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Autorenbild von Christian Geissler

Christian Geissler

Christian Geissler wurde am 25. Dezember 1928 in Hamburg geboren. Ab 1956 arbeitete er als freier Schriftsteller. Geissler filmte beim NDR, war Mitherausgeber der linken Literaturzeitschrift Kürbiskern, Dokumentarfilmer und Dozent an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin. Er publizierte zahlreiche Romane, Hörspiele, Drehbücher und Gedichte, u. a. »Anfrage« (1960) und »kamalatta« (1988). Im Verbrecher Verlag erschienen im Rahmen einer Werkausgabe, die in Zusammenarbeit mit der Hamburger christian Geissler Gesellschaft entsteht, bislang die Bände »Wird Zeit, dass wir leben« und »Kalte Zeiten / Schlachtvieh«.

Ein Boot in der Wüste von Christian Geissler

Neuerscheinung

Ein Boot in der Wüste
  • Ein Boot in der Wüste
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Mit seinem Debüt „Anfrage“ (1960) hat Christian Geissler die westdeutsche Literatur aufgemischt: Er geht der Schuld der Väter am Holocaust nach und greift frontal die „Wir haben von allem nichts gewusst“-Haltung der Adenauer-Ära an.

„kamalatta“ (1988), ein breit gefächertes Panorama des Widerstands in den 1970er/1980er Jahren, war sein letzter literarischer Erfolg. In seinem düster-visionären Roman „Wildwechsel mit Gleisanschluss“ (1996) hat er die aktuelle Situation von Geflüchteten vorweggenommen und das Bild eines nach rechtsaussen abgleitenden Deutschlands gezeichnet.

„Ein Boot in der Wüste“ versammelt Romanauszüge und blitzlichtartige Textsplitter, die Geisslers Werk vorstellen und Appetit auf das Ganze machen. Seine Konsequenz, Radikalität und Zerrissenheit machen es für all jene interessant, die heute über die Notwendigkeit von Widerstand und Militanz nachdenken.

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