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Kerstin Degen Filiale: Orell Füssli Zürich Kramhof

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Meine letzte Rezension Die Katze der seltsamen Kinder von Petra Soukupová
Mila freut sich auf die letzte Ferienwoche mit ihren Eltern und ihren Freunden Katka und Peter. Doch kaum sind sie im Ferienhaus angekommen, verhält sich Katka merkwürdig. Sie hat auf nichts Lust: weder auf das Schwimmbad noch auf das Trampolin. Nicht einmal die Katze, die plötzlich im Garten auftaucht, kann sie aus ihrer Reserve locken. Mila und Peter hingegen sind sofort fasziniert und folgen der Katze in den Nachbarsgarten, wo sie auf Luisa und Eli treffen. Doch auch den beiden, die hier ebenfalls nur ihre Ferien verbringen, gehört die Katze nicht. Also machen es sich die vier zur Aufgabe, herauszufinden, wo sie hingehört, und sie nach Hause zu bringen. Das gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht. Denn nicht nur ihre eigenen Eigenheiten und Unsicherheiten stehen ihnen dabei im Weg, sondern auch die Erwachsenen, von denen sie mehr Widerstand als Unterstützung erfahren. «Die Katze der seltsamen Kinder» ist eine tiefgründige Geschichte über Freundschaft, Solidarität und Akzeptanz und ein weiteres Abenteuer aus der Reihe «Die seltsamen Kinder». Mila, Katka, Peter, Eli und Luisa kämpfen mit ihren ganz eigenen Problemen: mit Ängsten, Wutausbrüchen und Scham, aber auch mit dem wachsenden Frust darüber, von den Erwachsenen nicht ernst genommen zu werden. Petra Soukupová zeichnet ihre Figuren mit grosser Authentizität und Tiefgang. Ihr Schreibstil ist atmosphärisch und lässt viel Raum für die Gedanken und Gefühle der Kinder. Zwar hat es einen Moment gedauert, bis ich mit allen Charakteren warm geworden bin, doch mit der Zeit konnten sie mich immer mehr für sich einnehmen. Ein aussergewöhnlicher und vielschichtiger Roman, der zum Nachdenken über unsere Gesellschaft, gegenseitige Akzeptanz und ein solidarisches Miteinander anregt. Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte ihre jungen Figuren mit all ihren Ecken und Kanten ernst nimmt und dabei zeigt, wie wichtig es ist, einander zuzuhören und füreinander einzustehen. Kein leichtes Kinderbuch für zwischendurch, sondern eines, das nachhallt und noch über die letzte Seite hinaus beschäftigt. Aus meiner Sicht eher für ältere Leserinnen und Leser ab 11 Jahren, gerne zum gemeinsamen Lesen in der Familie.
ab Fr. 31.90
Produktbild Die Katze der seltsamen Kinder
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  • Kerstin Degen
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4/5

Die Katze der seltsamen Kinder

Mila freut sich auf die letzte Ferienwoche mit ihren Eltern und ihren Freunden Katka und Peter. Doch kaum sind sie im Ferienhaus angekommen, verhält sich Katka merkwürdig. Sie hat auf nichts Lust: weder auf das Schwimmbad noch auf das Trampolin. Nicht einmal die Katze, die plötzlich im Garten auftaucht, kann sie aus ihrer Reserve locken. Mila und Peter hingegen sind sofort fasziniert und folgen der Katze in den Nachbarsgarten, wo sie auf Luisa und Eli treffen. Doch auch den beiden, die hier ebenfalls nur ihre Ferien verbringen, gehört die Katze nicht. Also machen es sich die vier zur Aufgabe, herauszufinden, wo sie hingehört, und sie nach Hause zu bringen. Das gestaltet sich allerdings schwieriger als gedacht. Denn nicht nur ihre eigenen Eigenheiten und Unsicherheiten stehen ihnen dabei im Weg, sondern auch die Erwachsenen, von denen sie mehr Widerstand als Unterstützung erfahren. «Die Katze der seltsamen Kinder» ist eine tiefgründige Geschichte über Freundschaft, Solidarität und Akzeptanz und ein weiteres Abenteuer aus der Reihe «Die seltsamen Kinder». Mila, Katka, Peter, Eli und Luisa kämpfen mit ihren ganz eigenen Problemen: mit Ängsten, Wutausbrüchen und Scham, aber auch mit dem wachsenden Frust darüber, von den Erwachsenen nicht ernst genommen zu werden. Petra Soukupová zeichnet ihre Figuren mit grosser Authentizität und Tiefgang. Ihr Schreibstil ist atmosphärisch und lässt viel Raum für die Gedanken und Gefühle der Kinder. Zwar hat es einen Moment gedauert, bis ich mit allen Charakteren warm geworden bin, doch mit der Zeit konnten sie mich immer mehr für sich einnehmen. Ein aussergewöhnlicher und vielschichtiger Roman, der zum Nachdenken über unsere Gesellschaft, gegenseitige Akzeptanz und ein solidarisches Miteinander anregt. Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte ihre jungen Figuren mit all ihren Ecken und Kanten ernst nimmt und dabei zeigt, wie wichtig es ist, einander zuzuhören und füreinander einzustehen. Kein leichtes Kinderbuch für zwischendurch, sondern eines, das nachhallt und noch über die letzte Seite hinaus beschäftigt. Aus meiner Sicht eher für ältere Leserinnen und Leser ab 11 Jahren, gerne zum gemeinsamen Lesen in der Familie.

