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Humanistische Antipsychiatrie
Die Weltsicht, Haltung und Praxis von Peter Lehmann, von ihm »Humanistische Antipsychiatrie« genannt, unterscheidet sich von der alten, akademisch und patriarchalisch geprägten Antipsychiatrie durch die Wertschätzung der Erfahrungen Psychiatriebetroffener, die Kritik einer männlich dominierten Perspektive und die Mitarbeit am Aufbau menschenrechtsbasierter und humanistisch orientierter Unterstützungsformen für Menschen in emotionalen Notlagen. Für sein Lebensprojekt »Durchsetzung von Menschenrechten und humanistisch orientierter Unterstützung von Menschen mit psychiatrischen Problemen und Diagnosen« wurde er 2010 von der Aristoteles-Universität Thessaloniki als erster Psychiatriebetroffener weltweit für Pionierleistungen im Bereich der humanistischen Antipsychiatrie mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet. Im Jahr darauf verlieh ihm der deutsche Bundespräsident das Bundesverdienstkreuz.
Der Autor enthält sich einer feuilletonistischen Betrachtung der Psychiatrie. Seine Analysen speziell der Wirkungsweise und der unerwünschten Wirkungen von Psychopharmaka gehen in die Tiefe und setzen dabei lediglich ein Erkenntnisinteresse der Leserinnen und Leser voraus, jedoch kein medizinisches oder pharmakologisches Fachwissen.
Buch (Taschenbuch)
Fr.37.90