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Petra Wagner

Die 1969 im thüringischen Schmalkalden geborene und in Steinbach-Hallenberg aufgewachsene Petra Wagner absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zur Facharbeiterin für Datenverarbeitungs- und Büromaschinen und arbeitet seitdem in einer Elektronikfirma in Suhl.
Seit 2006 lebt die verheiratete Mutter dreier Kinder in Bad Salzungen und ist von dem Thema „Kelten“ fasziniert. Ihre Romanfiguren leben am Fuße des Öchsen im „Keltendorf Sünna“ - ein europäisches Kulturgut, das dem Besucher die Epoche der vorrömischen Eisenzeit anschaulich darstellt.

Die weise Schlange von Petra Wagner

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Die weise Schlange
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Nach fast sechs Jahren Ausbildung in Heil- und Kriegskunst treten Viviane und ihr guter Freund, Merdin, in den alten britannischen Bund des Drachenschwertes ein. Für den letzten Initiationsritus verbringen sie eine Nacht im Drogenrausch, danach erfolgt die feierliche Schwertübergabe, womit sie beide den gesellschaftlich zweithöchsten Rang erreichen und einen besonderen noch dazu. Jetzt sind sie Druiden, gleichzeitig Elitekrieger. Stolz präsentieren sie ihre Langschwerter mit dem Symbol ihres Bundes: Zwei Schlangen, die sich um den Baum des Lebens winden, geprägt in Meteoreisen.
Ihre erste Mission führt sie in den Hafen von Londinium, wo sie mit anderen Drachenkriegern ein römisches Schiff erobern und darin befindliche Sklavinnen befreien sollen. Dank weitreichender Kontakte ist die Aktion perfekt geplant, ein griechisches Handelsschiff gibt sogar Deckung und der junge Grieche, Loranthus, winkt, als ihr gekapertes Schiff ausläuft.
Nun trennen sich Viviane und Merdins Wege. Er bleibt in Britannien und hilft mit, die Druiden vor den Römern zu schützen, sie kehrt heim ins Land der Hermunduren, um ihre Pflicht zu tun. Durch sichere Quellen weiss sie vom Krieg, den die benachbarten Chatten planen, obwohl zwischen beiden Stämmen seit Ewigkeiten Friede herrscht. Sie vermutet eine neue Strategie Roms, um sich der rechtsrheinischen Stämme zu bemächtigen. Hierfür haben die romtreuen Chatten vor zwei Jahren begonnen, Überfälle in Grenznähe zu verüben, um die Hermunduren zum Friedensbruch zu animieren, was ihnen bis jetzt noch nicht gelungen ist.
Doch das ist nur eine Frage der Zeit, denn kurz vor ihrem Dorf entdeckt Viviane zur Schau gestellte tote Chattenkrieger sowie den jungen griechischen Händler, Loranthus, mit seiner äthiopischen Sklavin, Hanibu, die gerade brutal ausgeraubt worden sind.
Viviane nimmt die beiden mit in ihr Dorf, wo sie das Leben und die Bräuche der Hermunduren kennenlernen. Zu Beltane trifft sich der gesamte Clan zur Opferfeier und die drei finden jeweils ihre grosse Liebe. Bei Musik, Tanz, Wettstreiten und Bardenkunst schwelgen sie im Glück, bis die Weissagung der Seherin eine Wendung ahnen lässt. Tatsächlich findet das ruhige Leben ein jähes Ende, als die Chatten den Krieg erklären.
Die Hermunduren sind empört, sobald der rechtliche Grund hierfür bekanntgegeben wird: Einer ihrer jungen Krieger soll sieben Druiden der Chatten auf deren Land ermordet haben. Eine solche Tat ist schier unglaublich, doch der Krieger hat gestanden und wurde bereits auf fünfunddreissig verschiedene Todesarten hingerichtet. Nun haben die Hermunduren tatsächlich keine andere Wahl, als sich den Chatten entgegenzustellen, in aller Eile rüsten sie sich zum Kampf und der Tross setzt sich in Bewegung; Loranthus will unbedingt als Beobachter mit.
Viviane wird zum Heerführer der Streitwagenflotte ernannt und wundert sich, weil ein benachbarter König, Nahar, nicht am Kriegszug teilnimmt, aber sämtliche Streiter seines Clans schickt. Offiziell ist Nahar seit zwei Jahren krank, doch er ist auch von mütterlicher Seite ein halber Chatte; beides zusammen erregt ihren Argwohn bezüglich eines Landesverrats.
Im hercynischen Wald schlagen die Hermunduren ihr Lager auf und Viviane meldet sich als Späher. Gemeinsam mit Freunden erkundet sie das Chatten-Lager und lockt deren Späher in Hinterhalte. Mit weiblicher Raffinesse gelingt ihr auch ein besonders grosser Fang und während sie nackt, allein auf einer Wiese steht, erfährt sie zufällig die Wahrheit über den bevorstehenden Krieg.
Hier geht es nicht um Salz, sondern um Landgewinn für die Römer. Der Anführer der Chatten ist seiner Beute so gewiss, dass er vor Viviane mit seinen guten Kontakten zu den Römern prahlt und wie diese das Grossreich der Sueben einzunehmen gedenken. Hierzu hat seine Truppe zwei Jahre lang die Hermunduren in Grenznähe beraubt und ermordet. Weil das nicht den gewünschten Erfolg brachte, fingen sie einen jungen Hermundurenkrieger, setzten ihn unter Hypnose und töteten sieben ihrer eigenen Druiden. Während die Hermunduren nun im Westen gegen die Chatten kämpfen müssen, warten die Römer bereits auf der anderen Seite, im Südosten an der Grenze zu den Sueben, um von dort aus vorzurücken. Nach geplantem Sieg der Chatten würde es ein Leichtes sein, die Zange zu schliessen und das gesamte Land Stück für Stück den Römern einzuverleiben.
Viviane und ihre Freunde lassen den Chatten keine Chance, ihren erhofften Lohn einzuheimsen.
Mit ihrer ruhmreichen Rückkehr überbringen sie die Nachricht von den wahren Gegebenheiten, doch es ist zu spät. Die Schlacht beginnt mit den obligatorischen Schaukämpfen, von denen auch Viviane einige bestreitet, und Loranthus, der auf einem Wachturm steht, ist entsetzt, als den besiegten Chatten die Köpfe abgetrennt werden. Vivianes Grossmutter und Tante sind bei ihm, erklären sehr einfühlsam den 'Kopfkult' und seine Achtung vor den Hermunduren wächst.
Der zweite Tag bringt weitere Aspekte ans Licht. Während die Hermunduren ihre Schlachtordnung einnehmen, verrät sich der Hochkönig der Chatten. Er brüllt und gerät regelrecht in Raserei, als sich König Nahars Kämpfer sowie drei mit ihm verwandte Clans an den Flanken postieren. Offenkundig war dies nicht geplant, und Viviane ist nun sicher, dass König Nahar kein Landesverräter ist. Mit ihrer Streitwagenflotte trägt sie massgeblich zur Kapitulation der Chatten bei, deren Hochkönig fällt.
Durch ihre chirurgischen Fähigkeiten rettet sie vielen schwerverletzten Hermunduren wie Chatten das Leben und nachdem letztere einen neuen Hochkönig gewählt haben, scheint auch ein neuer Friede in Sicht. Nach der feierlichen Verbrennung der toten Hermunduren bringen Viviane und ihr Geliebter ein Dankesopfer dar und sie gesteht, dass sie ein Kind erwartet, empfangen bei ihrer Initiation zur Drachenkriegerin.

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