Wir Flüchtlinge

Inhaltsverzeichnis

Hannah Arendt: Wir Flüchtlinge

Anhang
»Es bedeutet den Zusammenbruch unserer privaten Welt« Von Thomas Meyer
Zu Autorin und Werk
Werke von Hannah Arendt (Auswahl)
Band 19398
Reclams Universal-Bibliothek Band 19398

Wir Flüchtlinge

(Was bedeutet das alles?)

Buch (Taschenbuch)

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.07.2016

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

64

Maße (L/B/H)

14.3/9.4/0.6 cm

Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

13.07.2016

Verlag

Reclam, Philipp

Seitenzahl

64

Maße (L/B/H)

14.3/9.4/0.6 cm

Gewicht

47 g

Übersetzer

Eike Geisel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-15-019398-3

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Ein überbewerteter und unergiebiger Text

Bewertung am 03.08.2018

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Da ich zuvor nichts Anderes von Hannah Arendt gelesen hatte, kann ich nur von dem ausgehen, was ich in diesem kurzen Text vorfinde, und finde auch, dass das was z. B. im angefügten Essay von Thomas Meyer betrieben wird, nämlich spätere Texte und Aussagen von Frau Arendt hinzuzuziehen, unzulässig ist. Denn dadurch werden Sachverhalte in diesen Zeitungsartikel hineininterpretiert, die dort schlicht nicht stehen, die so mancher dort aber gerne herauslesen möchte um dem Text mehr Bedeutung zukommen zu lassen. Zum einen muss ich sagen, dass der Text "Wir Flüchtlinge" wenig ergiebig ist eben in Bezug auf gerade dieses Thema, und wegen dem er in letzter Zeit so häufig als "Argumentationshilfe" herangezogen wird. Dass sie sich wirklich über ihren Status als Flüchtling, oder gar der Thematik im Allgemeinen widmet, ist auf wenige Absätze begrenzt. Viel mehr Raum gibt sie Gedanken zu ihrem Jüdischsein, bzw. denkt über das Verhalten der jüdischen Gemeinschaft im Ausland nach. Das wenige, dass Frau Arendt an Ansichten bezüglich Flüchtlingen hier zum Besten gibt, auf die heutige Situation übertragen zu wollen, ist schlicht absurd. Das Frau Arendt sich auf ihrem Weg (Frankreich, Portugal, USA) als "Neuankömmling" betrachtet, sich wünscht so angesehen zu werden, und nicht als Flüchtling, ist verständlich in Anbetracht dessen, das sie sich als Europäerin in europäischen, bzw. europäisch geprägten Ländern aufhielt. Sie wollte nicht auffallen, keine Sonderbehandlung, am besten gar keine Hilfe, schnell die Sprache lernen. Was alles das genaue Gegenteil dessen ist, mit dem wir heute in Europa konfrontiert sind. Doch auch wenn sie sich nur als "Neuankömmling" fühlte (was ja auch stimmt, immerhin ist es ein Kulturkreis), so thematisiert sie selbst recht ausführlich, dass man die fremde Nationalität eben nicht annehmen kann, sondern immer das bleibt was man ist / war. Sie geht sogar so weit, dass sie sich darüber lustig macht, wenn sich Ausländer patriotischer zum Gastland gebärden als die Einheimischen selbst. Dass der Text von Frau Arendt schlicht missbraucht wird, zeigt auch der angefügte Essay von Thomas Meyer. Herr Meyer liest dort Dinge, die er dort gerne lesen möchte. Er (!) spricht sich aus, gegen eine etwaige "Assimilation" von Ausländern, weil er (!) möchte, dass diese mit viel Selbstbewusstsein "für ihre (!) Sache einstehen". Und auch wenn er, unter Zuhilfenahme späterer Äußerungen von Frau Arendt, belegen kann, das sie sich gegen Nationalstaaten ausgesprochen hat, so steht das einfach nicht im vorliegenden Text. Wobei man an der Stelle auch sagen muss, das es schon seltsam anmutet, das auf die dramatischen Folgen des Zusammenbruchs des Nationalstaates in Afghanistan und Libyen hingewiesen wird, um im selben Atemzug jedoch die Auflösung des deutschen Nationalstaates (offene Grenzen) gefordert wird, und das mit dem ewigen und unpassenden "Argument" des NS. Im Ganzen möchte ich mich der in diesem Büchlein zitierten Aussage des Philosophen Werner Dannhauser anschließen, der sagte, der Text sei "lediglich eine autobiographische Bagatelle". Wohingegen das enthaltene Essay als Ärgernis zu betrachten ist.

