Anni Lea Hauser, geboren 1996, lebt in München und schreibt seit Kindertagen über das, was sie berührt und beschäftigt. Mit viel Gespür für Zeitgeist erkunden ihre Geschichten Themen, die junge Frauen bewegen. Holy F*cking Twenties ist ihr Debütroman.
Emma steckt fest. Sie weiss nicht, wie sie das Leben weiterführen soll, das sie kaputt macht. Aber sie weiss auch nicht, wie sie es hinter sich lassen und den Ring ablegen soll, dessen Funkeln ihr Tränen in die Augen treibt. Zu lange schon kämpft sie dagegen an, in dem Sumpf aus krankhaften Schuldgefühlen zu ertrinken, der sie seit so vielen Jahren umgibt. Und der sie hat vergessen lassen, für wen sie diesen Ring überhaupt trägt. Mitte zwanzig und völlig verloren bleibt Emma immer weniger Luft zum Atmen. Bis ihr französischer Arbeitskollege auftaucht. Sébastien. Der Emmas brüchige Fassade einreisst. Dessen Ehrlichkeit gut- und gleichzeitig so wehtut. Der ihr Herz schneller schlagen lässt, wenn er sie mit seinen ernsten Augen mustert. Der all ihre Wunden sieht, sich aber trotzdem nicht abwendet. Und sie in ein Chaos aus Gefühlen stürzt, in dem sie sich schliesslich mit einer unausweichlichen Frage konfrontiert sieht: Wann stellst du dich deiner Vergangenheit und wie weit gehst du, wie viel von dir gibst du auf, bis du endlich für dich selbst einstehst?