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Jutta Friess

Jutta Friess, Dr., studierte an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Mit ihren Forschungsarbeiten zum Frankfurter Reform­schulversuch 1921 bis 1937 konnte sie diesen dem kollektiven Gedächtnis wieder zugänglich machen. Sie lebt in Frankfurt am Main und arbeitet an einer sozialpädagogischen Berufsschule.

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Der Frankfurter Reformschulversuch 1921–1937 Produktbild: Der Frankfurter Reformschulversuch 1921–1937 Band 142

Der Frankfurter Reformschulversuch 1921–1937

An zwei Frankfurter Schulen, der Röderberg- und der Schwarz­burgschule, begann 1921 ein viel beachteter vergleichender Reformschulversuch. In diesem Rahmen entwickelten und erprobten beide Modellschulen unterschiedliche reformpädagogische Konzepte. Ihre in Konkurrenz gestellten Profile wurden durch den städtischen Schulträger über ein Jahrzehnt professionell begleitet und evaluiert, um Ergebnisse zur Steuerung der kommunalen Schulentwicklung zu erhalten.
Erst im sich krisenhaft zuspitzenden gesellschaftlichen Kontext der 1930er-Jahre erfuhr das demokratisch orientierte Projekt eine Umdeutung und Dekonstruktion. Auf dieser Folie konnte der Reformversuch noch über die NS-Machtergreifung hinaus bis 1937 fortgeführt werden. Nach 1945 geriet der Schulversuch in Vergessenheit.
Friess hat eine Forschungslücke geschlossen. Sie tritt der »Zerstörung der Erinnerung« (Adorno) entgegen und lädt ein, sich mit dem Reformversuch auseinanderzusetzen. Ein wichtiger Beitrag zur Aufklärung über die historischen Bedingungen heutiger schulischer Problemlagen.
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Buch (Taschenbuch)

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