Prof. Dr. Willi Butollo, geboren 1944 in Eberstein/Kärnten, Psychologe und Psychotherapeut; seit 1974 ordentlicher Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Universität München, seit 2012 emeritiert. Arbeitsschwerpunkte: Probleme chronischer Angst und posttraumatischer Belastungsstörungen. 1981 gründete er das IPS (Institut für Psychotherapie und Supervision), 1988 das MIT (Münchner Institut für Traumatherapie).
Das Autorenteam arbeitet die dialogische Beschaffenheit der Selbst-Konfiguration heraus und zeigt, dass Selbstprozesse immer interaktionell repräsentiert sind. Neben seinen wertvollen theoretischen Erkenntnissen bereichert dieses erstmals 1998 erschienene Buch durch praxisnahe Hinweise zum therapeutischen Umgang mit traumatisierten Personen.
Die Thematisierung kollektiver Traumata ist hochaktuell, wenn man zum einen in die Geschichte schaut und sich zum anderen in der Welt umsieht und realisiert, dass viele der geflüchteten Menschen, die bei uns Zuflucht und ein Zuhause finden wollen, aus einer stark traumatisierenden Umgebung kommen.