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Marilyn French

Marilyn French, 1929 in New York geboren, unterrichtete ab 1964 englische Literatur u.a. in Harvard, wo sie 1972 mit einer Arbeit über James Joyce promovierte. Ihr Bestseller «Frauen» wurde erstmals 1977 veröffentlicht und in über 20 Sprachen übersetzt. Marilyn French starb 2009 in New York..
Cornelia Holfelder-von der Tann, geboren 1950, beschloss nach dem Studium (Anglistik, Germanistik, Romanistik) und einem Lehramtsreferendariat, es mit dem literarischen Übersetzen zu probieren und ist seither hauptberuflich dabeigeblieben. 2021 wurde sie mit dem Übersetzerpreis für langjähriges Übersetzen, "Rebecca", ausgezeichnet.

Jenseits der Macht von Marilyn French

Neuerscheinung

Jenseits der Macht
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Die Geschichte der Menschheit ist zugleich und vor allem eine Geschichte der männlichen Macht, die vor Jahrtausenden mit den ersten Schritten zur Beherrschung der Natur einsetzte und sich heute angesichts der apokalyptischen Aura am Horizont der abendländischen Zivilisation einem verderblichen Ende zu nähern scheint. Vor diesem Hintergrund untersucht Marilyn French in ihrem umfassenden und mit reichhaltigem Quellenmaterial versehenen Werk die Ursprünge jener Macht und den Prozess ihrer Ausweitung. Sie fragt nach ihren Auswirkungen auf die Lebensbedingungen von Mann und Frau in unterschiedlichen Kulturen und Epochen und forscht nach ihrem Niederschlag in exemplarischen Gesellschaftsbereichen: Theologie, politische Theorie, Rechtswesen, Medizin, Wirtschafts- und Erziehungswesen. Die Befunde addieren sich nicht nur zu einer allgemeingültigen Standortbestimmung der Frau und der feministischen Bewegung, sondern liefern den Beweis dafür, dass das Patriarchat weder die natürliche noch die unvermeidliche Organisationsform der menschlichen Gesellschaft darstellt.

In ihrer Analyse entlarvt Marilyn French den kritischen Zustand der abendländischen Zivilisation als Folge der Zerstörung unserer moralischen Wertordnung durch die patriarchalische Machtgier. Sie weist zwingend nach, dass wir auf den Totalitarismus oder auf den Weltuntergang zusteuern, falls wir uns nicht eine Vision der menschlichen Zukunft zu eigen machen, die auf elementaren humanen Werten beruht: auf Werten, die in der Vergangenheit immer verächtlich als «weiblich» abgetan worden sind.

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