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Die Großmächtigen

Roman. Ausgezeichnet mit dem Jane Scatcherd-Preis 2017

(4)
„Die Grossmächtigen birgt in sich den Zündstoff einer ganzen Epoche. Ein grosser Weltroman.“ Le Monde des Livres
1922 ist die Welt in der maghrebinischen Stadt Nahbès zu aller Zufriedenheit aufgeteilt. Bis ein amerikanisches Filmteam wie ein Meteor in dem Wüstenort einschlägt. Für einen Moment begegnen sich die Amerikanerin Kathryn und Raouf, der Sohn des Caïd, die junge Witwe Ranja, der altersmilde Kolonialist Ganthier und die kesse Pariser Journalistin Gabrielle in einer ebenso unbeschwerten wie abenteuerlichen Utopie – ehe das Rad der Geschichte einen jeden wieder an seinen Platz verweist.
In seinem vielfach ausgezeichneten Roman erzählt Kaddour mit Witz und Weisheit, Poesie und Tempo von einer vergangenen, verblüffend vertrauten Epoche voller Aufbrüche und dramatischer Kollisionen.
„Kaddour versteht es, den Leser von der ersten Seite an zu fesseln: mit psychologischem Feingefühl genauso wie mit stilistischen Finessen und verdecktem ironischen Augenzwinkern.“
Christoph Vormweg, Deutschlandfunk
Rezension
" Kaddour taucht in die Tiefenschichten des komplexen Beziehungsgeflechts zwischen Europa und dem Maghreb ein - es ist wirklich ein Welt-Roman. " Deutschlandfunk 20170713
Portrait
Hédi Kaddour, 1945 als Sohn eines Tunesiers und einer Französin in Tunis geboren, ist Professor für Französische Literatur, Dramaturgie und journalistisches Schreiben, ausserdem selbst Journalist, Autor von Romanen, Essays und Gedichten, sowie Übersetzer aus dem Deutschen, Englischen und Arabischen. Für seine Romane „Waltenberg“, „Savoir-vivre“ und „Die Grossmächtigen“ wurde er in Frankreich von Publikum und Kritik gefeiert und hat zahlreiche Preise erhalten.
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Beschreibung

Produktdetails


Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 477
Erscheinungsdatum 14.07.2017
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-351-03681-2
Verlag Aufbau
Maße (L/B/H) 221/141/43 mm
Gewicht 715
Originaltitel Les Préponderants
Auflage 1
Verkaufsrang 45.480
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen


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überraschend gut
von einer Kundin/einem Kunden aus München am 22.09.2017

Nordafrika in den 20.er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die großmächtigen Franzosen herrschen noch als Kolonialmacht. Selbstherrlich, überheblich. Ein amerikanische Filmteam kommt in eine kleine Stadt und wirbelt alles durcheinander. Vor allem die Menschen sind es, junge Menschen, die zwischen den verschiedenen Kulturen den Aufbruch in die eigene Zukunft suchen. Eine... Nordafrika in den 20.er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die großmächtigen Franzosen herrschen noch als Kolonialmacht. Selbstherrlich, überheblich. Ein amerikanische Filmteam kommt in eine kleine Stadt und wirbelt alles durcheinander. Vor allem die Menschen sind es, junge Menschen, die zwischen den verschiedenen Kulturen den Aufbruch in die eigene Zukunft suchen. Eine 19jähirge arabische Witwe sehnt sich nach einem Leben, dass sie bis jetzt nur in Büchern gefunden hat und vor allem durch die Amerikaner in greifbare Nähe zu rücken scheint. Ein arabischer Intelektueller findet überraschend die Liebe. Aber das Buch verweilt nicht in Afrika, spielt in Episoden in Frankreich und Deutschland. Eigentlich ist es kein durchgängiger Roman, sondern eher ein Panoptikum der menschlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten. Ein Kaleidoskop in dem klar wird, dass über alle religiösen und kulturellen Unterschiede hinweg der Mensch sich doch immer nach dem Gleichen sehnt, nach dem Gleichen strebt. Begeistert hat mich vor allem die Sprache, die intelligenten Dialoge. Und wohltuend fand ich auch, dass es sehr viele starke Frauen in diesen Geschichten gibt. Ein überraschendes Buch, welches mich schon durch sein ungewöhnliches Cover gefangen genommen hatte.

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Sollte man sich nicht entgehen lassen
von Bibliomarie aus Düsseldorf am 25.07.2017

