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Siegbert Isbrecht

Siegbert Isbrecht, geboren 1936 in Oschatz, studierte Maschinenbau und Wirtschaftswissenschaften. Während seines Berufslebens führten ihn im Auftrag eines großen ostdeutschen Exportunternehmens Reisen in zahlreiche Länder, besonders nach Mittel- und Südamerika sowie nach Italien und Spanien. Weitere Stationen seiner beruflichen Tätigkeit waren ein zweijähriger Aufenthalt in Mailand und daran anschließend ab 1991 Athen.
Nach Ende seiner Berufstätigkeit begann er sich mit den Eisenbahnen Griechenlands zu beschäftigen, wurde Mitglied des Vereins der „Freunde der griechischen Eisenbahnen“, veröffentlichte Artikel zu diesem Thema in Tageszeitungen und schrieb ein Buch über das Reisen in Hellas mit der Eisenbahn.
Der Autor lebt heute in Berlin und Athen.

Geliebtes Griechenland von Siegbert Isbrecht

Neuerscheinung

Geliebtes Griechenland
  • Geliebtes Griechenland
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Was kann jemand erleben, der das erste Mal in ein unbekanntes Land kommt, und gleich für mehrere Jahre dort bleibt? Der Autor beschreibt in seinem Buch „Nachrichten aus Griechenland“ humorvoll erste Schritte beim Start in die neue Heimat.
Was ist alles an bürokratischen Hürden zu überwinden, um ein vollwertiger „Ausländer in Hellas“ zu werden? Was ist zu beachten, wenn man eine Wohnung einrichtet. Die Sprache ist ein Buch mit sieben Siegeln. Wie lebt es sich in einem Land, wo das Wort „Chaos“ herkommt? Denn so steht es ja in der Mythologie:“ Das Chaos war der Anfang“.
Der Autor, in einem Hochhaus wohnend, beobachtet, wie liebevoll die Eltern mit ihren Kindern umgehen, und schildert die kleinen Sorgen und Tagesprobleme der Nachbarn. Er nimmt an der Hochzeit seiner Wohnungsbesitzerin teil, und staunt, dass 300 Hochzeitsgäste gar nicht mal besonders viel sind.
Auch gegenseitige Hilfe wird gross geschrieben, ob bei der Olivenernte oder bei der Weinlese. Die noch existierende Grossfamilie lässt keinen ihrer Familienmitglieder in Stich.
Dabei ist das Leben in Hellas keinesfalls billiger als in bei uns, aber die Art der Griechen, sich den Umständen anzupassen, und sich eines Netzwerkes von Freunden und Verwandten zu bedienen, ist beachtenswert. Denn besonders die Kindererziehung und deren Weiterbildung gehen oft bis an die Grenzen ihres Einkommens.
Doch kann sich der Autor dabei kaum erinnern, seine Nachbarn, griechische Bekannte oder Freunde jemals bei schlechter Laune erlebt zu haben.
Zahlreiche Reisen quer durchs Land und auf die Inseln weiten den Blick für die Schönheiten Hellas`, diesem Wechselspiel von Bergen und Meer, dem sich niemand entziehen kann, und wo die Sonne zeigt, was sie kann.

Auch die Antike kommt im Buch nicht zu kurz. Gerade Griechenland mit seiner ruhmreichen Geschichte, den Mythen, den Göttersagen, die in allen Teilen des Landes spielen, haben es ihm angetan.
Besonders Kreta, die Wiege Europas. “Wahrhaftig“ wird von Siegbert Isbrecht berichtet, wie Europa zu seinem Namen kam, aber auch die Gründe des Unterganges dieses grossen Reiches. Hinweise zu besonderen Naturhöhepunkten dieser Insel, wie die Wanderung durch die berühmte 18 Kilometer lange Samaria-Schlucht, fehlen ebenso wenig wie der Besuch eines deutschen Soldatenfriedhofs in Maleme mit hoher Symbolkraft. Er zeigt deutlich den Wahnsinn des Krieges und mahnt die Hinterbliebenen.
Der Pilion, eine grosse Halbinsel in der Landschaft Thessaliens bietet neben landschaftlichen Schönheiten auch eine „antike“ Eisenbahn, alte Sagen wie die Reise der Argonauten und den Beginn des Trojanischen Krieges.
Wie kam es zum Aufstieg der Makedonen, unter ihrem König Philipp den II? Und was hat „Alexander der Grosse“ daraus gemacht?
Olympia wird genau so erwähnt, wie der berühmte „Carnevale“ von Patras. Die Fremdenfreundlichkeit, die der Autor und seine Frau auf all den Reisen kennenlernten, besonders auf dem Land und den Inseln, verbunden mit denkwürdigen Erlebnissen, lassen das Buch zu einer kurzweiligen Reiseliteratur werden.
Der Autor schreckt auch nicht zurück, bestimmte brisante politische Themen anzusprechen. Besonders Griechenlands mühsamer Weg zu einem modernen Staat.
Zahlreiche Fotos runden das Gesamtbild des Buches ab.

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