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Wann hören wir auf, uns etwas vorzumachen?

Gestehen wir uns ein, dass wir die Klimakatastrophe nicht verhindern können

Jonathan Franzen

(9)
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Beschreibung

Wir müssen der Wahrheit ins Gesicht sehen, sagt Jonathan Franzen, der sich seit vielen Jahren mit Themen des Umweltschutzes beschäftigt. Das Spiel ist aus, wir werden den Klimawandel nicht mehr kontrollieren, die Katastrophe nicht verhindern können. Das Pariser Abkommen, das Zwei-Grad-Ziel, "Fridays for Future", die Bepreisung von CO₂ - alles zu spät, nachdem dreissig Jahre lang vergeblich versucht wurde, die globale Erwärmung zu reduzieren.
Aber das ist kein Grund zum Aufhören und schon gar nicht das Ende von allem. Wir sollten uns vielmehr neu darauf zu besinnen, was uns wichtig ist. Deshalb, so Franzen, wird es jetzt Zeit, sich auf die Folgen vorzubereiten, zum Beispiel auf Brände, Überschwemmungen und Flüchtlingsströme. Es geht aber auch darum, alles in unser Macht Stehende zu tun, um unsere Gesellschaften, unsere Demokratien zu festigen.
Dieses Buch ist ein kämpferisches Plädoyer dafür, die Grenzen unserer Möglichkeiten nicht zu Lasten dessen zu leugnen, was sich erfolgreich verändern lässt. Es enthält neben einem Essay und dem bislang unveröffentlichten Vorwort des Autors ein Interview, das er der Zeitung "Die Welt" im Juli 2019 zur Klimakrise gegeben hat.

Ein schmales Bändchen von 64 Seiten, aber eines, in dem einer so überraschend anders denkt, dass man es (...) gern gleich zweimal liest.

Jonathan Franzen, 1959 geboren, erhielt für seinen Weltbestseller «Die Korrekturen» 2001 den National Book Award. Er veröffentlichte ausserdem die Romane «Die 27ste Stadt», «Schweres Beben», «Freiheit» und «Unschuld», das autobiographische Buch «Die Unruhezone», die Essaysammlungen «Anleitung zum Alleinsein», «Weiter weg» und «Das Ende vom Ende der Welt» sowie «Das Kraus-Projekt» und den Klima-Essay «Wann hören wir auf, uns etwas vorzumachen». Er ist Mitglied der amerikanischen Academy of Arts and Letters, der Berliner Akademie der Künste und des französischen Ordre des Arts et des Lettres. 2013 wurde ihm für sein Gesamtwerk der WELT-Literaturpreis verliehen, 2015 erhielt er für seinen Einsatz zum Schutz der Wildvögel den EuroNatur-Preis. Er lebt in Santa Cruz, Kalifornien..
Bettina Abarbanell, geboren in Hamburg, lebt als Übersetzerin in Potsdam. Sie übersetzt u.a. Jonathan Franzen, Denis Johnson,  Rachel Kushner, Elizabeth Taylor und F. Scott Fitzgerald. 2014 wurde sie mit dem Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Übersetzerpreis ausgezeichnet.  

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 64
Erscheinungsdatum 28.01.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-499-00440-7
Verlag Rowohlt Taschenbuch
Maße (L/B/H) 17/10.3/1.5 cm
Gewicht 95 g
Originaltitel What if We Stopped Pretending?
Auflage 4. Auflage
Übersetzer Bettina Abarbanell
Verkaufsrang 33070

Kundenbewertungen

Durchschnitt
9 Bewertungen
Übersicht
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3
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von einer Kundin/einem Kunden am 24.05.2020
Bewertet: anderes Format

Klimawandel und Artensterben- ein Buch, so desillusionierend und enttäuschend, aber gerade deshalb großartig - weil ernüchternd!

von einer Kundin/einem Kunden am 21.05.2020
Bewertet: anderes Format

Er hat wohl recht mit dem was er schreibt, aber da wir weiterhin morgens aufstehen lohnt es sich das Richtige zu tun. Was das ist, muss jeder selber entscheiden.

