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Kerstin Degen Filiale: Orell Füssli Zürich Kramhof
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Meine letzte Rezension Mädchen allein zu zweit von Daniela Dröscher
Issa und Grace sind die Töchter alleinerziehender Mütter und unzertrennliche Freundinnen. Während Issa mit den Geldsorgen ihrer Mutter ringt und sich um ihre kleine Schwester sorgt, die kaum noch spricht, leidet Grace unter ihrer immer grösser werdenden Oberweite. Sie verursacht Schmerzen, zieht unerwünschte Blicke auf sich und schränkt ihren Bewegungsdrang ein. Doch die Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Operation nicht. Erneut wird den beiden bewusst, wie sehr Geld, Macht und soziale Ungleichheit ihr Leben bestimmen. "Mädchen allein zu zweit" erzählt von einer tiefen, authentischen Freundschaft und von den Zweifeln, Ängsten und Herausforderungen zweier Jugendlicher, denen das Leben immer wieder Steine in den Weg legt. Die alltäglichen Sorgen der beiden Protagonistinnen zeichnen ein nachdenklich stimmendes Bild unserer Gesellschaft und werfen Fragen auf, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Ein berührender und kraftvoller Jugendroman für Leserinnen und Leser ab 14 Jahren, der sich auch hervorragend als Klassenlektüre für die Oberstufe eignet.
ab Fr. 26.90
Produktbild Mädchen allein zu zweit
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Mädchen allein zu zweit

Issa und Grace sind die Töchter alleinerziehender Mütter und unzertrennliche Freundinnen. Während Issa mit den Geldsorgen ihrer Mutter ringt und sich um ihre kleine Schwester sorgt, die kaum noch spricht, leidet Grace unter ihrer immer grösser werdenden Oberweite. Sie verursacht Schmerzen, zieht unerwünschte Blicke auf sich und schränkt ihren Bewegungsdrang ein. Doch die Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Operation nicht. Erneut wird den beiden bewusst, wie sehr Geld, Macht und soziale Ungleichheit ihr Leben bestimmen. "Mädchen allein zu zweit" erzählt von einer tiefen, authentischen Freundschaft und von den Zweifeln, Ängsten und Herausforderungen zweier Jugendlicher, denen das Leben immer wieder Steine in den Weg legt. Die alltäglichen Sorgen der beiden Protagonistinnen zeichnen ein nachdenklich stimmendes Bild unserer Gesellschaft und werfen Fragen auf, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Ein berührender und kraftvoller Jugendroman für Leserinnen und Leser ab 14 Jahren, der sich auch hervorragend als Klassenlektüre für die Oberstufe eignet.

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Was wir nicht sagen können
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    5/5

    Was wir nicht sagen können

    Adriana Popescus Jugendromane entfalten eine unmittelbare Sogkraft, der ich mich auch diesmal kaum entziehen konnte. Mit ihrer glaubwürdigen Art, ihren Unsicherheiten und den leisen Zwischentönen, die sie so greifbar machen, haben mich Katharina und Lennox vom ersten Moment an in ihren Bann gezogen. Das Eliteinternat für Wohlhabende am Ufer des Genfer Sees bildet eine ebenso reizvolle wie passende Kulisse für die grossen und kleinen Dramen junger Menschen, die trotz oder gerade wegen ihrer Privilegien mit Zweifeln ringen, Ängste verspüren und der Zukunft nicht unbeschwert entgegensehen. Als Lennox mitten im Schuljahr auftaucht, wird rasch deutlich, dass er ein Geheimnis mit sich trägt. Doch was ihn belastet, bleibt lange im Dunkeln und trägt dazu bei, dass man dieses Buch kaum zur Seite legen kann. Katharina und Dexter hingegen gelten als die unangefochtenen Grössen des Internats. Bereits ihre Väter verband dieser Ort, und die Erwartungen an die beiden Überflieger sind entsprechend hoch. Während Katharina ihren inneren Konflikt am Klavier austrägt, sucht Dexter die Konfrontation, reizt aus, provoziert und nutzt jede sich bietende Gelegenheit zu seinem Vorteil. Dass Lennox ausgerechnet Katharina näherkommt, ist Dexter ein Dorn im Auge. Doch Lennox lässt sich von dessen Auftreten nicht einschüchtern. Kathis Musik berührt etwas in ihm, dem er sich nicht entziehen will. Immer wieder sucht er ihre Nähe und bahnt sich einen Weg in ihre verschlossene Seele. Popescus erzählerische Stärke zeigt sich besonders in der Ausgestaltung ihrer Figuren, von den Hauptcharakteren bis in die Nebenrollen. Sie alle wirken vielschichtig und lebendig. Man fühlt mit ihnen, stellt ihre Entscheidungen infrage, ärgert sich über sie und möchte sie am Ende nur ungern ziehen lassen. „Was wir nicht sagen können“ lebt von all dem Ungesagten, das zwischen den Zeilen mitschwingt. Und von einem Geheimnis, das sich mir als Leserin nur zögerlich erschlossen hat, nur um mich schliesslich mit voller Wucht zu treffen. Ein brillanter Jugendroman, der den Menschen eine Stimme verleiht, die viel zu oft vergessen gehen. Ein Buch für das man nie zu alt sein kann.