Der Maghreb in den Zwanziger des letzten Jahrhunderts, eine Welt in der es brodelt. Zwischen den französischen Kolonialisten und den politisch geprägten Nationalisten, zwischen den traditionellen Muslimen und den Fortschrittsgläubigen. Diese labile Konstellation gerät aus den Fugen, als ein amerikanisches Filmteam in Nahbès einzieht. Die geschlossenen Kreise werden durcheinander... Der Maghreb in den Zwanziger des letzten Jahrhunderts, eine Welt in der es brodelt. Zwischen den französischen Kolonialisten und den politisch geprägten Nationalisten, zwischen den traditionellen Muslimen und den Fortschrittsgläubigen. Diese labile Konstellation gerät aus den Fugen, als ein amerikanisches Filmteam in Nahbès einzieht. Die geschlossenen Kreise werden durcheinander gewirbelt und die „Großmächtigen“ so der Spottname für die einfluss-und geldreichen Franzosen fürchten um ihre Vormachtstellung. Hier treffen die fünf Hauptcharaktere aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein können: Rania, eine junge Araberin, von Büchern fasziniert und aufgeschlossen, schon mit 19 Jahren Witwe geworden, versucht sie ein eigenständiges Leben zu führen und sich der Bevormundung von Vater und Bruder zu entziehen. Raouf, ein achtzehnjähriger Abiturient, ist angezogen von der französischen Literatur und Sprache, er ist charmant, gebildet und gehört als Sohn des Caîd zu oberen Schicht der Araber. Ganthier ist Franzose, gehört also zu den Großmächtigen, ist ein gebildeter, aber auch zynischer und reaktionärer Mann. Kathrin Bishop gehört als Schauspielerin zur Filmcrew, charmant und reizend wirbelt sie gehörig Staub auf. Dazu kommt noch die Journalistin Gabrielle Conti. Zwischen diesen fünf Hauptfiguren entwickeln sich dramatische, leidenschaftliche und folgenreiche Beziehungen. Hier prallen Welten und Weltanschauungen aufeinander. Der Roman ist ein farbenreiches Epos aus einer für mich bislang fremden Welt. Doch finde ich in all diesen Konflikten und politischen Machtspielen schon den Kern des Konflikts, der bis heute die Region bestimmt. Aber nicht nur der geschichtliche oder politische Hintergrund hat mich gefesselt. Es ist vor allem die Entwicklung der Figuren. Großartig vor allem Rania und Raouf, zwei junge Menschen, die durch die Begegnung mit der Literatur und den Fremden auch die Enge ihrer Welt begreifen. Es gibt viele wunderbare Geschichten in der Geschichte, kleine zwischenmenschliche Episoden von Neid, Liebe, Eifersucht und Enttäuschung, die mich an Episoden aus Tausendundeiner Nacht erinnerten. Die Handlung führt in einem weiten Bogen aus Nordafrika bis nach Europa und ins Ruhrgebiet und wieder zurück nach Nahbès. Sogar Hollywood darf mit einigen Skandalen auftreten. Die Atmosphäre ist stimmig und nahm mich sofort gefangen. Die Geschichte ist lebensprall und farbenprächtig, unterhaltsam und traurig zugleich. Ich bin begeistert!

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LES PRÉPONDÉRANTS - Ein elegisches Panorama der Welt des Maghreb vor nahezu 100 Jahren
von j.h. aus Berlin am 29.08.2017

1922 ist die Welt der im französischen Kolonialbereich befindlichen maghrebinischen Stadt Nahbès nach traditionell überkommenen Maßstäben zur Zufriedenheit aller geregelt. Die Einheimischen fügen sich in Untertänigkeit den französischen Potentanten, die als DIE GROSSMÄCHTIGEN auftreten und an eine ewige Zukunft von Groß-Frankreich glauben. Doch ein quirliges Filmteam aus Hollywood scheint... 1922 ist die Welt der im französischen Kolonialbereich befindlichen maghrebinischen Stadt Nahbès nach traditionell überkommenen Maßstäben zur Zufriedenheit aller geregelt. Die Einheimischen fügen sich in Untertänigkeit den französischen Potentanten, die als DIE GROSSMÄCHTIGEN auftreten und an eine ewige Zukunft von Groß-Frankreich glauben. Doch ein quirliges Filmteam aus Hollywood scheint das fragile Gleichgewicht durcheinander zu bringen. Dabei waren die Filmleute vor allem vor der im Gefolge des Mordprozesses um den Komiker Fatty Arbuckle auf Skandalsuche befindlichen Hearst-Presse geflohen ... In seinem dritten Roman entwirft der französische Autor Hédi Kaddour (*1945) ein eindrucksvolles Panorama des französischen Kolonialreiches kurz vor seinem Untergang. Kaddour, Sohn eines Tunesiers und einer Französin, bettet die Geschichte in ein um 1922 angesiedeltes elegisches Weltpanorama ein, das bis ins 1923 im Sinne des Versailler Vertrages von Franzosen besetzte Ruhrgebiet führt. Der Roman über die Begegnung extrem gegensätzlicher Welten (Araber, Franzosen, Hollywood-Stars) weist auch indirekt auf die französische Kolonialgeschichte als bis heute wirksamer Konfliktauslöser im Maghreb hin. Stilistisch setzt der ehemals als Professor für französische Literatur tätige Autor auf kunstvoll formulierte Sätze extremer Länge, deren Inhalt gelegentlich allerdings Luftblasen gleicht und dem Leser eine sehr hohe Aufmerksamkeit abverlangt. Während die Geschichte um den wegen Mordes angeklagten Komiker Fatty Arbuckle (1887-1933) authentisch ist, wurde Filmstar Cavarro sichtbar an Rudolph Valentino (1895-1926) angelehnt, der 1921 mit dem Film THE SHEIK zum Star geworden war. Das im AUFBAU-Verlag unter dem Titel DIE GROSSMÄCHTIGEN in deutscher Übersetzung von Grete Osterwald erschienene Buch aus dem Jahr 2015 ist vor allem anspruchsvollen Lesern zu empfehlen.

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