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Alfons Söllner

Alfons Söllner ist Professor em. für Politische Theorie und Ideengeschichte, er lehrte bis 2012 an der Technischen Universität Chemnitz. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Geschichte der Hitler-Flüchtlinge, besonders die Wirkungsgeschichte der emigrierten Politikwissenschaftler. Deren intellektuelle Erbschaft ist heute aktueller denn je: Sie steht für die Verteidigung der freiheitlichen Demokratie und gegen Autoritarismus und Populismus.

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Ad Franz L. Neumann Produktbild: Ad Franz L. Neumann

Ad Franz L. Neumann

„Da wir glauben, dass der Nationalsozialismus ein Unstaat ist oder sich dazu entwickelt, ein Chaos, eine Herrschaft der Gesetzlosigkeit und Anarchie, welche die Rechte wie die Würde des Menschen ‚verschlungen‘ hat und dabei ist, die Welt durch die Obergewalt über riesige Landmassen in ein Chaos zu verwandeln, scheint uns dies der richtige Name für das nationalsozialistische System: Der BEHEMOTH“.
Franz L. Neumann

Franz Neumanns „Behemoth“ gilt heute als ein moderner Klassiker der Sozialwissenschaft. 1942, in der Entscheidungsphase des Zweiten Weltkrieges publiziert, war das Buch die erste Gesamtdarstellung Hitler-Deutschlands aus Emigranten-Feder. Die empirische Analyse der vier Säulen der NS-Gesellschaft (Monopolwirtschaft, Staatsbürokratie, NSPartei, Wehrmacht) und die kühne These von der chaotischen Struktur des nationalsozialistischen Herrschaftssystems, auf die der Name aus der jüdischen Mythologie verweist, sind eine Herausforderung für die historische NS-Forschung geblieben. Für die Einführung in ein Werk von diesen Dimensionen halten sich die Autoren des ad-Bandes an verschiedene Formate: Der Beitrag von Alfons Söllner ist biographisch orientiert und stellt Franz Neumann als exemplarischen Vertreter der politischen Emigration heraus; Michael Wildt stellt den „Behemoth“ in den Kontext der internationalen NS- und Holocaust-Forschung und fragt u.a., weshalb die Neumann-Rezeption im Nachkriegsdeutschland so lange vernachlässigt wurde. Der Rezensionsessay von Hubertus Buchstein gibt weitere Hinweise auf die Entstehungsgeschichte des Buches und zeigt, dass es immer noch lebhafte Polemiken auszulösen vermag. Um den „anderen“ Zugriff der angelsächsischen Debatte zu verdeutlichen, wird die Einführung zur englischen Neuausgabe von Peter Hayes nachgedruckt.
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