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Leere Herzen

Roman

(62)
Sie sind desillusioniert und pragmatisch, und wohl gerade deshalb haben sie sich ‎erfolgreich in der Gesellschaft eingerichtet: Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi. Sie haben sich damit abgefunden, wie die Welt beschaffen ist, und wollen nicht länger verantwortlich sein für das, was schief läuft. Stattdessen haben sie gemeinsam eine kleine Firma aufgezogen, "Die Brücke", die sie beide reich gemacht hat. Was genau hinter der "Brücke" steckt, weiss glücklicherweise niemand so genau. Denn hinter der Fassade ihrer unscheinbaren Büroräume betreiben Britta und Babak ein lukratives Geschäft mit dem Tod.



Als die "Brücke " unliebsame Konkurrenz zu bekommen droht, setzt Britta alles daran, die unbekannten Trittbrettfahrer auszuschalten. Doch sie hat ihre Gegner unterschätzt. Bald sind nicht nur Brittas und Babaks Firma, sondern auch beider Leben in Gefahr...



"Leere Herzen" ist ein provokanter, packender und brandaktueller Politthriller aus einem Deutschland der nahen Zukunft. Es ist ein Lehrstück über die Grundlagen und die Gefährdungen der Demokratie. Und es ist zugleich ein verstörender‎ Psychothriller über eine Generation, die im Herzen leer und ohne Glauben und Überzeugungen ist.




Rezension
"Mal wieder ist es Zeh gelungen, ihre klugen Gedanken über die Widersprüche in unserer Gesellschaft literarisch so miteinander zu verknüpfen, dass ein spannender Roman daraus entstanden ist." Jacqueline Thör / ZEIT ONLINE
Portrait
Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, Jurastudium in Passau und Leipzig, Studium des Europa- und Völkerrechts. Längere Aufenthalte in New York und Krakau. Ihr Roman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg und ist mittlerweile in 24 Sprachen übersetzt. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem "Deutschen Bücherpreis" (2002), dem "Rauriser Literaturpreis" (2002), dem "Hölderlin-Förderpreis" (2003), dem "Ernst-Toller-Preis" (2003), dem "Carl-Amery-Literaturpreis" (2009) und dem Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (2009). 2013 wurde sie mit dem"Thomas Mann Preis" für ihr "vielfälgiges Prosawerk" geehrt, 2014 mit dem "Hoffmann-von-Fallersleben-Preis" für zeitkritische Literatur. Juli Zeh lebt in Leipzig.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 13.11.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87523-1
Verlag Luchterhand Literaturverlag
Maße (L/B/H) 222/146/34 mm
Gewicht 570
Verkaufsrang 89
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


Durchschnitt
62 Bewertungen
Übersicht
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23
5
2
0

Eine bissige Abrechnung mit der nahen Zukunft
von Silke Schröder aus Hannover am 05.12.2017

Juli Zehs neuer Roman „Leere Herzen“ ist eine bissige Abrechnung mit der nahen Zukunft. In ausgesprochen lakonisch-sarkastischer Weise beschreibt sie die Zustände in der Republik, nachdem die BBB, die sicher nicht von ungefähr an die AFD erinnert, an die Macht gekommen ist und nach und nach die parlamentarische Demokratie... Juli Zehs neuer Roman „Leere Herzen“ ist eine bissige Abrechnung mit der nahen Zukunft. In ausgesprochen lakonisch-sarkastischer Weise beschreibt sie die Zustände in der Republik, nachdem die BBB, die sicher nicht von ungefähr an die AFD erinnert, an die Macht gekommen ist und nach und nach die parlamentarische Demokratie abschafft. Im Mittelpunkt steht die desillusionierte Unternehmerin Britta, die mit ihrem Unternehmen „Die Brücke“ jene Lücke füllt, die das Versiegen des Stroms dschihadistischer Selbstmordattentäter hinterlassen hat. Auch wenn uns das Ende ihrer Story ein wenig ratlos zurücklässt, birgt “Leere Herzen” viel Wahres, spinnt anregend-zynische Gedanken über die Zukunft unseres Landes und ist auch eine Mahnung an jene, die unsere demokratischen politischen Verhältnisse einfach so als gegeben hinnehmen.

