Schweizer Buchpreis 2025

Dorothee Elmiger gewinnt den Schweizer Buchpreis 2025

 

Wir gratulieren Dorothee Elmiger zum Gewinn der wichtigsten Auszeichnung für Schweizer Autorinnen und Autoren! Aus den insgesamt fünf Nominierten hat sich Dorothee Elmiger mit «Die Holländerinnen» durchgesetzt.

 

Erfahren Sie hier mehr über die Gewinnerin und ihr Buch.

Produktbild Die Holländerinnen

Die Holländerinnen

Dorothee Elmiger

Dorothee Elmigers bildgewaltiger Roman – eine mitreissende Erfahrung. Wer diesen Text betritt, fällt in den Abgrund unserer Welt und blickt mit aufgerissenen Augen in die Finsternis. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis, dem Schweizer Buchpreis und dem Bayerischen Buchpreis 2025Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Strassenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter Theatermacher, der sie für sein neuestes Vorhaben zu gewinnen versucht – ein in den Tropen angesiedeltes Stück, die Rekonstruktion eines Falls. Wenige Wochen später bricht sie auf, um sich der Theatergruppe auf ihrem Gang ins tiefe Innere des Urwalds anzuschliessen. Dorothee Elmiger erzählt eine beunruhigende Geschichte von Menschen und Monstren, von Furcht und Gewalt, von der Verlorenheit im Universum und vom Versagen der Erzählungen.
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Buch (Gebundene Ausgabe)

Fr. 34.90

Über die Autorin


Dorothee Elmiger, geboren 1985 in der Schweiz, lebt als freie Autorin und Übersetzerin in New York.

 

Ihre Bücher »Einladung an die Waghalsigen« (2010), »Schlafgänger« (2014) und »Aus der Zuckerfabrik« (2020) wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, für die Bühne adaptiert und vielfach ausgezeichnet.

Das sind die Nominierten des Schweizer Buchpreises 2025

 

Entdecken Sie hier die nominierten Autorinnen und Autoren des Schweizer Buchpreises 2025. Als Goldsponsor des Schweizer Buchpreises und Förderer von Schweizer Literatur freuen wir uns, Ihnen bei Orell Füssli besondere Erlebnisse rund um die nominierten Bücher präsentieren zu dürfen. 

 

Lernen Sie die nominierten Autorinnen und Autoren besser kennen – in 5 digitalen Gesprächen mit Moderator Nino Gadient (SRF) erzählen sie uns von ihren Büchern und bringen uns ihre Werke näher. 

Produktbild Verzauberte Vorbestimmung

Verzauberte Vorbestimmung

Jonas Lüscher

Von einer Gegenwart, die gern mehr über ihre Zukunft wüsste. Der neue Roman von Jonas Lüscher, ausgezeichnet mit dem Wilhelm Raabe-Literaturpreis 2025

Ein algerischer Soldat gerät in den ersten deutschen Giftgasangriff, beschliesst, einer müsse damit aufhören, steht auf und geht. Im Kairo der Zukunft beobachtet eine Stand-up-Comedian eine Androidin beim Lachen über ihre Witze. Ein böhmischer Weber wird durch einen automatisierten Webstuhl ersetzt, raubt einen Hammer und attackiert den Apparat. Wovon träumen wir Menschen des Kapitalismus, wovon unsere sich zunehmend gegen uns erhebenden Maschinen? Im einzigartigen Spiegelraum dieses Romans ist kein Konflikt vorbei und noch jede Geschichte möglich. Klug und irrsinnig, komisch und scharf erzählt Jonas Lüscher auf der Höhe seiner Kunst.
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Buch (Gebundene Ausgabe)

Fr. 36.90

Über den Autor


Jonas Lüscher wurde 1976 in der Schweiz geboren, er lebt in München.

 

Seine Novelle »Frühling der Barbaren« war ein Bestseller, stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis und war nominiert für den Schweizer Buchpreis. Lüschers Roman »Kraft« gewann den Schweizer Buchpreis. Für seinen Roman »Verzauberte Vorbestimmung« wurde ihm der Rheingau Literaturpreis verliehen. Jonas Lüscher erhielt ausserdem u.a. den Hans-Fallada-Preis, den Prix Franz Hessel, den Max Frisch-Preis der Stadt Zürich und den Marieluise-Fleisser-Preis.

 

Seine Bücher sind in über zwanzig Sprachen übersetzt.

Produktbild Großmütter

Großmütter

Melara Mvogdobo

Ein souverän erzählter, verblüffender Roman über zwei Frauen aus verschiedenen Kontinenten, die sich beide auf abenteuerliche Weise aus ihrem vermeintlich unabänder­lichen Schicksal lösen.Dieser Roman handelt von zwei Grossmüttern, die eine aus einer armen Schweizer Bauernfamilie, die andere aus einer relativ wohlhabenden Familie in Kamerun.In einer unglaublich knappen, wie gemeisselten Sprache geht es um deren Kindheit, Hoffnungen und Enttäuschungen. Sie heiraten, werden gedemütigt und entwürdigt. Aber durch diese Erfahrungen staut sich eine gewaltige Wut auf, die schliesslich, auch mit Hilfe der jeweiligen Enkeltöchter, zu ihrer Befreiung führt.
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Buch (Gebundene Ausgabe)

Fr. 27.90

Über die Autorin


Melara Mvogdobo wurde 1972 in Luzern geboren. Nach dem Besuch des städtischen Lehrer*innenseminars in Luzern und der Geburt von drei Söhnen lebte sie in der Dominikanischen Republik, in Kamerun und an verschiedenen Orten in der Schweiz.

