claremont und dieser steht im Auftrag des alten Imperatox, die Ströme zu erforschen und Meldung darüber zu geben. Sein Sohn ist, der Wissenschaft genauso zugewannt wie der Vater und ist diesem eine große Stütze. So kommt es, dass sein Vater ihm nach bedenklichen Informationen auf die Reise zum Imperatox schickt und natürlich wird das nicht so einfach, denn die Späher und Intriganten sind überall. Marce ist der typische Wissenschaftler, wenn es nicht um Zahlen geht, bekommt er nicht alles so genau mit und wirkt dazu immer etwas dümmlich, aber herzerfrischend und liebenswert. Der Mann fällt auf jeden Fall bei den beiden Frauen auf. Und somit kommen wir zu Lady Kiva Lagos, die einer der mächtigsten Handelshäuser des Imperiums angehört und durch intrigante Verstrickungen so auf Marce Claremont trifft und somit in die Geschichte. Sie ist wirklich eine rotzfreche Person, Schimpfwörter sind an der Tagesordnung, Männergeschichten ihr Ding und das Geschäftliche liegt ihr im Blut. Ihre vulgäre Art ist vielleicht nicht jedermanns Sache, aber mich hat sie köstlich amüsiert. Kiva hebt die Stimmung in der Geschichte um Längen und sorgt für einige Lacher und greift hervorragend ins Geschehen ein. Kollaps - Das Imperium der Ströme ist der erste Teil einer Reihe, die wohl auf einige Bücher angelegt ist und das merkt man, dieser Band ist wirklich gedacht zum Kennenlernen, Erfassen und sich räumlich einzustimmen. Der rote Faden ist angelegt, die Hauptfiguren beschnuppert und die Sucht nach mehr ist vorhanden. John Scalzi lässt sich hier noch ein bisschen Zeit um, seinen Leser wirklich in das Geschehen einleben zu lassen, aber ich kann nicht sagen, dass es mich gelangweilt hat, denn es ist trotzdem viel passiert. Verfolgungsjagden, Attentate, Intrigen, Liebeleihen und raffinierte Schachzüge und das alles in einem Ton erzählt, der mich herrlich amüsierte und mich köstlich unterhielt. Man stelle sich vor, dass der Autor nichts mehr erklären müsste, ich glaube, dann gibt es ein Laserfeuerwerk und er schöpft sein Potenzial bestimmt voll aus. Mit seinen gegensätzlichen Figuren trumpft er auf jeden Fall schon auf. Dieser Auftakt war für mich richtig gute Unterhaltung und ich wäre nicht glücklicher aus einem Kinosaal gegangen. Sprich, ich warte wirklich sehnsüchtig auf mehr und ich mag total diese rotzige Erzählart, einfach toll gelungen und bildgewaltig umgesetzt. Gern springe ich wieder in meinem Raumanzug, um ins zweite Abenteuer zu beamen.