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Scandal in the Moonlight
    • Kerstin Degen
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    5/5

    Scandal in the Moonlight

    Iris führt ein bescheidenes Leben als Schneiderin im Hinterzimmer eines aufblühenden Modegeschäfts im Herzen Londons. Obwohl sie mit ihrer Vergangenheit hadert und als Geflüchtete stets auf der Hut sein muss, schätzt sie die Freiheit und Unabhängigkeit, die ihr dieses Leben schenkt. Doch als eines Tages Nicholas Winter in ihrem Geschäft auftaucht und ihr ein unmoralisches Angebot unterbreitet, kann Iris nicht widerstehen. Weder diesem geheimnisvollen Mann noch seinem verlockenden Vorschlag, der ihr die Chance eröffnet, sich endlich den Dämonen ihrer Vergangenheit zu stellen. Wie alle Bücher der Agency for Scandal-Reihe ist auch Scandal in the Moonlight einer jener Romane, bei denen man sich wünscht, die letzte Seite möge niemals kommen. Laura Wood versteht es meisterhaft, tiefgründige, vielschichtige und liebenswerte Figuren zu erschaffen, mit denen man mitfiebert, leidet und jubelt. Selbst ihre Bösewichte stattet sie mit so glaubhaften Hintergrundgeschichten aus, dass man nur zu gerne noch tiefer in ihre Beweggründe eintauchen würde. Ob man dieses Prequel für sich allein, vorab oder im Anschluss an die drei anderen Bände liest, spielt dabei kaum eine Rolle: Mit einer Prise Enola Holmes, einem Hauch Bridgerton und einem Touch Stolz & Vorurteil vereint der Roman Spannung, historischen Charme und Romantik zu einer wunderbaren Mischung für Leserinnen ab 14 Jahren und alle, die Cosy Crime einfach nicht widerstehen können.

  • Produktbild Mädchen allein zu zweit
    • Kerstin Degen
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    5/5

    Mädchen allein zu zweit

    Issa und Grace sind die Töchter alleinerziehender Mütter und unzertrennliche Freundinnen. Während Issa mit den Geldsorgen ihrer Mutter ringt und sich um ihre kleine Schwester sorgt, die kaum noch spricht, leidet Grace unter ihrer immer grösser werdenden Oberweite. Sie verursacht Schmerzen, zieht unerwünschte Blicke auf sich und schränkt ihren Bewegungsdrang ein. Doch die Krankenkasse übernimmt die Kosten für eine Operation nicht. Erneut wird den beiden bewusst, wie sehr Geld, Macht und soziale Ungleichheit ihr Leben bestimmen. "Mädchen allein zu zweit" erzählt von einer tiefen, authentischen Freundschaft und von den Zweifeln, Ängsten und Herausforderungen zweier Jugendlicher, denen das Leben immer wieder Steine in den Weg legt. Die alltäglichen Sorgen der beiden Protagonistinnen zeichnen ein nachdenklich stimmendes Bild unserer Gesellschaft und werfen Fragen auf, auf die es keine einfachen Antworten gibt. Ein berührender und kraftvoller Jugendroman für Leserinnen und Leser ab 14 Jahren, der sich auch hervorragend als Klassenlektüre für die Oberstufe eignet.

