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Andreas Schumann

Andreas Schumann, geboren 1971, studierte Sport- und Politikwissenschaften. Von 2003 bis 2007 war er Pressesprecher im sächsischen Innenministerium und hat in dieser Funktion auch mit Thomas de Maizière zusammengearbeitet. Danach arbeitete er in der Staatskanzlei und ist derzeit erneut im Innenministerium des Freistaats Sachsen tätig. Schumann lebt mit seiner Familie in Dresden.

Kants "kopernikanische Wende" in wissenschaftstheoretischer Interpretation von Andreas Schumann

Neuerscheinung

Kants "kopernikanische Wende" in wissenschaftstheoretischer Interpretation
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Studienarbeit aus dem Jahr 2018 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 17. und 18. Jahrhunderts, Note: 1,0, FernUniversität Hagen (M.A. Philosophie im europäischen Kontext), Veranstaltung: Modul III, "Prinzipienfragen", Sprache: Deutsch, Abstract: Aus erkenntnistheoretischer Perspektive gelingen selbst alltägliche Problemlösungen häufig erst durch eine Wende in der Betrachtung der beobachteten Phänomene: Man "versuche es daher einmal", ob man nicht nach Einstellen erfolgloser Probierversuche und stattdessen durch Aufstellen einer zuvor noch nicht in Betracht gezogenen alternativen Hypothese, diese weiter zu überprüfen und "damit besser fortkommen" möge. Dieser aus Vernunft begründete Perspektivenwechsel kann als ein intuitiver Schritt verstanden werden, wie er sich mit der kopernikanischen Wende vollzieht. Tatsächlich verbindet man traditionell Kants erste Kritik mit einer subjektivistischen erkenntnistheoretischen Wende, die als kopernikanisch bezeichnet wird. In der Vorrede zur 2. Auflage der Kritik der reinen Vernunft (im weiteren Text: "B-Vorrede") taucht der Name des Copernicus auf. Dessen astronomischer wissenschaftlicher Erkenntnisfortschritt wird mit dieser Wende analogisch komplementiert.

Zur Interpretation der "kopernikanischen Wende" existieren Lesarten mit dem angedeuteten erkenntnistheoretischen Fokus. Gegenwärtig präsentiert sich nun eine alternative Sichtweise, die man als wissenschaftstheoretische Interpretation bezeichnen kann. Der Vorteil, den diese Position aufweist, beruht auf der Methode, mit der die Plausibilität der Argumente erhöht und anhand historischer Textquellen belegt werden kann. Die Integration des Ergebnisses in Kants philosophisch-biographischen Werdegang ist eine weitere Stärke. Die Ausstrahlung der von Kant erarbeiteten Kritik der praktischen Vernunft auf sein eigenes inzwischen verändertes Denken lässt sich hierin nachvollziehen.

Das Ziel meiner Arbeit liegt darin, diese Interpretationslinie nachzuzeichnen und ihre über die erkenntnistheoretische Sicht hinaus weitergehende Stimmigkeit mittels der argumentativen Beiträge hierzu zu unterstreichen.

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