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Autorenbild von Simon Wiesenthal

Simon Wiesenthal

Simon Wiesenthal (1908–2005), Architekt und Autor, überlebte mehrere Konzentrationslager und machte es sich zur Lebensaufgabe, Informationen über NS-Täter zu sammeln, sie aufzuspüren und vor Gericht zu bringen.

Nicola Jungsberger, geb. 1964, studierte angewandte Kunst in Paris, kreiert Möbel und Objekte und arbeitet als Szenenbildnerin. Zwei ihrer Großonkel waren in Dachau inhaftiert, wollten aber nie darüber sprechen. Als sie 2008 Die Sonnenblume entdeckte, überzeugte sie Wiesenthals Tochter von ihrer Idee, dieses in Deutschland weitgehend unbekannte und lange vergriffene Buch neu herauszugeben.

Die Sonnenblume von Simon Wiesenthal

Neuerscheinung

Die Sonnenblume
  • Die Sonnenblume
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Sie sind ein KZ-Häftling. Ein sterbender SS-Soldat bittet Sie um Vergebung. Was tun Sie?

Vor ebendieser Entscheidung stand der Holocaust-Überlebende Simon Wiesenthal im Jahr 1942. In seiner Erzählung Die Sonnenblume schildert der grosse Kämpfer für Recht und Gerechtigkeit seinen Gewissenskonflikt, der ihn noch Jahrzehnte später nicht losliess. Hatte er das Richtige getan? Darf das Unverzeihliche verziehen werden? Wenn ja, wie? Wenn nein, wie weiterleben?

Simon Wiesenthals Fragen rühren an die Grundfesten des Menschseins. Über 60 herausragende Männer und Frauen stellen sich ihnen: Geistliche und Theologen, Psychologen und Philosophen, Holocaust-Überlebende und Menschenrechtsaktivisten. Ihre Antworten sind so unterschiedlich wie ihre Erfahrungen in der Welt und zeigen, dass Wiesenthals Frage heute genauso aktuell ist. Das Buch fordert uns heraus, unsere eigene Haltung zu Vergebung und Versöhnung, Gerechtigkeit und Mitgefühl infrage zu stellen.

'Ich bin tief berührt worden, auch in meinen eigenen Fragen zum Thema Vergebung. Dieses Buch sollte nicht nur gelesen, sondern auch diskutiert werden – und zum Curriculum an Universitäten und Schulen gehören' Iris Berben

Zum 10. Todestag von Simon Wiesenthal am 20. September 2015 endlich wieder auf Deutsch lieferbar.

Antworten unter anderem von:

Andrej Angrick, Historiker, Verbrechen der Wehrmacht

Aleida Assmann, Kulturanthropologin

Tovia Ben-Chorin, Rabbiner, Berlin

Éva Fahidi-Pusztai, Auschwitz-Überlebende

Magdalene von Frettlöh, Theologin

Pumla Gobodo-Madikizela, Psychologin, Wahrheitskommission Südafrika

Bert Hellinger, systemischer Therapeut

José Hobday, indianische Franziskaner-Nonne

Halimar Krausen, erste Imanin Deutschlands

Elad Lapidot, Philosoph, Gründer Deghetto Berlin

Brigitta Mahr, Versöhnungsarbeit Ruanda, Palästina/Israel

Gisela Mayer, Ethikdozentin, Tochter tot bei Amoklauf

Klaus Mertes, Jesuit, hat Missbrauchsfälle aufgedeckt

Hamideh Mohagheghi, islamische Wissenschaftlerin, Juristin

Eva Mozes Kor, Auschwitz-Überlebende, Mengele-Zwilling

Susan Neiman, Philosophin

Uta Ranke-Heinemann, Theologin

Tomàs Radil, Auschwitz-Überlebender, Neurologe

Matthieu Ricard, buddhistischer Mönch

Walter Rothschild, Landesrabbiner Schleswig- Holstein

Desmond Tutu, Leiter von Wahrheits- und Versöhnungskommissionen nach Apartheid

Martin Walser, Schriftsteller

Thomas Walther, Anwalt, Vertreter der Nebenklage in Auschwitz-Prozessen

Wolfram Wette, Historiker

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