Upton Beall Sinclair, geboren 1878 in Baltimore, Maryland, war ein sozialkritischer Schriftsteller, der in den USA und dem deutschsprachigen Raum populär war. Er wurde in dreissig Sprachen übersetzt, engagierte sich zeitlebens politisch und gilt als einer der Wegbereiter des Enthüllungsjournalismus. 1943 wurde er mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet. Upton Sinclair starb 1968 in Bound Brook, New Jersey.
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Am Fließband
Getreu Sinclairs früherer Überzeugung, die er bald bereute, die sozialistische Umwälzung bedürfe des »guten« Kapitalisten, hatte der durch den Roman ›Dschungel‹ berühmte Autor bereits 1919 in Kalifornien versucht, den Autokönig zu bekehren, zumindest aber zu erreichen, dass er die Gewerkschaft anerkannte.
Der Aufstieg des Henry Ford vom besessenen Tüftler und Erfinder zum zeitweise reichsten Mann der Welt und mächtigsten Wirtschaftsführer der USA steht im Mittelpunkt des Romans, als Gegenpart dazu wird das Schicksal der Arbeiterfamilie Shutt erzählt.
Abner Shutt hat dem jungen Erfinder Henry Ford noch seine erste »Karre« schieben helfen, später avanciert er zum Vorarbeiter, wird Mitglied der »Ford-Familie«, um dann in der Depression rücksichtslos gefeuert zu werden.
›Am Fliessband‹ ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur und gerade jetzt erneut lesenswert angesichts der aktuellen Wirtschaftskrisen und Massenentlassungen.
Buch (Gebundene Ausgabe)
ab Fr.36.90