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Hier ist noch alles möglich

Roman. Ausgezeichnet mit dem Robert Walser Preis 2018

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gebundene Ausgabe
Jeden Abend schaut die junge Nachtwächterin auf die Bilder der Überwachungskamera. Nichts regt sich – die Tage der Verpackungsfabrik sind gezählt, die meisten Mitarbeiter bereits gegangen. Als jedoch ein Wolf auf dem Gelände vermutet wird, entstehen Risse in der Gleichförmigkeit. Gibt es ihn tatsächlich? Wie gefährlich ist er? Die Nachtwächterin soll während ihrer Schichten eine Fallgrube ausheben. Doch je genauer sie der Spur des Wolfes folgt, je tiefer sie gräbt und je mehr Schichten sie abträgt, desto mehr Fragen drängen sich auf. Was etwa hat es mit dem Mann auf sich, der in der Nähe der Fabrik aus einem Flugzeug fiel? Und was mit der Bankräuberin, deren Phantombild dem Gesicht der Nachtwächterin so täuschend ähnlich sieht? Von allen Seiten versucht sie sich den Dingen zu nähern: erzählend, notierend, skizzierend, fotografierend. Doch sämtliche Gewissheiten schwinden, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion, Sicherheit und Bedrohung, Fremdem und Bekanntem verwischen.
Rezension
"Hier, in diesem eigentümlichen Buch, ist tatsächlich ALLES möglich. Ein Plädoyer für die Vorstellungskraft" Frankfurter Rundschau 20181011
Portrait

Gianna Molinari wurde 1988 in Basel geboren und lebt in Zürich. Sie studierte von 2009 bis 2012 Literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut Biel und danach Neuere Deutsche Literatur an der Universität Lausanne. Sie war Stipendiatin der Autorenwerkstatt Prosa 2012 am Literarischen Colloquium Berlin und erhielt im selben Jahr den Preis sowie den Publikumspreis des 17. MDR-Literaturwettbewerbs. Bei den „Tagen der deutschen Literatur" 2017 in Klagenfurt wurde sie für einen Auszug aus ihrem Debüt „Hier ist noch alles möglich" mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet, 2018 erhielt sie den Robert-Walser-Preis.

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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 13.07.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03739-0
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 22/13.4/2.5 cm
Gewicht 346 g
Abbildungen 37 Abbildungen schwarzweiß, mitlaufend
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 12604
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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7
3
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0

von einer Kundin/einem Kunden am 19.04.2019
Bewertet: anderes Format

Text wie Satz und Gestaltung sind wahre Kunst! Ich habe den z.T. repetitiven Schreibstil ins Herz geschlossen, denn er zeigt die Bedeutung hinter den einzelnen Worten. Kunst pur!

Einzigartig!
von einer Kundin/einem Kunden am 01.02.2019

Ein spannendes Debüt, das zu Recht für den deutschen Buchpreis nominiert war. Aus der Sicht der jungen Nachtwärterin erfährt der Leser nicht nur was in der Fabrik und um diese herum passiert, sondern auch was dort möglich ist und war.

Ein außergewöhnliches Buch
von Martin Schult aus Borken am 17.12.2018

Eine junge Frau tritt ihre neue Stelle als Nachtwächterin bei einer maroden Verpackungsfabrik an. Der Kantinenkoch hat vor kurzer Zeit einen Wolf gesichtet und die Aufgabe der jungen Frau besteht nun darin mit ihrem direkten Kollegen diesen Wolf ausfindig zu machen. Die Suche nach dem Wolf ist jedoch wenig erfolgreich, und so wa... Eine junge Frau tritt ihre neue Stelle als Nachtwächterin bei einer maroden Verpackungsfabrik an. Der Kantinenkoch hat vor kurzer Zeit einen Wolf gesichtet und die Aufgabe der jungen Frau besteht nun darin mit ihrem direkten Kollegen diesen Wolf ausfindig zu machen. Die Suche nach dem Wolf ist jedoch wenig erfolgreich, und so wandelt sich die Suche in einer nach der eigenen Identität... Ich bin auf Den Roman "Hier ist noch alles möglich" durch die Nominierung auf die Longlist des Deutschen Buchpreises aufmerksam geworden. Mit einer hohen Erwartung bin ich in das Buch gestartet und wurde von der erfrischenden und auf dem ersten Blick sehr einfachen Schreibweise der Schweizer Autorin Gianna Molinari überrascht. Sie erzählt die Geschichte in einfachen wenig ausgeschmückten Sätzen, überlässt aber gleichzeitig dem Leser eine stetige Interpretation der geschriebenen Worte. Das Buch liest sich hervorragend, verlangt aber aufgrund der Gedanken zwischen den Zeilen die volle Konzentration des Lesers. Der Roman wird so zu einem überraschenden Erlebnis, welches ich in dieser Form nicht erwartet habe. Die Hauptprotagonistin, die auch namentlich nicht genannt wird, wirkt sehr sympathisch, obwohl es so gut wie keine Informationen zu ihrem Leben gibt. Sie befindet sich nicht nur auf der Suche nach dem Wolf, sondern wohl auch nach sich selbst und erscheint so ein wenig naiv und kindlich. Gerade diese Orientierungs-losigkeit lässt das Gefühl aufkommen, dass in ihrem Leben eigentlich noch alles möglich ist. Die liebevolle Gestaltung des Buches verleiht dem Text noch einen zusätzlichen Charme. "Hier ist noch alles möglich" ist ein in seiner Form mehr als ungewöhnlicher Roman und wird auf diese Weise sicherlich nicht nur Fürsprecher finden. Aber gerade ein Buch, welches derart polarisiert, weckt mein Interesse, so dass ich die Nominierung zum Deutschen Buchpreis auch gut nachvollziehen kann. Da ich das Buch für lesenswert halte, empfehle ich es gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.