CD

Christopher Dell

Prof. Dr. habil. Christopher Dell (*1965) ist Theoretiker, Musiker, Komponist und Kurator. Studium der Philosophie, Musik, Komposition und Organisationsentwicklung an den Universitäten Darmstadt, Hilversum, Rotterdam, Boston und Kaiserslautern. Er leitete das Studio für Improvisation an der Akademie für Tonkunst Darmstadt, war Dozent für Architekturtheorie an der Universität der Künste, Berlin. Zur Zeit lehrt Dell als Professor für Urban Design Theorie an der HafenCity Universität Hamburg. Eine Professur in dem Fach nahm er auch an der TU München war. Dell ist zudem Leiter des ifit, Institut für Improvisationstechnologie, Berlin.  Im internationalen Kontext lehrte u.a. an der  Architectural Association, London, der University of the Witwatersrand Johannesburg, der Columbia University New York und der Academie for Bouwkunst, Arnhem. Sein Interesse gilt Praxen und Organisationsverläufen der zeitgenössischen Stadt. In disziplinübergreifenden Arbeitskonstellationen sucht Dell relationale Handlungsformen als Verfahren zu konzeptionalisieren und für Forschung und Gestaltung fruchtbar zu machen. Monographien: “Prinzip Improvisation“, Köln 2002, „Improvisations on Urbanity“ Rotterdam 2009, „Tacit Urbanism“, Rotterdam 2009, „Replaycity“, Berlin 2011 und „Die improvisierende Organisation“, Bielefeld 2012, „Ware:Wohnen!“, Berlin 2013 und „Das Urbane“, Berin 2014.
Die Stadt als offene Partitur von Christopher Dell

Zuletzt erschienen

Die Stadt als offene Partitur

Die Stadt als offene Partitur

Buch (Taschenbuch)

ab Fr.41.90

Eine Partitur ist eine besondere Darstellungsform. Sie wird mit Handlungsanweisungen verknüpft und schaut nach vorn anstatt nach hinten: auf die Planung eines bevorstehenden Ereignisses. Die «offene Partitur» geht noch einen Schritt weiter: Sie artikuliert den Prozess der Herstellung neuer Realitäten und dessen Unbestimmtheit. In seiner jüngsten Publikation skizziert Christopher Dell eine «offene Stadt-Partitur». Der Begriff bezieht sich weder auf die Darstellung einer urbanen Klangtextur, noch wird die Stadt in einem ästhetischen Sinn oder im Sinn von Musikprogrammierung interpretiert. Stattdessen werden städtische Prozesse in neuer Form sichtbar gemacht, indem eine musikalische Art der Konzeption von Raum als Filter und Perspektive eingesetzt wird; denn Zeitlichkeit und die Dimension des aktiven Tuns sind bei der Enthüllung von visuellen Strukturen praktischer, städtebaulicher Phänomenen wichtige Komponenten.

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