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Emily Dickinson

Emily Dickinson (10.12.1830 Amherst – 15.5.1886 Amherst), Tochter einer calvinistisch-orthodoxen Familie, ist eine der einflussreichsten amerikanischen Dichterinnen. Aufgrund der Frauenrolle im streng calvinistischen Amherst hält Dickinson ihr Schreiben Zeit ihres Lebens geheim. Von ihrer jüngeren Schwester Lavinia wird ihr Nachlass vier Jahre nach ihrem Tod veröffentlicht und stösst auf eine begeisterte Leserschaft. Sind zu Lebzeiten gerade einmal sieben Gedichte von ihr erschienen, sind heute knapp 1800 Gedichte von ihr bekannt.
Als Frau besucht Dickinson nicht das von ihrem Grossvater mitgegründete Amherst College, sondern eine renommierte Mädchenschule. Dort fällt sie aufgrund ihrer Intelligenz auf, muss nach einem Jahr jedoch wegen gesundheitlicher und psychischer Probleme abbrechen. Sie beginnt mit 20, sich ausschliesslich weiss zu kleiden – was ihr den Beinamen ›White Lady‹ verleiht –, zieht sich ab 1859 zunehmend zurück und verlässt kaum noch ihr Zimmer. Ihre persönlichen Kontakte pflegt sie wegen ihrer Menschenscheu bis auf sehr wenige Ausnahmen per Brief. Ihre selbstbewussten und anspruchsvollen Gedichte – Selbstbekenntnisse, die zwischen Ekstase und Nüchternheit, Ironie und Ernst changieren – wirken in ihrem reduzierten Dasein wie ein geistiger Befreiungsschlag. 2016 und 2018 nahmen sich zwei Filme der Biographie von Emily Dickinson an, 2019 sogar eine Serie.

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Die meisten ihrer Werke verfasst Emily Dickinson in den Jahren des amerikanischen Bürgerkriegs. Ihre geistige Beweglichkeit und ihr weiter Horizont sind gepaart mit einer überempfindlichen Psyche, so dass sie sich als junge Frau entschliesst, das väterliche Anwesen nicht mehr zu verlassen und die Gesellschaft zu meiden. Sie tritt die Flucht nach innen an, sitzt fortan »im Licht ihres eigenen Feuers« und verfasst in aller Stille ihr überragendes Werk, das hier in Auswahl und in neuer Übersetzung nach Themen geordnet präsentiert wird.
Die Zeit scheint Dickinsons Werk dabei nichts anhaben zu können: »›Es trägt kein Schiff uns wie ein Buch / In ferne Kontinente‹, ist hier einmal zu lesen. Die Dichtung, in deren Sprechen und Schweigen Magda Kirndörfer uns hineinführt und deren zeigenden Gesten sie folgt – sie ist ein immer von neuem zu entdeckendes, weites Land. Und sie ist das Schwierige, das ganz einfach wird, wenn wir ihm nur geduldig folgen, aufmerksam und deutungslos.« (Heinrich Detering)
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