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Ministerium für öffentliche Erregung

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Platz 1 der Litprom-Bestenliste »Weltempfänger«.

Presse (Auswahl)
»Der Shootingstar der Literaturszene.« BR2

»Spannende Autorin.« SPON, Oktober 2016

»Zärtlich und cool zugleich … eine literarische Rebellion.« Cornelia Zetzsche, NDR2 Kultur

»Blitzgescheite und eigenwillige Erzählungen.« Angela Schader, NZZ

»Amanda Lee findet Worte und Bilder, um von den Menschen so zu erzählen, dass man auf jeden Fall getroffen wird − und zwar mitten ins Herz. Kitschverdacht allerdings ausgeschlossen, dafür jede Menge weltoffene geschichtsbewusste Lebensklugheit, modernster Feminismus inbegriffen. Cool!« Anita Djafari

»Geschichten, zart und direkt, melancholisch, voll emotionaler Tiefe und schräger Typen.« radioTexte, BR2

»Fantastisches Debüt der Erzählerin aus Singapur. In ihren Storys über Abhängigkeit, Liebe, Sehnsucht und Freiheit stecken gleich mehrere Romane.« Ulrich Gutmair, taz

»Ein Buch, in dem man sich verliert und gebannt jeder Geschichte folgt … auch wenn die Erzählung verklungen ist, wird diese im Leser nachklingen.« Hauke Harder, Leseschatz

»Die Geschichten, zusammenmontiert aus kleinen Alltagssplittern, flüchtigen Begegnungen und kurzen Augenblicken, lesen sich sehr modern und zeitgenössisch. Amanda Lee Koe erzählt mal klassisch, mal arrangiert sie aber auch ganz unerwartet … das macht Spass, überrascht immer wieder und nimmt die Leser mit. Eine Entdeckung, von dieser Autorin wird man sicher noch einiges hören – und lesen sowieso …« Ulrich Noller, Literaturtipp, Funkhaus Europa

Amanda Lee Koe betrat die Bühne der Weltliteratur mit einem Knall: Das Debüt der jungen Autorin, die in Singapur und New York lebt und u.a. als Literaturredakteurin für den Esquire arbeitet, wurde mit Preisen überhäuft. Es gewann den Singapore Literature Prize for English Fiction und den Book Award for Best Fiction, stand auf der Longlist für den Frank O’Connor Award und wurde unter die zehn besten englischen Bücher Singapurs der letzten 50 Jahre gewählt.

Koe schreibt über Aussenseiter und Querköpfe, über verlorene Individuen, die sich durch eine in Schieflage geratene Welt bewegen. Zeitgemäss, einfallsreich, atemberaubend. Es geht um Leidenschaften, Abhängigkeiten, Identität, Sex und (verlorene) Liebe.

Geschichten wie ein Schlag. Nicht wie ein brutaler Schlag ins Gesicht, sondern wie ein Herztreffer, ein Blattschuss, ein wilder Hieb, der den Zentralmuskel des Gefühls für einen kurzen Moment aus dem Takt bringt und wilde, aufregende Wahrheiten offenbart.
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Beschreibung

Produktdetails


Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 240 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.09.2016
Sprache Deutsch
EAN 9783959880602
Verlag CulturBooks Verlag
Dateigröße 717 KB
eBook
Fr. 18.90
inkl. gesetzl. MwSt.
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Kundenbewertungen