Political Science Fiction
von World of books and dreams am 09.10.2017

In einer fernen Zukunft lebt die Menschheit nicht mehr auf der Erde, sondern ist auf viele kleinere Planeten im Weltraum verteilt. Diese einzelnen Planeten sind durch Ströme miteinander verbunden, die es schon immer gegeben hat und die sich die Menschheit zu nutzen machte. Denn eigentlich sind diese einzelnen Planeten... In einer fernen Zukunft lebt die Menschheit nicht mehr auf der Erde, sondern ist auf viele kleinere Planeten im Weltraum verteilt. Diese einzelnen Planeten sind durch Ströme miteinander verbunden, die es schon immer gegeben hat und die sich die Menschheit zu nutzen machte. Denn eigentlich sind diese einzelnen Planeten Lichtjahre voneinander entfernt und nur die Ströme ermöglichen die Reise und den Handel untereinander, alleine könnte niemand überleben. Doch plötzlich scheint etwas mit den Strömen nicht in Ordnung zu sein und wie sich herausstellt, passiert dies alles nicht zum ersten Mal. Unterdessen stirbt der Imperatox, der Herrscher, der Galaxie und seine Tochter Cardenia tritt das Erbe an. Allerdings trifft das nicht überall auf positive Stimmen. Immer mehr geschieht in der Interdependenz und die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen. Meine Meinung: Das war mein erster Science Fiction Roman des Autors John Scalzi, der wohl gerade auch für seinen recht schrägen Humor bekannt ist. Diesen bemerkt man auch durchaus immer wieder innerhalb diesen Buches und auch sonst schreibt Scalzi sehr fesselnd und flüssig. Zugegeben, mit den Namen, wie z. B. der Interdependenz, tat ich mich ein wenig schwer, da das nicht immer ganz so leicht im Lesewahn zu verfolgen ist, aber es ist hier wirklich absolut durchdacht. Dabei gefallen mir vor allem die Dialoge in dieser Geschichte, z. B. zwischen der Händlerin Kiva und ihrem Erzfeind Ghreni, die mich, trotz allen Ernstes, immer wieder schmunzeln ließen. Die Spannung steigert Scalzi hier sehr bedacht und langsam, dabei aber stetig. Allerdings merkt man der Geschichte durchaus an, dass es sich hier um den Einstieg in eine Reihe handelt. Scalzi beginnt hier ganz langsam, aber dafür sehr genau, sowohl seine Charaktere vorzustellen, als auch die politische Situation. Denn die Welt, die er hier konstruiert hat, ist von vorne bis hinten absolut durchdacht. Das könnte vielleicht auf den ein oder anderen etwas langatmig wirken, doch um überhaupt all die komplexen Zusammenhänge hier verstehen zu können, sind all diese Ereignisse und die damit einhergehenden Erklärungen absolut von Nöten. Denn die Welt, die Scalzi hier erschaffen hat, ist eine, die schon seit über tausend Jahren so im Weltraum existiert. Dabei sind die einzelnen Sterne/Planeten absolut abhängig voneinander und es gibt nur einen Planeten, der alle anderen miteinander verbindet, nämlich Nabe, auf dem der Imperatox zu Hause ist. Kontakt zur Erde gibt es schon seit vielen Jahren nicht mehr, denn der Strom dorthin riss schon sehr früh ab. Nun beginnen die Ströme untereinander sich aber auch zu verändern und das kann mehr als fatal für die Menschen dort werden. Allein überleben kann hier nämlich niemand und das wird vielen durchaus bewusst. Mich konnte der Autor hier durchaus beeindrucken, denn er hat hier wirklich an alles gedacht. Um hier den Überblick zu wahren, wählt Scalzi einen personellen Erzähler in der dritten Person, der dem Leser einen wirklich guten Einblick, aber auch Rundumblick gewährt. Man kann sich hier also sehr genau vorstellen, wie die Welten und deren Verbindungen untereinander aufgebaut sind und wie diese funktionieren. Protagonisten gibt es hier gleich drei, da wäre Cardenia Wu-Patrick, die Tochter des Imperatox und seine Nachfolgerin. Sie scheint mir, trotz ihrer Herkunft, sehr sympathisch und nicht abgehoben. Tatsächlich wird sie hier fast völlig unvorbereitet mit Aufgaben konfrontiert, die es ganz schön in sich haben. Denn sie ist die Verantwortliche für all die Menschen auf den Planeten und steht plötzlich davor, Entscheidungen zu treffen, die mit den Veränderungen der Ströme zusammenhängen. Dann wäre da Kiva, die Händlerin, die mit ihrem Schiff zwischen den einzelnen Planeten wandert und die, na ja, ziemlich frei Schnauze redet und nur selten ein Blatt vor den Mund nimmt. Dabei ist sie durchaus ein ausgekochtes Schlitzohr, die es ganz schön in sich hat. Zu guter Letzt ist dann noch der Wissenschaftler Marce Claremont, der mir noch ein bisschen blass war, aber im Großen und Ganzen hier wunderbar ins Geschehen passt. Neben diesen Charakteren gibt es auch noch einige Nebencharaktere, von denen der Gegenspieler, Ghreni, hier noch durchaus sehr interessant ist. Mein Fazit: Mit Kollaps geht eine neue Reihe des Autors John Scalzi an den Start, der ein recht ernstes und auch politisches Grundthema beinhaltet. Scalzi baut seine Geschichte durchdacht auf und lässt dadurch die weit entfernten Welten lebendig erscheinen. Doch man merkt hier durchaus, dass es ein erster Band ist, denn als Leser erhält man sehr viele Erläuterungen zum Aufbau der Welt und der Gesamtsituation, was aber wiederum absolut notwendig ist, um den Überblick zu behalten. Ein gelungener Einstieg für alle Science Fiction Fans, die gerne komplexe Welten erleben.


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