Andreas Merkt, geb. 1967, Dr. theol., seit 2001 Professor für Historische Theologie, Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Universität Regensburg, von 2010-2018 Vorsitzender der Fachgesellschaft "Arbeitsgemeinschaft der Kirchenhistoriker und Kirchenhistorikerinnen im deutschen Sprachraum" sowie seit 2019 Direktor des Centre for Advanced Studies "Beyond Canon" an der Universität Regensburg.
Zunächst stehen die Friedhöfe im Fokus: Wie hat sich ihre Gestaltung gewandelt? Welche Bilder und Zeichen markieren die Gräber? Was steht in den Inschriften? Was hat man beim Grabbesuch gemacht? Danach wandert der Blick auf die frühchristliche Literatur: Welche Jenseitsorte werden beschrieben? Was geschieht dort? Wie kommen die Verstorbenen vor? Und schliesslich werden die Zwecke erörtert, die die Jenseitsvorstellungen und damit verbundene Praktiken erfüllten. Dabei kommen pastorale, aber auch politische und soziale Funktionen in den Blick.
Das Buch bietet ein facettenreiches und exemplarisches Bild der spätantiken Transformationen rund um den Tod, die bis heute die europäische Kultur prägen.