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Robin Pilz

Robin Pilz wurde 1985 in Dresden geboren. Sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Goethe Universität Frankfurt schloss der Autor im Jahre 2012 mit dem akademischen Grad Master of Science erfolgreich ab. Bereits während des Studiums sammelte der Autor umfassende praktische Erfahrungen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung, Valuation und Wertpapierhandel. Seit dem Ende seines Studium arbeitet der Autor als Junior Trader bei der Hellwig Wertpapierhandelsbank GmbH.

Ansatz zur Messung systemischen Risikos in Bankrenditen: Kann eine Renditeanomalie bei Bankaktien durch systemisches Risiko erklärt werden? von Robin Pilz

Neuerscheinung

Ansatz zur Messung systemischen Risikos in Bankrenditen: Kann eine Renditeanomalie bei Bankaktien durch systemisches Risiko erklärt werden?
  • Ansatz zur Messung systemischen Risikos in Bankrenditen: Kann eine Renditeanomalie bei Bankaktien durch systemisches Risiko erklärt werden?
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Diese Arbeit repliziert und ergänzt die Untersuchung von Gandhi und Lustig aus deren Paper ‘Size Anomalies in U.S. Bank Stock Returns’. Gandhi und Lustig entdeckten in ihrem Paper eine Grössenanomalie in den Renditen von Bankaktien, die auftritt, wenn die vorherrschenden Faktoren (aktuell herrschende Paradigmen) bei einer Zeitreihenregression für deren Erklärung verwendet werden. Die von ihnen entdeckte Grössenanomalie wird mit eigens erhobenen Daten und teilweise anders ermittelten Faktoren repliziert. Der Faktor, der diese erklärt, wird dann nach der Vorgehensweise von Gandhi und Lustig durch eine Hauptkomponentenanalyse gewonnen und verwendet, um die Grössenanomalie zu neutralisieren. Die Hauptkomponentenanalyse liefert zwar die Faktoren für die Erklärung der Residuen, jedoch nicht die ökonomische Bedeutung dieser Faktoren. Daher wird mittels der Korrelation mit verschiedenen Faktoren und makroökonomischen Zeitreihen versucht, das ökonomische Verständnis für die interessante zweite Hauptkomponente zu schärfen. Dies liefert Anzeichen für den ökonomischen Ursprung des Faktors und somit auch der Anomalie.
Darauffolgend sollen zwei Ideen verfolgt werden, um vertiefend nach der ökonomischen Erklärung für die Anomalie in den Bankenrenditen zu suchen. Als erstes wird untersucht, ob ein Faktor, der die Qualität an den Kapitalmarkt übermittelten Informationen (AQ-Faktor) misst, die Grössenanomalie erklären kann. Dieses Vorgehen begründet sich durch das hohe Informationsrisiko, das die Bankenbranche ausmacht. Ein solcher Faktor erklärt zwar nicht die gefundene Grössenanomalie, aber zeigt dennoch interessante und von mir in der Literatur noch nicht gefundene Ergebnisse auf. Zuletzt soll theoretisch erläutert werden, inwieweit die Grössenanomalie ihren Ursprung in der Existenz von systemischem Risiko und der damit verbundenen systemischen Relevanz mancher Institute haben kann.
Der Überlegung, inwiefern sich die Auswirkung von systemischem Risiko in Aktienrenditen widerspiegeln kann, folgt der Ansatz von Gandhi und Lustig. Diese sehen den Ursprung der Grössenanomalie in unterschiedlichen Desaster-Erlösquoten der Banken. Wie sich deren Auswirkung auf die Renditen in Krisenzeiten verändert, wird durch die Anpassung des Zeitraums für die Regression untersucht. Anschliessend wird der Anteil der Portfoliorenditen ermittelt, der seinen Ursprung im systemischen Risiko hat, und mit den Ergebnissen von Gandhi und Lustig verglichen.
Die Arbeit schliesst dann mit einer Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.

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