Enttäuschung und Resignation verpackt als Realismus. Doch wo sind die Lösungen?
von einer Kundin/einem Kunden am 25.03.2020

Bücher über den Klimawandel und Umweltthemen im Allgemeinen, haben momentan Hochkonjunktur. Seit dem Aufkommen der Fridays-for-Future-Bewegung sind sie allgegenwärtig. Das gestiegene Interesse an diesem Thema und die Bereitschaft selbst etwas zu tun, sind das Resultat eines aus dem Dornröschenschlaf erwachten, kollektiven und ne... Bücher über den Klimawandel und Umweltthemen im Allgemeinen, haben momentan Hochkonjunktur. Seit dem Aufkommen der Fridays-for-Future-Bewegung sind sie allgegenwärtig. Das gestiegene Interesse an diesem Thema und die Bereitschaft selbst etwas zu tun, sind das Resultat eines aus dem Dornröschenschlaf erwachten, kollektiven und neuen Klimabewusstseins. Vor allem die westlichen Gesellschaften haben Angst vor den Folgen der Erderwärmung und sehen schwarz für die Zukunft der kommenden Generationen, für die Zukunft der gesamten Spezies Mensch. So auch Jonathan Franzen, der nicht nur einer der bekanntesten zeitgenössischen US-amerikanischen Autoren, sondern auch ein einflussreicher Aktivist ist: sowohl politisch, als auch ökologisch. Er gehörte er zu denjenigen, die schon früh vor den Gefahren des Klimawandels warnten und seine verheerenden Folgen vorhersagten. Doch wie die Mahnungen so vieler, blieben auch die seinigen unerhört. Die Politik reagierte, wenn überhaupt, nur halbherzig. So halbherzig, dass Maßnahmen mittlerweile zu spät kommen und der Klimawandel zum unumkehrbaren Faktum geworden ist. So jedenfalls sieht es Franzen in seinem schmalen Essay ‘Wann hören wir auf, uns etwas vorzumachen?‘. Für ihn wird der Klimawandel kommen, egal was Politik, Wirtschaft und Gesellschaft jetzt gegen ihn tun. Denn die Menschen sind nicht bereit für tiefgreifende und radikale Maßnahmen, für einen echten Klimaschutz. Die Erderwärmung unter zwei Grad Celsius zu halten, ist somit nicht mehr möglich. Statt auf die Lösung eines unlösbaren Problems, sollten wir uns auf den klassischen Umwelt- und Artenschutz konzentrieren, klimawandelbedingte (Natur-) Katastrophen vorbeugen und die Demokratie stärken. Gerne alles in kleinen, solidarischen und nachbarschaftlichen Strukturen, denn auf die große Politik, können wir diesbezüglich nicht mehr vertrauen. Franzen unterscheidet sich mit seinen Thesen ziemlich radikal von anderen Klimaaktivist*innen, mehr noch, er wirft den allermeisten eine gefährliche Naivität vor. Einerseits hat er Recht mit seiner Behauptung, dass der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten ist, doch andererseits liefert er keine befriedigenden Lösungsansätze. Sämtliche Klimaschutzmaßnahmen einzustellen, nicht mehr auf die Politik zu vertrauen und uns auf das konzentrieren was kommen wird, ist keine Lösung. Es ist Resignation und Enttäuschung, verpackt als selbstbezeichneter Realismus. Und so lässt uns dieser vom Umfang her schmale und auch inhaltlich dünne Essay, ratlos zurück. Daran können auch die Extras in Form eines Vorworts (in welchem sich Franzen für seine Sicht der Dinge rechtfertigt und kein gutes Haar am Großteil der Klimaaktivist*innen lässt) und das Interview nichts ändern.


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