 

Nebst ihrem schriftstellerischen Schaffen bildete sich weiter zur Erwachsenenbildnerin und Trauma Beraterin, unterrichtete traumatisierte Jugendliche, leitete Workshops in Textilkunsthandwerk und tropischer Küche, bis sie 2022 mit ihrer Familie und ihrer Long-Covid-Erkrankung nach Andalusien auswanderte.

 

2023 erschien ihr Debütroman »Von den fünf Schwestern, die auszogen, ihren Vater zu ermorden« in der Edition 8.

Produktbild Lázár

Lázár

Nelio Biedermann

Ausgezeichnet als Lieblingsbuch der Unabhängigen 2025 | Nominiert für den Schweizer Buchpreis 2025

Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als ob er dessen Geheimnis ahnte. Mit Lajos’ Geburt im Waldschloss bricht auch das 20. Jahrhundert an, das das alte Leben der Barone Lázár im südlichen Ungarn für immer verändern wird. Der Untergang des Habsburgerreichs berührt erst nur ihre Traditionen, aber alle spüren das Beben der Zeit, die schöne Mária ebenso wie der geisterhafte Onkel Imre. Als Lajos in den zwanziger Jahren sein Erbe antritt, scheint der alte Glanz noch einmal aufzublühen. Doch die Kinder Eva und Pista – der das Dunkle so liebt – müssen erleben, wie totalitäre Zeiten ihre wuchtigen Schatten werfen – und lernen, gegen sie zu bestehen.

Ein Roman wie eine Welt, die überwältigende Saga einer Familie, getrieben von der Liebe und der Sehnsucht nach ihr, in den Strudeln des 20. Jahrhunderts. Fesselnd und berührend, zugleich voller Leichtigkeit, voller Träume und Geheimnisse, in denen sich die ganze Tragik und Schönheit der Existenz spiegelt. Und – ob angesichts historischer Katastrophen oder schöner Sommertage – die ewige Frage, wie man leben soll.

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Buch (Gebundene Ausgabe)

Fr. 34.90

Über den Autor

 

Nelio Biedermann, geboren 2003, ist am Zürichsee aufgewachsen. Seine Familie stammt väterlicherseits aus ungarischem Adel, seine Grosseltern flohen in den 1950er Jahren in die Schweiz. Biedermann studiert Germanistik und Filmwissenschaft an der Universität Zürich.

 

Sein Roman «Lázár» wird in mehr als zwanzig Ländern erscheinen.

Produktbild Im Meer waren wir nie

Im Meer waren wir nie

Meral Kureyshi

Lili zieht ins Altersheim, um ihrem pflegebedürftigen Mann zur Seite zu stehen. Ihre Familie sucht jemanden, der sie regelmässig besucht und ihr im Alltag hilft. Die Ich-Erzählerin sagt: «Ich bin dieser Jemand.»
Sie wohnt mit Lilis Enkelin Sophie im selben Haus, gemeinsam ziehen sie deren achtjährigen Sohn Eric gross. Doch sie hat eine Stelle in einer fernen Stadt gefunden und zögert nun, den beiden zu gestehen, dass sie bald wegziehen wird.
Sie kümmert sich um den klugen, besserwisserischen Eric und die stets klagende Lili. Sie führt flüchtige Gespräche mit einem Kellner, der wie sie von anderswo kommt. Gleichzeitig gewöhnt sie sich nur schwer daran, dass ihre zehn Jahre jüngere Schwester kein Kind mehr ist. Sie ringt mit der verblassenden Freundschaft zu Sophie und mit der Tristesse des Altersheims zwischen Temesta und Kartenspiel. Als Lili schliesslich stirbt, wagen die jungen Frauen einen Neubeginn.
Mit realistischem Blick und poetischer Sprache beleuchtet Meral Kureyshi das Leben von Frauen über mehrere Generationen und entfaltet ein Panoptikum der Familie in der heutigen Zeit.
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Buch (Gebundene Ausgabe)

Fr. 31.90

Über die Autorin


Meral Kureyshi, geboren 1983 in Prizren, kam 1992 mit ihrer Familie in die Schweiz und lebt in Bern. Sie studierte Literatur und Germanistik und arbeitet als freie Autorin.
 
Ihr erster Roman «Elefanten im Garten» war nominiert für den Schweizer Buchpreis, wurde mehrfach ausgezeichnet und in viele Sprachen übersetzt. Ihr zweiter Roman «Fünf Jahreszeiten» wurde im Manuskript ausgezeichnet mit dem Literaturpreis «Das zweite Buch» der Marianne und Curt Dienemann Stiftung.
 
2020 wurde sie zu den Tagen der deutschsprachigen Literatur nach Klagenfurt eingeladen (Bachmannpreis).