  • Produktbild Mädchen allein zu zweit
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    Mädchen allein zu zweit

    Issa und Grace sind die Töchter alleinerziehender Mütter und unzertrennliche Freundinnen. Während Issa mit den Geldsorgen ihrer Mutter ringt und sich um ihre kleine Schwester sorgt, die kaum noch spricht, leidet Grace unter ihrer immer grösser werdenden Oberweite. Sie verursacht Schmerzen, zieht unerwünschte Blicke auf sich und schränkt ihren Bewegungsdrang ein. Doch die Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Operation nicht. Erneut wird den beiden bewusst, wie sehr Geld, Macht und soziale Ungleichheit ihr Leben bestimmen. "Mädchen allein zu zweit" erzählt von einer tiefen, authentischen Freundschaft und von den Zweifeln, Ängsten und Herausforderungen zweier Jugendlicher, denen das Leben immer wieder Steine in den Weg legt. Die alltäglichen Sorgen der beiden Protagonistinnen zeichnen ein nachdenklich stimmendes Bild unserer Gesellschaft und werfen Fragen auf, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Ein berührender und kraftvoller Jugendroman für Leserinnen und Leser ab 14 Jahren, der sich auch hervorragend als Klassenlektüre für die Oberstufe eignet.

  • Produktbild Please unfollow
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    5/5

    Please unfollow

    Shazi ist ein Kind der Öffentlichkeit. Von ihren ersten Schritten bis zum ersten Schultag teilen ihre Eltern jedes Detail ihres Lebens mit der Community. Doch sie zeigen nicht nur die schönen Seiten des Familienalltags. Volle Windeln, eingenässte Betten, nächtelanges Schreien, nichts bleibt privat, alles wird gefilmt, kommentiert und vermarktet. Shazi hat keine Freunde, keine Hobbys und keine Freiheiten. Ihre Aufgabe ist es, der Familie Klicks zu beschaffen, und so knipst sie ein Lächeln an, auch wenn alles in ihr weint und schreit. Dort, wo Shazi jetzt ist, nennt sie sich Sherry. Niemand weiss von ihrer Vergangenheit. Das hofft sie zumindest und sie wünscht sich einen Neuanfang, weg von Likes, Followern und den Menschen, die sie hätten schützen sollen. Dieses Buch ist ein Hilfeschrei von der ersten bis zur letzten Seite. Mit grossem Feingefühl fängt Basma Hallak die Stimmen junger Menschen ein und verleiht ihren Ängsten, Zweifeln und Hoffnungen Worte, die unter die Haut gehen. "Please Unfollow" ist ein sehr emotionales Buch über die dunklen Seiten von Glamour und Social Media, über Oberflächlichkeit, Verletzlichkeit, Geltungssucht und die Abgründe unserer Gesellschaft, die sich im verborgenen Bereich des Internets abspielen. Sherrys Geschichte schockiert und berührt zugleich, gerade weil sie so nah an der Realität liegt. Doch zwischen Schmerz und Verzweiflung keimt auch Hoffnung: In ihrem neuen Leben lernt Sherry, Vertrauen zu fassen, Freundschaften zu schliessen und sich selbst wiederzufinden. Eine berührende Lektüre für Jugendliche und Erwachsene, die ich unbedingt auch als Schullektüre empfehlen möchte.