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Wie lange dauert es noch, bis diese Geschichte Realität wird?
von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 03.12.2017

Erschreckend. Das ist das Wort, was mir als erstes in den Sinn kommt, nachdem ich "Leere Herzen" gelesen habe. Erschreckend kommt mir deshalb in den Sinn, weil die Geschichte von Britta Söldner, die - von der Politik verdrossen und von ihrer Familie unbemerkt - mit ihrem Partner Babak Hamwi ein... Erschreckend. Das ist das Wort, was mir als erstes in den Sinn kommt, nachdem ich "Leere Herzen" gelesen habe. Erschreckend kommt mir deshalb in den Sinn, weil die Geschichte von Britta Söldner, die - von der Politik verdrossen und von ihrer Familie unbemerkt - mit ihrem Partner Babak Hamwi ein lukratives Geschäft mit dem Tod führt, eine Geschichte ist, die im Deutschland der nahen Zukunft spielt und dabei so realistisch und verstörend daherkommt, dass einem einfach ein kalter Schauer über den Rücken laufen muss. Es ist mein erstes Buch von Juli Zeh, aber nach "Leere Herzen" bestimmt nicht das letzte. Die Autorin versteht es meisterhaft, subtil Spannung aufzubauen und dem Leser immer wieder ein neues Puzzlestück zu geben, bis sich einem die volle Tragweite dessen erschließt, was dieses Geschäft eigentlich genau ist, das die Protagonistin da führt. Und sobald sich dieses Bild vollständig zusammengesetzt hat, ist man auch schon mittendrin im rasanten und brutalen Wettkampf um die Hoheit in diesem schmutzigen Business. Mit Britta Söldner ist Juli Zeh eine Figur gelungen, die wie die nette Frau von nebenan daherkommt, die aber ein Doppelleben führt, von dem selbst ihr Mann und ihre Tochter nichts wissen. Obwohl eine richtige Identifikation mit ihr - zumindest bei mir - nicht stattgefunden hat, treibt einen beim Lesen die Faszination an, wie es Britta schafft, ihre Leben so klar zu trennen, und wie sie überhaupt so verdrossen und zynisch werden konnte, um ein Business wie "Die Brücke" aufzubauen. Immer wieder entdeckt man dann dabei, dass Britta Sätze fallen lässt, die eine Einstellung widerspiegeln, die man bereits heute oft hört, was die gesamte Geschichte noch greifbarer und näher rücken lässt. Für mich ist "Leere Herzen" ein Warnschuss und deshalb ein Buch, das man gelesen haben sollte. Insbesondere Fans von Dystopien und Politthrillern werden ihren Spaß (oder vielmehr: Grusel) an diesem Buch haben und sich am Ende wohl genau wie ich fragen: Wie lange dauert es noch, bis diese Geschichte Realität wird?

Hat Ihnen diese Empfehlung geholfen?
Kritisch, aber nicht nervig
von einer Kundin/einem Kunden am 25.11.2017

Wegen dem Schreibstil gefiel mir das Buch von den ersten Seiten an, doch bis man das erste Mal erfährt, was die Brücke wirklich tut, dauert es einige Seiten. Juli Zeh erzeugt Spannung, wie es sich für einen Thriller gehört. Mit Cliffhangern, unerwarteten Wendungen und spannenden Figurenkonstellationen treibt sie ... Wegen dem Schreibstil gefiel mir das Buch von den ersten Seiten an, doch bis man das erste Mal erfährt, was die Brücke wirklich tut, dauert es einige Seiten. Juli Zeh erzeugt Spannung, wie es sich für einen Thriller gehört. Mit Cliffhangern, unerwarteten Wendungen und spannenden Figurenkonstellationen treibt sie die Handlung an. Ich persönlich hatte die ganze Zeit das Bedürfnis, dieses erschreckende Buch weiterzulesen. Die Autorin schafft eine zeitliche Entfremdung, zugleich kann man aber ungefähr nachrechnen, in welchem Rahmen sich die Handlung bewegen muss, weil es immer wieder Hinweise aus der Vergangenheit gibt, die man in der Realität zeitlich einordnen kann. Das gefällt mir sehr gut, weil das Buch nicht starr eingeordnet wird. Die Charaktere sind durchdacht, aber außer den Hauptprotagonisten sind die anderen meiner Meinung nach eher flache Charaktere. Man taucht kaum in sie ein, sie wirken daher etwas unausgeformt im Gegensatz zu den anderen, was manchmal etwas verwirrend wirkte. Was ich jedoch am beeindrucksten finde, ist wie viel Kritik (häufig auch zwischen den Zeilen versteckte) das Buch enthält: (Br)exit-Bewegungen, Globalisierung, Männer denken immer noch, sie müssten das Geld verdienen, Ziellosigkeit der Menschen und fehlende Wertevorstellungen, menschliche Abgründe, fehlende Überzeugungen, Wählerverdruss und rechtspopulistische Parteien, die in Deutschland an die Macht kommen. Kurzzeitg habe ich mich gefragt, wo das Buch am Ende hinführen soll. Doch meiner Meinung nach ist Juli Zeh ein sehr gutes Ende gelungen. Eines mit einer Aussage dahinter, die sitzt und zum Nachdenken bringt. Wer ein gut geschriebenes, kritisches, unterhaltsames aber nicht nerviges Buch sucht, der wird hier fündig.

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