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H. C. Artmann

Emily Artmann, 1975 in Salzburg geboren, lebt in Wien. Cutterin und Dramaturgin für Dokumentarfilme. 2021 Herausgabe ihres ersten Gedichtbandes: „in einem mantel aus fischhaut“.

Katharina Copony, geb. in Graz, Studium der Medienkunst bei Peter Weibel, zahlreiche Auslandsaufenthalte, lebt als Filmemacherin und freie Dozentin in Berlin und Wien. Ihre Arbeit wird international gezeigt und erhielt mehrfache Auszeichnungen.

H.C. Artmann (1921-2000) war ein österreichischer Dichter und Übersetzer. In den 1950er Jahren Kooperationen im Rahmen der Wiener Gruppe, erster größerer Erfolg im Literaturbetrieb mit dem Lyrikband „med ana schwoazzn dintn“ (1958). Seine Lyrik, Prosa und Theaterstücke liegen in verschiedenen Ausgaben gesammelt vor (bei den Verlagen Residenz, Suhrkamp, Jung und Jung). Zahlreiche Auszeichnungen, u.a. Georg-Büchner- Preis 1997.

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Der Wackelatlas Produktbild: Der Wackelatlas

Der Wackelatlas

Kurz vor H.C. Artmanns Tod führten seine Tochter Emily Artmann und seine Nichte Katharina Copony elf Gespräche mit dem Dichter für das von Kurt Mayer produzierte Filmporträt „der wackelatlas – sammeln und jagen mit H.C. Artmann“. In der Transkription des ungeschnittenen Materials wird uns Artmanns Persönlichkeit greifbar wie in kaum einem anderen Dokument. Seine Ausführungen zu Lektüren und Musikerlebnissen, zu Lebens-Orten wie etwa Westberlin und Schweden, über Schamanenfahrten im Waldviertler-Dialekt oder die Fabelwesen Mausbär und Drud, zu Sprachen wie dem Malayischen, das er schon als Schulkind lernte, aber auch zu Träumen oder Gerüchen und den damit verbundenen Erinnerungen lassen uns teilhaben an einem von präzisen Fragen geleiteten gedanklichen Mäandern. Aus dem familiären Gesprächston entfalten sich – ganz ohne Gesten medialer Inszenierung – spontane Pointen und originelle Fügungen, gleichsam natürlichen Keimen der Poesie. „Der Wackelatlas“ ist die stark-subjektive Kartographie eines Stoffgebirges: H. C. Artmanns Leben, Lesen und Schreiben und die Vergegenwärtigung einer Zeit, in welcher der Humus der Sprache noch gelockert wurde, sich das Geräusch des Maschineschreibens wie Peitschengeknall angehört hat.
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Buch (Paperback)

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