  • Produktbild Dead Girls Don't Dance
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    5/5

    Dead Girls Don't Dance

    Der vergangene Sommer hat Addies Welt erschüttert. Nach einem heftigen Streit verliert sie ihre Schwester an den Freitod und ist bis heute überzeugt: Es war Mord. Wieso sollte sich jemand das Leben nehmen, auf den die Bühnen dieser Welt warten? Doch als ihr Hauptverdächtiger ziemlich genau ein Jahr später an derselben Stelle ums Leben kommt, fängt die Suche nach dem Schuldigen von vorne an. Und je tiefer Addie sich in Ermittlungen vergräbt, desto mehr schmutzige Geheimnisse bringt sie ans Tageslicht und gerät dabei selbst immer wieder ins Visier der Ermittler. Nur eine Person steht ihr beinahe bedingungslos bei, doch jedes Treffen mit ihm ist ein Wechselbad der Gefühle. Man nehme eine Kleinstadt voller Geheimnisse, das Aufeinandertreffen von Wohlstand und Mangel, komplizierte Gefühle und die unterschwellige Frage nach Schuld und Unschuld. In "Dead Girls Don't Dance" schafft MK Pagano die ideale Kulisse für einen YA-Thriller, der zum Pageturner wird. Addies Geschichte lebt vom beklemmenden Gefühl, hinter jedem Gebüsch einen Täter zu wähnen und die dunkelsten Seiten vermeintlich weisser Westen ans Tageslicht zu bringen. Ausgeklügelte Plottwists lassen einen bis zum grandiosen Finale im Dunkeln tappen und garantieren Spannung bis zur letzten Seite.

  • Produktbild Evil Elite – Der Kodex der Ehre
    • Kerstin Degen
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    5/5

    Evil Elite – Der Kodex der Ehre

    Frankie ist die Adoptivtochter eines gefürchteten Mafia-Bosses und als solche bedeutet Loyalität für sie alles. Doch als ihr Vater ihr den Auftrag erteilt, jemanden zu töten, kommen ihr zum ersten Mal Zweifel. Noch komplizierter wird die Situation, als ihr Bruder Charlie (oder Seb?) ebenfalls ein Jahr auf Fort Rock verbringt und sich zunehmend als ihr Beschützer aufspielt. Und dann taucht auch noch Hector auf, der Sohn des Erzfeindes ihrer Familie. Je näher er Frankie kommt, desto mehr gerät ihre Welt ins Wanken. Was will Hector wirklich von ihr? Und wer steckt hinter den Drohbriefen, die plötzlich zwischen ihren Sachen auftauchen? Schon die Idee hinter "Evil Elite“ hat mich sofort begeistert. Ein Eliteinternat für den Nachwuchs von Mafia-Bossen und Drogenkartellen, auf dessen Stundenplan psychologische Manipulation, Cybersecurity und Steuerhinterziehung stehen. Fort Rock vereint eine düstere, elitäre Atmosphäre mit gefährlichen Geheimnissen und liefert die perfekte Kulisse für diesen fesselnden YA-Roman. Undurchschaubare Protagonisten, verbotene Gefühle, klugscheisserische Superhirne, durchtriebene Schmugglerinnen und überraschende Plottwists sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann und einer Fortsetzung nicht abgeneigt wäre. Absolute Leseempfehlung für Dark Academia Fans ab 14 Jahren.

  • Produktbild Part of the Game
    • Kerstin Degen
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    5/5

    Part of the Game

    John und Kyle waren einst Teamkameraden und beste Freunde. Doch ihre Wege trennten sich, als John dem Profifussball den Rücken kehrte, Kyle zum gefeierten Premier League-Star aufstieg und ihm schliesslich auch noch Summer, Johns erste grosse Liebe, nahm. Der Kontakt bricht ab, bis Summer sich Monate später unerwartet bei John meldet und ihn verzweifelt um Hilfe bittet. Denn Kyle droht, unter dem enormen Druck des Profisports zu zerbrechen. John schuldet weder Kyle noch Summer etwas. Doch wegsehen kann er nicht. Was zunächst wie eine Geschichte über Drogen, Macht und Korruption erscheint, entpuppt sich als weit grösseres und gefährlicheres Netz aus Lügen und Abhängigkeiten. Je tiefer John gräbt, desto näher kommt er einer Wahrheit, die nicht nur Kyle bedroht. Mit "Part of the Game" beweist Kevin Brooks einmal mehr sein Gespür für fesselnde Thriller, diesmal vor der spannenden Kulisse des Profifussballs. Der Ich-Erzähler John ist jedoch weit mehr als ein erfolgreicher Nachwuchsspieler: Er ist ein Jugendlicher mit einer vielschichtigen Gefühlswelt, der seine Leserinnen und Leser an den Höhenflügen und Enttäuschungen der ersten Liebe teilhaben lässt. Gerade diese männliche Perspektive ist in der Jugendliteratur bemerkenswert selten, da Liebesgeschichten meist aus weiblicher Sicht erzählt werden. Ich habe das Buch in einem Zug verschlungen und kann es Jungen wie Mädchen ab 14 Jahren, Fussballfans oder nicht, wärmstens empfehlen.

