Carla Cederbaum hat in Freiburg und Cambridge Mathematik, Physik und Informatik studiert und wurde 2011 in Berlin in Mathematik promoviert. Neben ihrer Forschung und Lehre in Mathematik ist sie auch in der Wissenschaftskommunikation aktiv und wurde hierfür mehrfach ausgezeichnet. Seit 2016 ist sie Professorin für Mathematik in Tübingen und erhielt dort 2017 den Lehrpreis der Universität. Sie ist Kollegiatin der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.
Wann hat der Mensch eigentlich begonnen, Mathematik zu machen? Handelt es sich bei der Mathematik um eine menschliche Erfindung, oder ist die Mathematik"einfach da"wie die Natur? Wie und wo prägt sie unseren Alltag? In welchem Verhältnis steht sie zu Wissenschaft und Technik? Welche Spuren hinterlässt sie in Kunst, Literatur und Philosophie? Welche Bedeutung hat sie für Mystik und Spiritualität? Ist mathematische Wahrheit von menschlichen Blickwinkeln und Überzeugungen abhängig? Unterscheidet sich europäische Mathematik von der Mathematik anderer Kulturen, weibliche Mathematik von männlicher? Können Babys und Tiere von sich aus Rechnen? Und wie lernen Kinder und Erwachsene am besten Mathematik? Diesen und vielen anderen Fragen nähert sich das vorliegende Buch durch Aufsätze renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, durch Interviews und persönliche Erlebnisse, durch Gedichte und Zitate aus der illustren Vergangenheit der Mathematik. Es lädt Laien und Spezialisten gleichermassen ein, die Rolle der Mathematik in unserer Gesellschaft zu reflektieren und den Dialog zwischen der Wissenschaft und ihren Abnehmern zu suchen. Gero von Randow (Die ZEIT) im Interview: Ich möchte, dass einer der wichtigsten Kulturleistungen Gerechtigkeit widerfährt. Und das Ungerechteste, was man der Mathematik antun kann, ist sie unbeachtet zu lassen.