  • Produktbild Tilly in Technicolor
    • Kerstin Degen
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    5/5

    Tilly in Technicolor

    Der Highschoolabschluss hat Tillys neurodivergentem ADHS-Gehirn einiges abverlangt. Jetzt darf sie den Sommer bei ihrer Schwester verbringen, die mit ihrem Startup gerade auf Investorensuche durch Europa tingelt. Doch während ihre Eltern erwarten, dass sie dort endlich lernt, worauf es im Leben ankommt (ein geregeltes Einkommen und einen Universitätsabschluss) will Tilly vor allem durchatmen, Spass haben und Abstand gewinnen. Abstand zu ihren Eltern, die in ihr nur das wandelnde Chaos sehen, ihr nichts zutrauen und deren Erwartungen sie niemals erfüllen kann.  Oliver liebt Farben, er sieht die Welt in Pantone-Farbpaletten und führt ein erfolgreiches Instagramprofil, auf dem er über die Gefühle und Gedanken, die Farben in ihm wecken referiert. Sein Sommerpraktikum macht er, um seinen Lebenslauf aufzubessern, bevor er im Herbst mit dem Studium beginnen wird. Sein Leben ist durchgeplant, voll strukturiert und frei von Chaos, denn Oliver ist Autist. Veränderungen fallen ihm schwer, Unvorhergesehenes löst Stress in ihm aus und die Mehrheit seiner Mitmenschen spricht für ihn in Rätseln.  Klar steht die Welt Kopf, als die beiden sich im Flugzeug begegnen, doch da wissen sie noch nicht: dies ist der Anfang von einem ganz besonderen, katastrophal schönen Sommer! Mit der quirligen Tilly, die manchmal nur so überflutet, hektisch zappelt und dann doch wieder so verletzlich ist und dem beinahe stoisch ruhigen Oliver, dem keine Gefühlsregung anzusehen ist, hat Mazey Eddings zwei wunderbar sympathische und authentische Protagonisten geschaffen, mit denen man sich direkt identifizieren kann. "Grumpy meets sunshine" trifft es für mich nicht, denn Oliver ist nicht übellaunig, er nimmt die Dinge nur anders wahr und hat eine andere Art, auf das Verhalten seiner Mitmenschen zu reagieren. Doch der Roadtrip durch Europa schafft eine wunderbare Kulisse für das Zusammenprallen zweier Welten, die so ähnlich und doch so verschieden sind. Mit "Tilly in Technicolor" beleuchtet Eddings auf einfühlsame Weise die Herausforderungen, aber auch die Stärken neurodivergenter Menschen und stellt klar, dass jeder dann am hellsten leuchtet, wenn er sich selbst treu sein darf. Ein lockerer, einfühlsamer und tiefgründiger Roman, in dem wichtige Themen zur Schönheit von Vielfalt und Andersartigkeit stecken und der dennoch zum Träumen einlädt.

  • Produktbild Between the Lines (Love Off Script 1)
    • Kerstin Degen
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    5/5

    Between the Lines (Love Off Script 1)

    Kalina liebt RomComs, schreibt, seit sie denken kann, und hat einen grossen Traum: Sie will an der Filmakademie angenommen werden und Drehbuchautorin werden. Doch bereits beim Bewerbungsverfahren droht alles zu scheitern. Überwältigt von ihren Ängsten und Selbstzweifeln erleidet sie einen Nervenzusammenbruch und schliesst sich auf der Toilette ein. Dort begegnet sie Rei. Oder zumindest seiner Stimme und seinen Füssen, denn mehr bekommt sie von ihm zunächst nicht zu sehen. Mit viel Einfühlungsvermögen gelingt es ihm, Kalina aus ihrem Dilemma zu befreien. Und tatsächlich wird sie kurz darauf an der Akademie angenommen. Doch dort scheint niemand auf eine angehende RomCom-Autorin gewartet zu haben. Zu banal das Genre, zu oberflächlich die Plots, zu vorhersehbar die Geschichten. Kalina stösst mit ihrer Leidenschaft immer wieder auf Ablehnung, und ihre ohnehin schon vorhandenen Selbstzweifel werden zunehmend lauter. Als wäre das nicht genug, entpuppt sich ausgerechnet Rei, ihr ganz persönliches Meet-Cute, als der arroganteste Typ der ganzen Schule. Kalina würde ihm am liebsten konsequent aus dem Weg gehen, doch auf einmal taucht er überall auf. Ein mitreissender Enemies-to-Lovers-Roman mit spannenden Einblicken in die Welt des Films und des Drehbuchschreibens, voller Meet-Cutes und Save-the-Cat-Momente. Dazu kommen authentische, liebenswerte Figuren und genau die richtige Mischung aus wohliger Vorhersehbarkeit und überraschenden Wendungen. Perfekt für ein gemütliches Lese- oder Hörvergnügen.

