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Alexander Stock

Alexander Stock studierte an der Universität Konstanz Verwaltungswissenschaft (Politik und Management) und promovierte an der Privaten Universität Witten/Herdecke im Bereich Wirtschaftswissenschaften. Er beschäftigt sich seit zehn Jahren als Berater und in diversen Gremien mit der Modernisierung des Public Sectors mit den Schwerpunkten Kommunen, Kirchen und Politisches Management.

Politikwechsel, institutionelle Rahmenbedingungen und notwendige Reformen in der BRD von Alexander Stock

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Politikwechsel, institutionelle Rahmenbedingungen und notwendige Reformen in der BRD
  • Politikwechsel, institutionelle Rahmenbedingungen und notwendige Reformen in der BRD
  • Buch (Taschenbuch)

Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Politik - Politische Systeme - Politisches System Deutschlands, Note: 1,3, Universität Duisburg-Essen (Institut für Politikwissenschaften), Veranstaltung: Macht- und Politikwechsel in der BRD, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Faktoren, Ursachen und möglichen Erklärungsansätze für einen Politikwechsel sind vielfältig
und können daher in verschiedener Weise beleuchtet werden. Aus Sicht des Autors kann bei der
Beschreibung Paul A. Sabatiers 'Advocacy-Koalitionsansatz' massgeblich weiterhelfen. 1 Er lässt
sich so verstehen, dass relativ stabile Parameter und externe Ereignisse auf die politischen
Akteure einwirken und diese in sogenannten Policy-Subsystemen Koalitionen bestehend aus
Personen bilden, die innerhalb eines Politikfeldes ein spezifisches 'belief-system' teilen, d.h. ein
gemeinsames Set von grundlegenden Wertvorstellungen, wobei diese hierarchisch organisiert
sind. 2 Der Ansatz geht von der Annahme aus, dass die Akteure "sich wenigstens zum Teil im
politischen Prozess engagieren, um ihre handlungsleitenden Orientierungen in öffentliche
Massnahmen umzusetzen" 3 , wobei die Akteure nicht bloss nur auf Regierung/Verwaltung,
Parlament und Lobby beschränkt bleiben müssen, sondern noch um Akteure anderer Ebenen, "die
aktiv am Politikformulierungs- und Politikimplementationsprozess beteiligt sind" 4 , (Medien,
Journalisten, Parteien, Wissenschaftler, Analytiker) erweitert werden sollten.
Wie bereits erwähnt, lässt sich das 'belief-system', das aus "Wertvorstellungen, Annahmen über
wichtige Kausalbeziehungen, Perzeptionen von Weltzuständen" 5 besteht, in drei strukturelle
Kategorien einteilen : dem Hauptkern, dem Policy-Kern und dem Set von sekundären Aspekten.
Diese drei handlungsleitenden Orientierungen unterscheiden sich nun in ihrem charakteristischen
Merkmal, ihrer Reichweite und ihrer Veränderbarkeit. Der 'deep core', also die fundamentalen
Axiome und Kernüberzeugungen im Hauptkern haben nur eine sehr geringe
Veränderbarkeitswahrscheinlichkeit und erstrecken sich über alle Politikfelder. Die
Handlungsorientierungen und Strategien des Policy-Kern beziehen sich auf das jeweilige
Subsystem, wobei die Veränderbarkeit zwar schwierig aber immerhin möglich ist. [...]

1 Vgl. Sabatier, Paul A. : Advocacy-Koalitionen, Policy-Wandel und Policy-Lernen: Eine Alternative zur
Phasenheuristik, in : Héritier, Adrienne ( Hrsg. ) : Policy-Analyse - Kritik und Neuorientierung, Opladen 1993,
S. 116-148.
2 Vgl. ebd., S. 120 ff.
3 Ebd., S. 121.
4 Ebd., S. 120.
5 Ebd., S. 121.

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