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Baba Dunjas letzte Liebe

Roman

»Wenn ich mich in meinem Alter noch über Menschen wundern würde, käme ich nicht mehr zum Zähneputzen.« Alina Bronsky lässt in ihrem neuen Roman eine untergegangene Welt wieder auferstehen. Komisch, klug und herzzerreissend erzählt sie die Geschichte eines Dorfes, das es nicht mehr geben soll - und einer aussergewöhnlichen Frau, die im hohen Alter ihr selbstbestimmtes Paradies findet.Baba Dunja ist eine Tschernobyl-Heimkehrerin. Wo der Rest der Welt nach dem Reaktorunglück die tickenden Geigerzähler und die strahlenden Waldfrüchte fürchtet, baut sich die ehemalige Krankenschwester mit Gleichgesinnten ein neues Leben im Niemandsland auf. Wasser gibt es aus dem Brunnen, Elektrizität an guten Tagen und Gemüse aus dem eigenen Garten. Die Vögel rufen so laut wie nirgends sonst, die Spinnen weben verrückte Netze, und manchmal kommt ein Toter auf einen Plausch vorbei. Während der sterbenskranke Petrov in der Hängematte Liebesgedichte liest und die Melkerin Marja mit dem fast hundertjährigen Sidorow anbandelt, schreibt Baba Dunja Briefe an ihre Tochter Irina, die Chirurgin bei der deutschen Bundeswehr ist. Doch dann kommt ein Fremder ins Dorf - und die Gemeinschaft steht erneut vor der Auflösung. Auf kleinem Raum gelingt Alina Bronsky voller Kraft und Poesie, voller Herz und Witz eine märchenhafte und zugleich fesselnd gegenwärtige Geschichte.
Rezension
»Eine grosse Geschichte von Menschen und ihrem Mut, ihrer Kraft und ihrer Unbeugsamkeit (...) Am Ende des Romans, nach 154 Seiten, hätte ich das Buch am liebsten umarmt.«
Portrait
Alina Bronsky, geboren 1978 in Jekaterinburg/Russland, lebt seit Anfang der Neunzigerjahre in Deutschland. Ihr Debütroman »Scherbenpark« wurde zum Bestseller, fürs Kino verfilmt und ist inzwischen beliebte Lektüre im Deutschunterricht. Es folgten die Romane »Die schärfsten Gerichte der tatarischen Küche« und »Nenn mich einfach Superheld«. »Baba Dunjas letzte Liebe« wurde für den Deutschen Buchpreis 2015 nominiert und ein grosser Publikumserfolg. Die Rechte an Alina Bronskys Romanen wurden in zwanzig Länder verkauft. Sie lebt in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 160 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 17.08.2015
Sprache Deutsch
EAN 9783462309720
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Dateigröße 1251 KB
Verkaufsrang 6224
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
54 Bewertungen
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Baba Dunja‘s letzte Liebe
von einer Kundin/einem Kunden aus Schaffhausen am 29.07.2019

Die Geschichte zieht sich zäh dahin... Da ist zu viel um die Buchdeckel zuzuschlagen und zu wenig, um sie offen zu behalten. Habe mich für‘s Weiterlesen entschieden, wer aber froh, endlich bei der letzten Seite angekommen zu sein.

Ein liebevoller, liebenswerter kleiner Roman!
von einer Kundin/einem Kunden am 22.01.2019
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In der Todeszone in Tschernobyl kennt sich die kleine Gemeinschaft der alten zurückgekehrten Dorfbewohner in- und auswendig. Man sollte meinen, dass in so einer abgelegenen, verlassenen Gegend nichts Neues mehr passieren kann, aber das täuscht! So liebenswert, wie Baba Dunja ihre kleine Gemeinschaft zusammenhält, ist auch Alina ... In der Todeszone in Tschernobyl kennt sich die kleine Gemeinschaft der alten zurückgekehrten Dorfbewohner in- und auswendig. Man sollte meinen, dass in so einer abgelegenen, verlassenen Gegend nichts Neues mehr passieren kann, aber das täuscht! So liebenswert, wie Baba Dunja ihre kleine Gemeinschaft zusammenhält, ist auch Alina Bronskys Schreibstil. Und trotz der bedrückenden Lage der Dorfbewohner wirkt nichts an dieser Geschichte aussichtslos oder bedrückend. Ein Buch, dem man einen Tag widmen sollte, um sich von ihm umarmen zu lassen.

Ein absoluter Geheimtipp!
von einer Kundin/einem Kunden am 26.09.2017
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein sprachlich sehr gelungenes und inhaltlich überaus berührendes Buch. Trotz- oder vielleicht gerade wegen der ungewöhnlichen Ausgangslage der Geschichte ein großes Lesevergnügen. Traurig und lebensbejahend zugleich!