  • Produktbild Dead Girls Don't Dance
    • Kerstin Degen
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    5/5

    Dead Girls Don't Dance

    Der vergangene Sommer hat Addies Welt erschüttert. Nach einem heftigen Streit verliert sie ihre Schwester an den Freitod und ist bis heute überzeugt: Es war Mord. Wieso sollte sich jemand das Leben nehmen, auf den die Bühnen dieser Welt warten? Doch als ihr Hauptverdächtiger ziemlich genau ein Jahr später an derselben Stelle ums Leben kommt, fängt die Suche nach dem Schuldigen von vorne an. Und je tiefer Addie sich in Ermittlungen vergräbt, desto mehr schmutzige Geheimnisse bringt sie ans Tageslicht und gerät dabei selbst immer wieder ins Visier der Ermittler. Nur eine Person steht ihr beinahe bedingungslos bei, doch jedes Treffen mit ihm ist ein Wechselbad der Gefühle. Man nehme eine Kleinstadt voller Geheimnisse, das Aufeinandertreffen von Wohlstand und Mangel, komplizierte Gefühle und die unterschwellige Frage nach Schuld und Unschuld. In "Dead Girls Don't Dance" schafft MK Pagano die ideale Kulisse für einen YA-Thriller, der zum Pageturner wird. Addies Geschichte lebt vom beklemmenden Gefühl, hinter jedem Gebüsch einen Täter zu wähnen und die dunkelsten Seiten vermeintlich weisser Westen ans Tageslicht zu bringen. Ausgeklügelte Plottwists lassen einen bis zum grandiosen Finale im Dunkeln tappen und garantieren Spannung bis zur letzten Seite.

  • Produktbild Was wir nicht sagen können
    • Kerstin Degen
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    5/5

    Was wir nicht sagen können

    Adriana Popescus Jugendromane entfalten eine unmittelbare Sogkraft, der ich mich auch diesmal kaum entziehen konnte. Mit ihrer glaubwürdigen Art, ihren Unsicherheiten und den leisen Zwischentönen, die sie so greifbar machen, haben mich Katharina und Lennox vom ersten Moment an in ihren Bann gezogen. Das Eliteinternat für Wohlhabende am Ufer des Genfer Sees bildet eine ebenso reizvolle wie passende Kulisse für die grossen und kleinen Dramen junger Menschen, die trotz oder gerade wegen ihrer Privilegien mit Zweifeln ringen, Ängste verspüren und der Zukunft nicht unbeschwert entgegensehen. Als Lennox mitten im Schuljahr auftaucht, wird rasch deutlich, dass er ein Geheimnis mit sich trägt. Doch was ihn belastet, bleibt lange im Dunkeln und trägt dazu bei, dass man dieses Buch kaum zur Seite legen kann. Katharina und Dexter hingegen gelten als die unangefochtenen Grössen des Internats. Bereits ihre Väter verband dieser Ort, und die Erwartungen an die beiden Überflieger sind entsprechend hoch. Während Katharina ihren inneren Konflikt am Klavier austrägt, sucht Dexter die Konfrontation, reizt aus, provoziert und nutzt jede sich bietende Gelegenheit zu seinem Vorteil. Dass Lennox ausgerechnet Katharina näherkommt, ist Dexter ein Dorn im Auge. Doch Lennox lässt sich von dessen Auftreten nicht einschüchtern. Kathis Musik berührt etwas in ihm, dem er sich nicht entziehen will. Immer wieder sucht er ihre Nähe und bahnt sich einen Weg in ihre verschlossene Seele. Popescus erzählerische Stärke zeigt sich besonders in der Ausgestaltung ihrer Figuren, von den Hauptcharakteren bis in die Nebenrollen. Sie alle wirken vielschichtig und lebendig. Man fühlt mit ihnen, stellt ihre Entscheidungen infrage, ärgert sich über sie und möchte sie am Ende nur ungern ziehen lassen. „Was wir nicht sagen können“ lebt von all dem Ungesagten, das zwischen den Zeilen mitschwingt. Und von einem Geheimnis, das sich mir als Leserin nur zögerlich erschlossen hat, nur um mich schliesslich mit voller Wucht zu treffen. Ein brillanter Jugendroman, der den Menschen eine Stimme verleiht, die viel zu oft vergessen gehen. Ein Buch für das man nie zu alt sein kann.