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"Man kann Menschen auf so viele Arten ausnutzen ..."
von Dr. M. am 06.07.2018
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ein kleines Mädchen hält ein Küken in der Hand. Es kann dem Drang, es zu zerdrücken, nicht widerstehen. Ist das ein Hinweis auf die Zukunft dieses Menschen? Für Amanda Lee Koe schon, denn sie macht daraus ihre Geschichte "Küken", eine der besten in diesem Band. Dort liest man dann:... Ein kleines Mädchen hält ein Küken in der Hand. Es kann dem Drang, es zu zerdrücken, nicht widerstehen. Ist das ein Hinweis auf die Zukunft dieses Menschen? Für Amanda Lee Koe schon, denn sie macht daraus ihre Geschichte "Küken", eine der besten in diesem Band. Dort liest man dann: "Man kann Menschen auf so viele Arten ausnutzen, sehr viel mehr, als es Arten von Großzügigkeit und Liebe gibt. Das Schöne an Menschen ist aber, dass sie sehr viel weniger zerbrechlich sind als drei Wochen alte Küken und sehr viel anpassungsfähiger. Die Verrenkungen, zu denen du dieses menschliche Wesen verleiten konntest, entzücken dich." Amanda Lee Koe beobachtet sehr genau und anders als die meisten Menschen. Sie sieht in kleinen Gesten oder Handlungen ein kurzzeitig offenes Fenster, durch das sie in die Seele von Menschen schauen kann. Daraus entwickelt sie ihre Geschichten. "Geschichten wie ein Schlag, wie ein Herztreffer, ein Hieb, der den Zentralmuskel des Gefühls für einen kurzen Moment aus dem Takt bringt und wilde, aufregende Wahrheiten offenbart", liest man hinten auf dem Buchdeckel. Offenbar saß der Schlag bei Kritikern und Kollegen, denn die Autorin wurde für diesen Erstlingsband mit Lob überschüttet. Doch was hat diese Leute überrascht? Dass Amanda Lee Koe unschöne Wahrheiten in Geschichten hüllt, die sie spröde und ohne jeden Hang zur literarischen Verschönerung der Welt erzählt oder vielmehr, dass sie selbst nicht den Mut hatten, den Tatsachen ohne mit der Wimper zu zucken ins Auge zu sehen? In vielen Geschichten geht es um Macht und Erniedrigung in Beziehungen oder zwischen zunächst fremden Menschen. "Küken" steht dafür geradezu exemplarisch. Man kann diesen Band in der Tat kaum aus der Hand legen. Nicht weil er besonders spannend ist, sondern weil die Autorin außergewöhnliche Geschichten erzählt, die oft eine gewöhnlich verschwiegene seelische Brutalität in menschlichen Beziehungen ungeschönt offenlegen. Dass eine junge Autorin dazu die Kraft und auch die literarischen Fähigkeiten besitzt, hat wohl die saturierten Meinungsmacher überrascht. Das wiederum ist weniger überraschend. Nun besitzen nicht alle Geschichten in diesem Band die gleiche Qualität. Vielleicht werden auch manche Leser mit einigen Erscheinungsformen asiatischer Denk- und Verhaltensweisen fremdeln, die bei der Autorin und ihren Figuren zwangsläufig durchscheinen. Doch davon sollte man sich nicht verwirren lassen. Wie immer man es auch betrachtet - dieser Band ist eine Reise in die Abgründe der menschlichen Seele, in die nicht jeder Autor so schonungslos wie Amanda Lee Koe blicken möchte.

Unglaublich lesenswert
von Tania B. am 13.10.2016
Bewertet: gebundene Ausgabe

Im Ministerium für öffentliche Erregung werden Menschen auf das Schönste porträtiert, in den Miniaturen von Amanda Lee Koe scheint eine ganze Welt auf, die am genauesten mit einem Lieblingssatz aus diesem Buch beschrieben werden kann: „… Ich wischte die schlechten Gefühle lieber weg, wie ein Schwamm das Schweineschmalz. …“... Im Ministerium für öffentliche Erregung werden Menschen auf das Schönste porträtiert, in den Miniaturen von Amanda Lee Koe scheint eine ganze Welt auf, die am genauesten mit einem Lieblingssatz aus diesem Buch beschrieben werden kann: „… Ich wischte die schlechten Gefühle lieber weg, wie ein Schwamm das Schweineschmalz. …“ aus: Liebe ist keine große Wahrheit. Dieses Buch ist feministisch, ohne es zu forcieren, dieses Buch hat eine Lakonie, die ich unglaublich schön fand – die Geschichten von Frauen in diesem multiethnischen Singapur sind fast durch die Bank weg großartig. Unglaublich lesenswert, dieses Buch. https://taniafolaji.com/2016/10/11/ministerium-fuer-oeffentliche-erregung/