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Erinnerungskultur und Geschichtsbewusstsein
Bildungsprogramme zur Förderung der Erinnerungskultur stehen dabei beispielhaft für zwei verschiedene Ansätze: So zielt das Zeitzeugenprogramm auf die direkte Begegnung zwischen Opfern und Schüler*innen oder der 4. Generation der Täter. Die Schwierigkeit ist, dass ein zeitlicher Graben überbrückt werden muss, aber kaum zu unterschätzen ist, dass bei der direkten Begegnung Glaubwürdigkeit transportiert wird und emotionale Betroffenheit entstehen kann. Das Projekt Stolpersteine oder das Besuchsprogramm in Frankfurt fördern dem gegenüber die Begegnung zwischen den Kindern, Enkeln und Urenkeln auf beiden Seiten. Beide leben in derselben Zeit und Distanz zum eigentlichen Geschehen, doch mit der Möglichkeit, einen Dialog über einen längeren Zeitraum aufzubauen.
Buch (Taschenbuch)
Fr.19.90