  • Produktbild So leicht kommen wir nicht davon
    • Kerstin Degen
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    5/5

    So leicht kommen wir nicht davon

    Hanna hat es geschafft! Nach einer dramatischen Flucht, bei der sie nur knapp mit dem Leben davonkommt, wacht sie auf westdeutschem Boden auf und findet bei ihrer Tante in Bremen ein neues Zuhause. Jetzt sollte doch eigentlich alles besser werden, oder? Warum also fühlt sie sich so schuldig? Und warum wird ausgerechnet sie von allen zum Sündenbock gemacht? Denn nur wenige Wochen nach ihrer Flucht fällt die Mauer. Plötzlich scheint all das, was Hanna auf sich genommen hat, umsonst gewesen zu sein. Die Angst, die Gefahren, die Entbehrungen. Und vor allem der Tod ihres besten Freundes. Auf einmal kann Hanna ohne Hindernisse von Bremen nach Rostock reisen und ihre Familie und Freunde wiedersehen. Doch mit jedem Besuch wird deutlicher, dass sich manche Grenzen vielleicht nie ganz überwinden lassen. Flucht, Schuldgefühle, Orientierungslosigkeit und die unermüdliche Hoffnung, dass irgendwo ein besseres Leben wartet: Dorit Linke verbindet historische Ereignisse einfühlsam mit Gedanken und Gefühlen, die bis heute nichts an Aktualität verloren haben. Untermalt vom Soundtrack einer Generation und ergänzt durch ein eindrückliches Nachwort über eine Zeit, die zunehmend in Vergessenheit gerät, entsteht ein bewegender Roman über Aufbruch, Verlust und die schwierige Suche nach einem Platz im Leben. Ein Buch, das weit über die klassische Schullektüre hinausgeht. Es eignet sich hervorragend für den Deutsch- oder Geschichtsunterricht, spricht aber ebenso junge wie erwachsene Leserinnen und Leser an, die Geschichte nicht nur anhand von Fakten verstehen, sondern durch den Blick der Menschen erleben möchten, die sie geprägt haben.

  • Produktbild Please unfollow
    • Kerstin Degen
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    5/5

    Please unfollow

    Shazi ist ein Kind der Öffentlichkeit. Von ihren ersten Schritten bis zum ersten Schultag teilen ihre Eltern jedes Detail ihres Lebens mit der Community. Doch sie zeigen nicht nur die schönen Seiten des Familienalltags. Volle Windeln, eingenässte Betten, nächtelanges Schreien, nichts bleibt privat, alles wird gefilmt, kommentiert und vermarktet. Shazi hat keine Freunde, keine Hobbys und keine Freiheiten. Ihre Aufgabe ist es, der Familie Klicks zu beschaffen, und so knipst sie ein Lächeln an, auch wenn alles in ihr weint und schreit. Dort, wo Shazi jetzt ist, nennt sie sich Sherry. Niemand weiss von ihrer Vergangenheit. Das hofft sie zumindest und sie wünscht sich einen Neuanfang, weg von Likes, Followern und den Menschen, die sie hätten schützen sollen. Dieses Buch ist ein Hilfeschrei von der ersten bis zur letzten Seite. Mit grossem Feingefühl fängt Basma Hallak die Stimmen junger Menschen ein und verleiht ihren Ängsten, Zweifeln und Hoffnungen Worte, die unter die Haut gehen. "Please Unfollow" ist ein sehr emotionales Buch über die dunklen Seiten von Glamour und Social Media, über Oberflächlichkeit, Verletzlichkeit, Geltungssucht und die Abgründe unserer Gesellschaft, die sich im verborgenen Bereich des Internets abspielen. Sherrys Geschichte schockiert und berührt zugleich, gerade weil sie so nah an der Realität liegt. Doch zwischen Schmerz und Verzweiflung keimt auch Hoffnung: In ihrem neuen Leben lernt Sherry, Vertrauen zu fassen, Freundschaften zu schliessen und sich selbst wiederzufinden. Eine berührende Lektüre für Jugendliche und Erwachsene, die ich unbedingt auch als Schullektüre empfehlen möchte.

