Emina Garibović, 1988 in Bosnien und Herzegowina geboren, ist Autorin und Co-Redakteurin des multilingualen Literatur- und Kunst-Zines zwischentext. Sie lebt in Zürich und arbeitet an der Schnittstelle von Literatur, Erinnerungskultur und gesellschaftspolitischen Fragen.
In ihrem Roman erzählt die Autorin aus der Perspektive eines Kindes und einer jungen Frau von Flucht, Ankommen und dem Aufwachsen zwischen Bosnien und der Schweiz. Ausgehend vom Bosnienkrieg der 1990-er Jahre entfaltet sich eine Familiengeschichte, die von Verlust, Erinnerung und den leisen Verschiebungen im Alltag geprägt ist.
Der Text verbindet persönliche Erfahrungen mit einer präzisen Beobachtung von Beziehungen, Körpern und familiären Rollen. Fragen nach Zugehörigkeit, Sprache und weiblicher Selbstbestimmung ziehen sich durch die Erzählung, ohne je ins Erklärende zu kippen.
Ein literarisch dichter Roman über Migration, Feminismus und das Weiterleben nach der Gewalt - und über das, was zwischen Herkunft und Gegenwart entsteht.