  • Produktbild A Lesson in Murder
    • Kerstin Degen
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    5/5

    A Lesson in Murder

    Seit sie denken kann, wandelt Astoria in den Fussstapfen von Sherlock Holmes. Sie hat jedes seiner Bücher verschlungen und jeden seiner Fälle gelöst. Kein Wunder gilt sie als Superhirn der Eliteschule St. Moriarty, wo ihr auf dem Weg zur Jahrgangsbesten nur noch zwei Mitschüler im Weg stehen. Diese Auszeichnung ist für sie mehr als nur Ehrgeiz. Sie ist der Schlüssel zu ihrem Traum, einem Stipendium beim MI6. Ihr grösster Rivale ist ausgerechnet Isaac, Sohn des Premierministers, und in jeder Hinsicht unerträglich. Und dann ist da noch Theodore, ein rätselhafter Einzelgänger, der niemanden an sich heranlässt. Als eine Mitschülerin ermordet aufgefunden wird, rückt Toris Ziel plötzlich in weite Ferne. Stattdessen gerät sie selbst ins Zentrum der Ermittlungen, denn jemand scheint alles daranzusetzen, sie hinter Gitter zu bringen. Als sich alle von ihr abwenden, bleibt ihr nur eine Wahl: Sie muss ausgerechnet ihre beiden Konkurrenten um Hilfe bitten. Doch kann sie Isaac und Theodore wirklich vertrauen? Und was hat es mit diesem ungewohnten Kribbeln auf sich, das ihre Nähe in ihr auslöst? Toris Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Ich habe das Buch beinahe in einem Rutsch verschlungen und bis zum Schluss nicht geahnt, wohin die Reise führt. Unerwartete Wendungen, eine grossartige Erzählstimme und vielschichtige Figuren machen dieses Debüt von Celine Leonora zu einem echten Highlight. Ein packender Pageturner für Dark-Academia-Fans und Hobby-Kriminologinnen und Kriminologen ab 14 Jahren.

  • Produktbild Darkly
    • Kerstin Degen
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    5/5

    Darkly

    Dia arbeitet im Antiquitätenladen ihrer Familie und verliert sich nur allzu gern in den Geschichten hinter den Kleidungs- und Fundstücken, die ihre Mutter im ganzen Land ersteigert. Besonders angetan hatte es ihr ein altes Darkly-Brettspiel, erschaffen von der ebenso berühmten wie geheimnisvollen Spielemacherin Louisiana Veda, deren Entwürfe und Prototypen heute als unbezahlbare Sammlerstücke gelten. Als Dia einen der begehrten Praktikumsplätze der Louisiana-Veda-Foundation erhält, scheint ein Traum wahr zu werden. Gemeinsam mit sechs weiteren Jugendlichen aus aller Welt reist sie nach England, um den Sommer ganz im Zeichen ihres Idols zu verbringen. Doch die Realität ist ernüchternd. Statt im pulsierenden London landen sie auf einer abgelegenen Insel. Neben der verfallenden Darkly-Fabrik stehen nur ein paar heruntergekommene Baracken, die fortan ihr Zuhause sein sollen. Und schnell wird klar, dass nicht nur der Ort voller Geheimnisse steckt, irgendetwas auf der Insel scheint ihnen zu folgen. Marisha Pessls "Darkly" zieht von der ersten Seite an in seinen Bann und lässt einen bis zum Schluss im Dunkeln tappen. Das hohe Erzähltempo, die raffiniert gestreuten Hinweise und die unheimlichen Wendungen sorgen für durchgehende Spannung. Die düstere, stellenweise beklemmende Atmosphäre der Insel und ihrer Geschichte verleiht dem Roman eine ganz eigene Intensität. Verstärkt durch rätselhafte Fotos, Zeitungsausschnitte und Pläne, die Louisiana Vedas Geschichte Stück für Stück erzählen, ohne zu viel preiszugeben. Ein absolutes Muss für alle Fans von Rätseln und Escape Rooms, die sich gerne in einem düsteren Setting verlieren und von finsteren Figuren faszinieren lassen. "Darkly" empfiehlt sich für Leserinnen und Leser ab 12 Jahren, eignet sich aber gut auch für reifere Jugendliche.