  • Produktbild Evil Elite – Der Kodex der Ehre
    • Kerstin Degen
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    5/5

    Evil Elite – Der Kodex der Ehre

    Frankie ist die Adoptivtochter eines gefürchteten Mafia-Bosses und als solche bedeutet Loyalität für sie alles. Doch als ihr Vater ihr den Auftrag erteilt, jemanden zu töten, kommen ihr zum ersten Mal Zweifel. Noch komplizierter wird die Situation, als ihr Bruder Charlie (oder Seb?) ebenfalls ein Jahr auf Fort Rock verbringt und sich zunehmend als ihr Beschützer aufspielt. Und dann taucht auch noch Hector auf, der Sohn des Erzfeindes ihrer Familie. Je näher er Frankie kommt, desto mehr gerät ihre Welt ins Wanken. Was will Hector wirklich von ihr? Und wer steckt hinter den Drohbriefen, die plötzlich zwischen ihren Sachen auftauchen? Schon die Idee hinter "Evil Elite“ hat mich sofort begeistert. Ein Eliteinternat für den Nachwuchs von Mafia-Bossen und Drogenkartellen, auf dessen Stundenplan psychologische Manipulation, Cybersecurity und Steuerhinterziehung stehen. Fort Rock vereint eine düstere, elitäre Atmosphäre mit gefährlichen Geheimnissen und liefert die perfekte Kulisse für diesen fesselnden YA-Roman. Undurchschaubare Protagonisten, verbotene Gefühle, klugscheisserische Superhirne, durchtriebene Schmugglerinnen und überraschende Plottwists sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann und einer Fortsetzung nicht abgeneigt wäre. Absolute Leseempfehlung für Dark Academia Fans ab 14 Jahren.

  • Produktbild Part of the Game
    • Kerstin Degen
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    Part of the Game

    John und Kyle waren einst Teamkameraden und beste Freunde. Doch ihre Wege trennten sich, als John dem Profifussball den Rücken kehrte, Kyle zum gefeierten Premier League-Star aufstieg und ihm schliesslich auch noch Summer, Johns erste grosse Liebe, nahm. Der Kontakt bricht ab, bis Summer sich Monate später unerwartet bei John meldet und ihn verzweifelt um Hilfe bittet. Denn Kyle droht, unter dem enormen Druck des Profisports zu zerbrechen. John schuldet weder Kyle noch Summer etwas. Doch wegsehen kann er nicht. Was zunächst wie eine Geschichte über Drogen, Macht und Korruption erscheint, entpuppt sich als weit grösseres und gefährlicheres Netz aus Lügen und Abhängigkeiten. Je tiefer John gräbt, desto näher kommt er einer Wahrheit, die nicht nur Kyle bedroht. Mit "Part of the Game" beweist Kevin Brooks einmal mehr sein Gespür für fesselnde Thriller, diesmal vor der spannenden Kulisse des Profifussballs. Der Ich-Erzähler John ist jedoch weit mehr als ein erfolgreicher Nachwuchsspieler: Er ist ein Jugendlicher mit einer vielschichtigen Gefühlswelt, der seine Leserinnen und Leser an den Höhenflügen und Enttäuschungen der ersten Liebe teilhaben lässt. Gerade diese männliche Perspektive ist in der Jugendliteratur bemerkenswert selten, da Liebesgeschichten meist aus weiblicher Sicht erzählt werden. Ich habe das Buch in einem Zug verschlungen und kann es Jungen wie Mädchen ab 14 Jahren, Fussballfans oder nicht, wärmstens empfehlen.

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