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Wachposten zählten jede Bewegung bei Nacht
Dieses Buch analysiert die sozialen Kontrollmechanismen innerhalb der römischen Sklavenordnung. Militärische Präsenz, harte Strafsysteme und öffentliche Machtdemonstrationen dienten dazu, mögliche Aufstände frühzeitig zu unterdrücken. Besonders nach grossen Revolten entwickelte Rom Strategien, um Kommunikation, Mobilität und kollektive Organisation unter Zwangsarbeitern einzuschränken.
Daneben beleuchtet die Darstellung die psychologischen Strukturen imperialer Herrschaft. Hoffnung auf Freilassung, begrenzte wirtschaftliche Rechte und soziale Abstufungen innerhalb der Sklavenbevölkerung schufen Konkurrenz statt Solidarität. Gehorsam wurde dadurch nicht allein mit Gewalt erzwungen, sondern auch durch kontrollierte Erwartungen stabilisiert.
Römische Ordnung erscheint hier als permanenter Balanceakt zwischen wirtschaftlicher Abhängigkeit und der Angst vor massenhafter Verweigerung.
Buch (Taschenbuch)
Fr.53.90