  • Produktbild Scheinland
    • Kerstin Degen
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    5/5

    Scheinland

    Daniel hat sein Abitur mit Bestnoten abgeschlossen. Jetzt studiert er und langweilt sich. Er hinterfragt alles, was ihm begegnet, und möchte auf keinen Fall mit dem Strom schwimmen. Für Familie und Freunde gilt er als Querdenker, dem man am besten gar nicht mehr zuhört. Dann ist da plötzlich diese E-Mail von Steffen, einem Fremden, der scheinbar aus dem Nichts auftaucht und Daniel das Gefühl gibt, endlich verstanden zu werden. Zwischen den beiden entwickelt sich rasch eine enge Verbindung. Schon bald geht Daniel auf Steffens Hof ein und aus, schläft im Kinderzimmer auf dem Boden, sitzt mit am Familientisch und hilft dabei, den Hof zunehmend autark zu gestalten. Doch in der ländlichen Idylle zeigen sich erste Risse. Immer wieder ist Daniel irritiert, etwa wenn Steffens Schwager auftaucht, von „Heimat“ spricht und anklingen lässt, den Sonnenhof im Ernstfall auch mit Waffengewalt verteidigen zu wollen. Die vermeintliche Harmonie beginnt zu kippen und als Daniel schliesslich erfährt, dass Steffen Nationalsozialist ist und der Hof als Treffpunkt für Gleichgesinnte dient, zieht er die Reissleine. Erschüttert über seine eigene Leichtgläubigkeit flieht er zu einem Freund nach Amerika. Zuvor jedoch hat er auf dem Hof Dokumente entdeckt, und als er diese entschlüsselt, zerbricht der letzte Rest an Vertrauen. Daniel erkennt, dass er handeln muss. Er wendet sich an die Polizei und sticht damit in ein Wespennest, aus dem es kein einfaches Entkommen gibt. Cornelia Franz gelingt es, Themen wie politische Radikalisierung, Grooming, Rechtsextremismus und Zivilcourage in eine fesselnde Story zu packen, die sich gegen Ende fast wie ein Thriller liest. "Scheinland" sorgt für ordentlich Diskussionsstoff und eignet sich deshalb besonders gut als Klassenlektüre oder Buchvorstellung für Jugendliche ab 14 Jahren.

  • Produktbild Otto und der Schatz von irgendwo
    • Kerstin Degen
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    5/5

    Otto und der Schatz von irgendwo

    Ottos Tage folgen einem geregelten Ablauf; das war schon immer so und er mochte es. Bis er in den vergangenen Ferien auf Paula, Ina und Heinz traf und kurzerhand sein ganzes Personal in die Ferien schickte. Doch jetzt sind seine Freunde wieder auf der Schule und nur der alte Gärtner Herr Klaus kehrt aufs Schloss zurück. Allen anderen haben die Ferien wohl etwas zu gut gefallen und so lebt Otto jetzt allein mit seinem Hund Hasso und der Bildergalerie von Urotto, Ururotto, Urururotto usw. in seinem riesigen Schloss. Vor lauter Einsamkeit zieht er mitsamt Hund ins kleine Gärtnerhäuschen und hilft Herrn Klaus im Garten. Doch irgendwann ist alles geerntet und vielleicht sollte er doch noch mehr lernen als nur die Namen von Gräsern und Bäumen. Herr Klaus und Schwester Petronilla überreden Otto, die Klosterschule zu besuchen. Allerdings hat Otto sich noch nie weit von seinem Schloss entfernt und fürchtet alles, was ausserhalb der Schlossmauern geschieht. Doch auf der Klosterschule sind auch seine Freunde und ausserdem soll da irgendwo ein verborgener Schatz liegen ... "Otto und der Schatz von irgendwo" ist eine zauberhafte Geschichte über die wirklich wichtigen Dinge des Lebens und darüber, dass jeder über sich hinauswachsen kann, wenn er seine Komfortzone hin und wieder verlässt. Peter Stamm schreibt gewohnt locker und leicht und zieht seine Leserschaft mit ebenso viel Spannung und Humor in seinen Bann. Ein wunderschönes Buch zum Vorlesen, Selbstlesen und Verschenken für Leserinnen und Leser ab 8 Jahren.

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