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Rainer Rother

Rainer Rother: Filmwissenschaftler. Seit 2006 Künstlerischer Direktor der Deutschen Kinemathek – Museum für Film und Fernsehen, Berlin, und Leiter der filmhistorischen Sektion der Internationalen Filmfestspiele Berlin. Studium der Germanistik und Geschichte in Hannover mit anschließender Promotion. Von 1991 bis 2006 Leiter des Zeughauskinos des Deutschen Historischen Museums, Berlin. Kurator von Ausstellungen und Filmreihen, darunter »Die Ufa 1917–1945. Das deutsche Bildimperium« (1992/93) und »Geschichtsort Olympiagelände 1909 – 1936 – 2006« (2006). Seit 2001 Mitglied der Auswahlkommission für den Wettbewerb der Berlinale. Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zu Themen der Film- und Mediengeschichte, darunter »Deutschland 1966« (hg. mit Connie Betz und Julia Pattis, 2016), »Die Ufa – Geschichte einer Marke« (hg. mit Peter Mänz und Klaudia Wick, 2017), »Weimarer Kino – neu gesehen« (hg. mit Karin Herbst-Meßlinger und Annika Schaefer, 2018) und »Selbstbestimmt. Perspektiven von Filmemacherinnen« (hg. mit Karin Herbst-Meßlinger, 2019)

No Angels von Rainer Rother

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No Angels
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US-amerikanische Schauspielerinnen hatten im Hollywood der 1930er und 1940er Jahre mit zahlreichen Einschränkungen zu kämpfen. Dennoch zeigt das komödiantische Œuvre von Mae West, Rosalind Russell und Carole Lombard, dass sie sich mit jeweils unterschiedlichen Strategien über diese Grenzen hinwegsetzten und Klischees hinter sich liessen.
Als "female leading comedians" ihrer Zeit erreichen Mae West (1893–1980), Rosalind Russell
(1907–1976) und Carole Lombard (1908–1942) bis heute ihr Publikum auf ganz individuellen Wegen: Mae West spielt mit den Klischees des Weiblichen und kehrt mit zweideutigen Blicken und anspielungsreicher Sprache etablierte Geschlechterverhältnisse um. Rosalind Russell besticht in ihren Rollen der selbstbewussten Karrierefrau durch schlagfertigen Witz und überrascht zugleich mit Slapstick-Komik. Carole Lombard überzeugt mit subtiler Eleganz, mal als verwöhnte Millionenerbin, mal als ehrgeizige Schauspielerin, die Bühne oder Leinwand erobern will.
Rainer Rother stellt diese Stars, die im Zentrum der Berlinale Retrospektive 2021 stehen, in einem grossen Essay vor. Es zeigt sich: Komödien nutzen Klischees, spielen mit ihnen – brechen sie jedoch auch. In den schauspielerischen Leistungen von West, Russell und Lombard findet die "goldene Ära" von Hollywood ihren ebenso mutigen wie anmutigen Kommentar.

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