Ein überbewerteter und unergiebiger Text

Bewertung am 03.08.2018
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Da ich zuvor nichts Anderes von Hannah Arendt gelesen hatte, kann ich nur von dem ausgehen, was ich in diesem kurzen Text vorfinde, und finde auch, dass das was z. B. im angefügten Essay von Thomas Meyer betrieben wird, nämlich spätere Texte und Aussagen von Frau Arendt hinzuzuziehen, unzulässig ist. Denn dadurch werden Sachverhalte in diesen Zeitungsartikel hineininterpretiert, die dort schlicht nicht stehen, die so mancher dort aber gerne herauslesen möchte um dem Text mehr Bedeutung zukommen zu lassen. Zum einen muss ich sagen, dass der Text "Wir Flüchtlinge" wenig ergiebig ist eben in Bezug auf gerade dieses Thema, und wegen dem er in letzter Zeit so häufig als "Argumentationshilfe" herangezogen wird. Dass sie sich wirklich über ihren Status als Flüchtling, oder gar der Thematik im Allgemeinen widmet, ist auf wenige Absätze begrenzt. Viel mehr Raum gibt sie Gedanken zu ihrem Jüdischsein, bzw. denkt über das Verhalten der jüdischen Gemeinschaft im Ausland nach. Das wenige, dass Frau Arendt an Ansichten bezüglich Flüchtlingen hier zum Besten gibt, auf die heutige Situation übertragen zu wollen, ist schlicht absurd. Das Frau Arendt sich auf ihrem Weg (Frankreich, Portugal, USA) als "Neuankömmling" betrachtet, sich wünscht so angesehen zu werden, und nicht als Flüchtling, ist verständlich in Anbetracht dessen, das sie sich als Europäerin in europäischen, bzw. europäisch geprägten Ländern aufhielt. Sie wollte nicht auffallen, keine Sonderbehandlung, am besten gar keine Hilfe, schnell die Sprache lernen. Was alles das genaue Gegenteil dessen ist, mit dem wir heute in Europa konfrontiert sind. Doch auch wenn sie sich nur als "Neuankömmling" fühlte (was ja auch stimmt, immerhin ist es ein Kulturkreis), so thematisiert sie selbst recht ausführlich, dass man die fremde Nationalität eben nicht annehmen kann, sondern immer das bleibt was man ist / war. Sie geht sogar so weit, dass sie sich darüber lustig macht, wenn sich Ausländer patriotischer zum Gastland gebärden als die Einheimischen selbst. Dass der Text von Frau Arendt schlicht missbraucht wird, zeigt auch der angefügte Essay von Thomas Meyer. Herr Meyer liest dort Dinge, die er dort gerne lesen möchte. Er (!) spricht sich aus, gegen eine etwaige "Assimilation" von Ausländern, weil er (!) möchte, dass diese mit viel Selbstbewusstsein "für ihre (!) Sache einstehen". Und auch wenn er, unter Zuhilfenahme späterer Äußerungen von Frau Arendt, belegen kann, das sie sich gegen Nationalstaaten ausgesprochen hat, so steht das einfach nicht im vorliegenden Text. Wobei man an der Stelle auch sagen muss, das es schon seltsam anmutet, das auf die dramatischen Folgen des Zusammenbruchs des Nationalstaates in Afghanistan und Libyen hingewiesen wird, um im selben Atemzug jedoch die Auflösung des deutschen Nationalstaates (offene Grenzen) gefordert wird, und das mit dem ewigen und unpassenden "Argument" des NS. Im Ganzen möchte ich mich der in diesem Büchlein zitierten Aussage des Philosophen Werner Dannhauser anschließen, der sagte, der Text sei "lediglich eine autobiographische Bagatelle". Wohingegen das enthaltene Essay als Ärgernis zu betrachten ist.

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